Warum Frauen keine Raumschiffe fliegen sollten und Männer auf Außenmissionen sterben müssen

Janeways Schiff der Amazonen ist der Beweis, dass Frauen nicht fliegen können, und auch nicht sollten.
Als Beweis gilt wohl, dass die USS Voyager in den Delta-Quadranten verschlagen wurde. Das Steuer hatte damals aber noch nicht Tom Paris, der später durch unzählige erstklassige (und auch sehr selbstmörderische) Manöver brillierte, sondern eine Betazoide, die normalerweise wohl eher nur als Schokoladenfressende Berater taugen.
Dann weiters das erste Verhalten im Delta-Quadranten. Ein männlicher Captain hätte sich wohl einfach den erstbesten Kazon gepackt, ihn unter den Tisch gesoffen (wie ein Scotty die Invasoren auf der alten Enterprise) und ihm danach Schiffe, Sternenkarte und Frau gestohlen.
Doch Captain Janeway zerstörte das einzige Ticket nach Hause, offiziell um die Ocampa zu schützen, doch innoffizell wohl eher um den Kazon zu beweisen, dass sie es kann.
Als ob das nicht reichen würde, also gleich zwei Crews zu einer elends langen Reise mit vielen Feinden zu verdammen, flog man zuerst auch noch in die falsche Richtung, um ein paar stellare Phänomene zu überprüfen.
Danach legte man sich natürlich bei jeder Gelegenheit mit den Kazon an, obwohl die Folge, in der Seskas Verrat auffliegt wohl Beweis genug ist, dass die Kazon mit der Technologie sowieso nicht hätten umgehen können. Also was soll da schon schlimmes passieren? Oder anders gefragt: wer soll verraten, dass etwas passiert ist?
Beeindruckend bildlich dargestellt wird auch, dass immer die Männer sterben müssen wenn es mal eine Außenmission gibt. Egal ob Sicherheitsoffizier Durst, der unfreiwillig sein Gesicht einem Vidianer spenden muss, zweiter Chefingenieur Kerry, der als Snack für einen Prä-dinosaurischen Riesenkäfer endet, oder der arme Penner…ähm Ensign, den Tuvok auf dem Planeten mit den umgekehrt alternden Aliens beerdigen muss (Sie wissen schon, die beknackte Folge mit den Kindern, die zum Sterben da ausgesetzt werden weil sie eigentlich uralt sind – absoluter Bullshit, selbst für eingefleischte Fans). Da wir gerade bei sterbenden Männern sind: wissen Sie, dass Lieutenant Kerry zwei Mal stirbt? Einmal wird er gefressen (das wissen die meisten, weil es der Cliffhanger der letzten Folge der zweiten Staffel ist) und einmal erschossen (am Ende der siebten Staffel). Der Typ ist also entweder unsterblich oder Captain Janeway hat alle unwichtigen Männer in den sieben Staffeln verbraucht, sodass der Doktor Lieutenant Kerry klonen musste, damit wieder jemand sterben kann.
Die einzigen Frauen, die mir auf Anhieb einfallen, die sterben, sind entweder Feinde und Verräter (wie Seska), oder die Dame, die in „Die Kooperative“ von dem bösen Ex-Borg mit der Riesenknarre erschossen wird. Aber wer verlässt unter Beschuss schon seine Deckung, liebe Frauen?
Na gut, und Q steckt auch hinter dem einen oder anderen Tod. Aber das ist eben Q, und wenn ich weiterschreibe laufe ich Gefahr so wie die Damen und Herren zu Enden, die mit Q zu tun hatten. Also lasse ich es lieber und kehre zum Sachverhalt zurück.
Weiters bemerken will ich, dass im Schnitt mindestens 12 von 24 Folgen pro Staffel vom Zyklus der Frauen abhängig zu sein scheinen. Denn Captain Janeway sprengt regelmäßig Fürsorger, Kazon, Hirogen, Borg oder Spezies 8472 weg. B’Elanna begnügt sich mit Schiffssystemen, landet fast in der Hölle weil sie auf ihr Erbe spuckt, oder freundet sich mit Captain Schönling (korrigiere: Captain Proton) an.
Seven wieder reißt wenigstens nur einen Mann oder ein paar Borg auf. Seltsam wie viele Borg insgesamt hinter ihr her sind, von den Männern abgesehen. Liegt das vielleicht an der Oberweite?
Wenden wir uns dem Ende der Serie zu. Ich weiß nicht wie es Ihnen geht, aber ich hätte erwartet, dass am Ende irgendwann ein halbzerschossenes Kazonschiff auftaucht und Maha Cullah seinen kazon-cardassianischen Sohn abliefert und sagt die Voyager solle diesen nervigen Carassianer gefälligst mitnehmen.
Aber es gab ja Endgame, die größte Folge laut Episodenguide. Für ein Ende fand ich persönlich sie ja nur mittelmäßig. Vor allem wie sich die Voyager am Schluss aus der Borgsphäre sprengt war sehr kitschig (vor allem weil die Sphäre plötzlich groß genug war die Voyager zu verschlucken).
In Endgame beschwert sich die alte Janeway, ihres Zeichens nun Admiral, bei der Queen, dass sie graue Haare hat. Nun, ich würde sagen das kommt mit dem Altern. Und die Borg für alles, wie zum Beispiel das Altern und Wechseljahre (denn ansonsten würde man wohl nicht zu einer solchen Mission aufbrechen) verantwortlich zu machen, ist wohl zu viel verlangt. Sonst sagt noch jemand die Borg sind daran Schuld, dass im Moment Projekt StarWars wieder ins Kino kommt.
Kommen wir zum Ende.
Zum Glück denken die Borg als ein Geist, in dem die Frauen noch nicht die Überhand haben. Sonst würden sie wohl bald freiwillig in schwarze Löcher fliegen um das Leiden zu beenden. Denn wären die Borg keine Gesellschaft, strukturiert wie ein Insektenstaat, wäre ihre Vernichtung wohl (wie in „Die Zähne des Drachen“ angedeutet) vor 900 Jahren erfolgt.
Doch lautet nun die Antwort für alle Männer sich assimilieren zu lassen? Für jemanden, dem seine Individualität liegt wird es schwer zu glauben sein, aber die Antwort lautet ja.
Nur als Frau darf und kann man weiter ohne Plan im Deltaquadranten rumgurken. Vielleicht findet man zufällig einen Weg nach Hause, ein Phänomen, ein Wurmloch der Borg oder doch einen Schuhladen?
Schuhladen gefunden, Mission beendet.

