Welcome to my dream – TA 2010 (3)

03.04.2010 – Bridgetown / Barbados

An diesem Morgen erreichten wir gegen 8 Uhr den Hafen von Bridgetown. Mit uns im Hafen lagen noch die „Sea Princess“ und die „Royal Clipper“ (geiles Teil!!).

Nach einem schnellen Frühstück gingen wir von Bord und machten uns zu Fuß auf den Weg zum Hafenausgang, um von dort aus mit einem Großraumtaxi ins Stadtzentrum zu fahren.

Ohne großen Plan schlenderten wir gemütlich durch die Straßen und machten zahlreiche Fotos. Im Vergleich zu z.B. Nassau ging es in Bridgetown vergleichsweise hektisch zu – jedenfalls auf den Hauptstraßen. Besonders fasziniert war ich von den vielen pastellfarbenen Häusern im Kolonialstil.

Wir erstanden auch eine schicke Sonnenbrille für meinen Gatten, der seine alte zwei Tage zuvor geschrottet hatte. Ich war froh, dass wir relativ früh losgegangen waren, denn gegen Mittag war die Hitze (bis 31°C) und v.a. die extreme Luftfeuchtigkeit fast unerträglich. Besonders Gerald machte dies schwer zu schaffen und ich merkte, dass er einfach nicht mehr konnte. Ich war dennoch wahnsinnig stolz auf ihn!

“Hey man I can see you standing tall on your feet again.
There were those dark days
but you’re far over them.
Say can you remember all the mess far behind you?
They were all so sure
you’d never find your way through.”

Wir beschlossen, uns ein Taxi zu suchen und zum Hafenterminal zurückzukehren. Ein Taxi muss man in Bridgetown übrigens nicht lange suchen, da man sowieso alle 3 Meter von einem Taxifahrer angequatscht wird.

Im Hafenterminal mit seinen zahlreichen Geschäften angekommen bekam ich den Auftrag, unsere restlichen Dollar unters Volk zu bringen. Und mein Gatte konnte stolz auf mich sein: nach kurzer Zeit war ich eingedeckt mit Mitbringseln, Postkarten, einem Kraken, einem Stapel T-Shirts und 2 Stangen Zigaretten. Die letzten 4 Dollar gab ich dann noch für 2 Flaschen Mineralwasser aus und war zufrieden. Mit einem kostenlosen Bus fuhren wir dann zurück zur Costa Fortuna.

Wieder zurück an Bord mussten wir zunächst unseren Hunger im Buffetrestaurant stillen bevor wir es uns am Lido Oceania bequem machten. Es ist einfach herrlich bei tropischen Temperaturen im Pool zu plantschen, während daneben die Band „Tropical Vibes“ karibische Musik spielt.

Später gingen wir dann in unsere Kabine, um uns fürs Abendessen herzurichten, und dann war es auch schon Zeit für den obligatorischen Cocktail des Tages (Margarita! Yeah!).

Gegen 18 Uhr verließen wir den Hafen von Bridgetown und nahmen Kurs auf Funchal – die Überfahrt über den Atlantik konnte beginnen!! Die nächsten 6 Tage würden wir kein Land zu sehen bekommen…

Beim Abendessen bekam auch unser neues „Kind“ seinen Namen: Sara und Joe beschlossen, dass der grüne Krake ab sofort Roger heißen sollte. Thank you very much!

Später wollte sich Gerald das „Classical Concert mit dem Summer Trio“ im Theater ansehen, während ich mich in der Poolbar auf Deck 9 mit Luigi vergnügte. Der Kerl wurde mir immer sympathischer und das nicht nur, weil er mir Cocktails spendierte. Er war total nett und erzählte mir viel über das Leben an Bord, ohne dabei aufdringlich zu werden.

Später ging ich mit Gerald noch in die grüne Bar und „nötigte“ dort den guten Silvio, „My Way“ für mich zu spielen. Hat er natürlich gerne gemacht!

Als wir später dann auf unsere Kabine zurück kehrten fanden wir noch eine kleine Überraschung: auf unserem Bett lag ein gigantisches Osterei!

04.04.2010 – Seetag

Den Ostersonntag begannen wir ruhig und gemütlich und schliefen etwas „länger“ (wobei ich normalerweise darunter etwas anderes verstehe). Nach einem kleinen Frühstück meldeten wir uns bei der deutschen Hostess Katharina für die Küchenführung an und spazierten anschließend über die oberen Decks. Am Partypool war mal wieder fröhliches Tanzen angesagt – immer wieder ein lustiger Anblick! Wir machten uns es aber dann doch lieber im Buffetrestaurant gemütlich, um etwas zu lesen und zu schreiben. Da um 11 Uhr die Uhren auf 12 Uhr vorgestellt wurden, war es dann auch schon bald Zeit fürs Mittagessen. Aber zuvor bespaßte ich mich noch beim Superbingo am Partypool und trat fast den guten Massimo um (was schleicht sich der auch von hinten an mich ran??^^).

An dieser Stelle möchte ich mich auch ganz herzlich bei meinen Kurzgeschichten-Schreiberlingen Vögelchen, Michi und Nick bedanken! Eure Geschichten haben mir sehr gut gefallen und ich hatte großen Spaß beim Lesen.

Später setzte ich mich alleine ein bisschen auf unseren Balkon, hörte Musik und starrte aufs Wasser. Und dann sah ich sie plötzlich – Delfine!! Wahnsinn! Unglaublich! Unbeschreiblich! Diesen Anblick werde ich niemals in meinem Leben vergessen! Die Delfine schwammen einige Zeit lang neben uns her bevor sie wieder verschwanden und ich schaffte es sogar Fotos zu machen.

Da Gerald Lust auf den „Kino Nachmittag“ („The Great Buck Howard“) hatte, spazierte ich später alleine über die oberen Decks und legte mich schließlich bei ca. 27°C in die Sonne und genoss diesen wunderbaren Tag. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie verdammt gut es mir in diesem Moment ging!

“Feels like – life for you today is only perfect.
Seems like – sorrow and shame never was really there.
These are the moments that you keep insinde your heart
to guide you then-
the day you fail again…”

Später sprangen wir noch in den Pool Lido Oceania. Wir mitten im Meer im Pool bei 27°C und karibischer Musik – life could be worse!

Leider war es dann auch bald Zeit, uns für das Oster-Galaabendessen aufzustylen. Nach dem Essen gingen wir in die Mittelbar, um uns beim Spiel „Erraten Sie den Musiktitel“ zu bespaßen. (Schande über uns! Zur gleichen Zeit hätte auch die Heilige Ostermesse stattgefunden.) Im Anschluss zog es Gerald ins Theater zum Tenor „Antonio Colamorea“, auf den ich nach einer kurzen „Hörprobe“ gerne verzichtete. Ich stöberte lieber in den Shops, mampfte Trauben in der Kabine und begab mich schließlich an die Poolbar, wo ich ein nettes Ehepaar aus Manchester kennen lernte. Gerald stieß schließlich auch zu uns und wir genossen gemeinsam die warme Nacht. Um 23.30 Uhr begutachteten wir dann noch das Oster-Buffet auf Deck 3 und landeten letztendlich noch in der Disco bei meinem „Freund“ DJ Luca (Er war es tatsächlich!! Also wenn ich die alte Hackfresse noch ein einziges Mal auf einem Schiff sehe, dann geht er über Bord!^^) und köpften danach noch unsere Flasche Sekt auf der Kabine.

Das war mit Abstand der schönste Ostersonntag meines Lebens!!

05.04.2010 – Seetag

Da die vergangene Nacht etwas länger geworden war, beschlossen wir am Ostermontag einfach liegen zu bleiben und ausnahmsweise mal lange zu schlafen. Um 11 Uhr wurden die Borduhren wieder auf 12 Uhr vorgestellt und so kam es, dass wir erst zum Mittagessen unsere Kabine Richtung Buffetrestaurant verließen. Es gab griechische Spezialitäten, was mich sehr erfreute, da ich mir den Magen mit Tintenfisch bis zum Abwinken voll schlagen konnte.

An dieser Stelle möchte ich ein paar Worte zur Costa Fortuna schreiben: Das Schiff ist 272m lang und 36m breit und es gibt insgesamt 1358 Kabinen. Ehrlich gesagt waren meine Erwartungen nicht besonders hoch, immerhin war das Schiff schon etwas älter (Baujahr 2003) und aufgrund diverser Fotos und Berichte im Internet war ich auf extremes Costa-bunt vorbereitet. Zudem waren wir ja erst im November auf der relativ neuen Costa Luminosa sehr verwöhnt worden. Letztendlich war ich dann aber doch sehr positiv überrascht. Die Farben der Inneneinrichtung waren zu ertragen (bis auf das Atrium, das war schon hart an der Grenze zum Oberkitsch) und teilweise sogar sehr schön. Besonders das Buffetrestaurant mit den alten Karten an den Wänden und auf den Tischen und die Bar Conte Verde gefielen mir sehr gut. Klar fand man überall Abnutzungsspuren, aber auch das war in meinen Augen nicht all zu schlimm. Die Sauberkeit war wie bei Costa gewohnt nicht zu beanstanden. Und überhaupt, wenn man meckern will findet man immer einen Grund, ich aber war hier, um mich zu erholen und Spaß zu haben und das klappte ziemlich gut.

Nach dem Essen suchten wir uns eine Liege und machten es uns bequem. Unglaublich, aber so faul in der Sonne liegend wurde ich schlagartig wieder müde. Da es an diesem Tag wieder bis zu 27°C hatte sprangen wir natürlich auch des öfteren ins kühle Nass. An diesem Tag war der Pool am Heck der Costa Fortuna an der Reihe, da wir keine Lust auf Bespaßung durch das Animationsteam hatten.

Später hieß es dann duschen und umziehen, Cocktail des Abend testen und natürlich mit unseren Tischnachbarn beim Abendessen rumblödeln.

Danach machten wir einen kurzen Abstecher zu Silvio in die grüne Bar, bevor wir uns auf Deck 9 begaben, wo an diesem Abend das Lateinamerikanische Fest „Auf Wiedersehen Karibik“ stattfand. Ein Früchte-Buffet mit schönen Gemüse-Schnitzereien gab es auch und wir hatten bei toller Musik viel Spaß an der Poolbar mit unseren neuen Freunden aus Manchester und trafen auch den guten Luigi wieder (Ganz schick in weißer Uniform. Wer zur Hölle war dieser Kerl eigentlich??).

Fortsetzung folgt…

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