14 Gedanken zu „Warum Frauen keine Raumschiffe fliegen sollten und Männer auf Außenmissionen sterben müssen

  1. Nemain

    Hihi, ziemlich treffend, doch^^ Aber welche Frau hat sich mit dem
    Marquis-Schiff zuerst in den Delta-Quadranten verflogen? Oder zählt
    der tätowierte Pseudopädagoge, wie immer von mir vermutet, doch
    nicht als Mann? *gg*

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  2. wulli

    bahahaaaaaaaaa.ich schrei mich weg. wechseljahre schuld der
    borg..jawoll…planlos im deltaquadrant..LÖÖÖÖÖÖÖÖÖL

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  3. NickHavoc

    wulli hat doch eindeutig mit ihren Bildchen bewiesen dass Chakotay
    nur einen ganzen Kleinen hat und deshalb zwangsläufig nur begrenzt
    als Mann gelten kann (Seska hat ihm ja auch DNS aus dem Hals
    entnommen statt ihm einen runterzuholen, welcher Mann paart sich
    mit dem Hals). Also so viel dazu

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  4. Seven

    Schon interessant, wenn man mal schaut, wer hier so alles
    kommentiert… 😉 Ich hab da zwar schon meinen Senf dazu gegeben,
    aber es kann ja bestimmt nicht schaden noch einmal zu sagen, beim
    Lesen breit grinsend vorm PC gesessen zu haben. Wie das Bienchen
    schon richtig erkannt hat – einfach ziemlich treffend! 😀

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  5. NickHavoc

    Es geht nicht um das wer hier liest, sondern was diese Leute
    reininterpretieren. Und natürlich die Tatsache dass bis jetzt nur
    die Triade des Irrsinns (Pudel, Biene und Vogel) sowie der Autor
    selbst kommentiert haben

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  6. Komivo

    Da mach ich euch nen Strich durch die Rechnung. Sorry, buam, aber
    wenn’s die Kerls egal nicht schaffen, mal das Kommando zu
    übernehmen, weil sie wie die kleinen Jungs immer nur auf dem
    Holodeck rumrennen um Altenglische Heldenepen nachzuspielen; sich
    aufpissen, wer von ihnen das Sagen hat, wenn der Captain weg ist;
    nackend auf Kautschukindianergelände herumlaufen und weiß Gott noch
    was an Blödsinn treiben…verstehste? Die männliche Crew der
    Voyager hat die Damen in die Emanzipation gezwungen und darauf
    waren die so fix nicht vorbereitet. Janeway dachte, sie macht n
    bissel Wissenschaft und wird dann Hausfrau und Mutter an Marks
    Seite, B’elanna hat auf den Antrag vom Chakotay gewartet, Seven war
    zu unindividuell um irgendwas zu denken, (geschweige denn, Hormone
    zu produzieren) und Kes sollte still und brav 9 werden und
    abkratzen. Also waren alle ganz gut auf ihr Leben am Herd
    vorbereitet und was macht dieser bescheuerte Indianer? Fliegt in
    die Badlands und alle müssen hinterher. Und hatter danach gesagt:
    „Janeway, baby, lass die Ocampa Ocampa sein und reite mit mir in
    den Sonnenuntergang!“? Nein, hatter nicht. Das da der Zyklus der
    Frauen durcheinander kommt (Hilfe! Wir haben das Kommando!), das
    ist doch klar. Und der fängt sich einfach nicht wieder. Alles nur
    wegen den spätpubertären boys auf dem Schiff. Und dann sterben die
    auch noch wie die Heuschrecken. Maaaaaaan!

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  7. Bunyaa

    Virtuelles vs Reales. Wenn ich aber an all die Stewardessen denke,
    die zwischen Amazonien und Erde fliegen, bezweifle ich, ob Frauen
    dann doch nicht fliegen können.

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  8. tom

    Ich sage nur nur, und das gilt heute wie im Delta-Quadranten: Traue
    keinem der FÜNF Tage blutet und nicht stirbt….

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  9. janina

    Und nun drehen wir mal die Seite 😀 Warum Männer keine Raumschiffe
    fliegen sollten und Frauen auf Außenmissionen sterben müssen Viel
    Spass

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  10. Martin

    Wenn ich an Janeway denke in der Nacht dann bin um den Schlaf
    gebracht! Oder so ähnlich. Echte Star Trek Fans kann ich hier nicht
    erkennen.. Ich denke alle Star Trek Folgen sind zur Unterhaltung
    und zur Anregung der Phantasie gedacht. Wenn ich etwas über Frauen
    loswerden will ist das hier nicht das richtige Forum. Mir hat Star
    Trek Voyager gefallen auch oder gerade wegen der Frauen.

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  11. Komivo

    Das ist ja wohl frech, Monsieur Martin. Erstens ist das hier nicht
    das Forum, sondern der Blog. Zweitens ist es ja wohl kein
    ernsthafter Affront gegen die Damen der Voyager, drittens sagst du
    selbst, das Unterhaltung eine Rolle spielt und die wird auch bei
    Star Trek meist durch zwischenmenschliche Beziehungskonstellationen
    und Spiel mit den Rollenklischees erzeugt – nie im Leben ist nur
    der zentrale Inhalt einer Folge relevant. Alle Star Trek Serien
    haben mit Attributierungen und deren Sprengungen gearbeitet, keine
    jedoch so offensichtlich mit der Rollenauslegung Frau vs. Mann wie
    Star Trek Voyager. Das war auch den Produzenten durchaus bewusst
    und somit – voila – ist es doch erwähnenswerter als von dir
    proklamiert. Das dich das Thema nicht interessiert, macht dich
    nicht zum wahrhaftigsten Fan aller Zeiten, lediglich zum
    herablassenden Kommentator.

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  12. Martin

    Ich glaube,Monsieur Komivo, frech war das nicht was ich geschrieben
    habe. Das Wort „Forum“ ist vielleicht deplaziert. Nur ich sehe es
    so : Entweder bin ich Fan des Ganzen oder ich bin es nicht. Beim
    Lesen der Kommentare konnte man schon eine gewisse Tendenz zur
    „Frauenfeindlichkeit“ erkennen. Das war mein erster Eindruck. Ich
    denke eine Meinungsäußerung, in diesem Fall meine, sollte
    gelassener gesehen werden. Ob ich ein wirklich wahrhaftiger Fan bin
    soll mal dahingestellt bleiben. Mich als herablassenden Kommentator
    zu titulieren finde schon heftig. Und fair ist es allemal auch
    nicht.

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