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Spanien, Marokko und die Inseln des Frühlings reloaded (4)

10.11.2009 – Malaga / Spanien

Gegen 8 Uhr erreichten wir den Hafen von Malaga und wie bereits im Vorjahr war der Sonnenaufgang einfach wunderschön.

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Neben uns im Hafen entdeckten wir noch die Queen Victoria und die Wind Spirit. Auf die Queen Victoria hatte ich mich besonders gefreut, da ich noch nie ein Cunard-Schiff aus der Nähe gesehen hatte. Ist schon ein imposanter Anblick!

Da wir mittags bereits wieder ablegen würden blieb uns nicht viel Zeit und so gingen wir nach einem schnellen Frühstück von Bord. Unser Ziel war der Strand, den ich bereits im vergangenen Jahr ins Auge gefasst hatte (da war ich aber an meiner Liege irgendwie festgewachsen^^). Nach einem kurzen Fußmarsch durch das Hafengelände, das eine einzige Baustelle war, erreichten wir dann auch bald besagten Strand. Schnell hatte ich meine Schuhe ausgezogen und war im Wasser – Schock! Eiskalt! Brrrr! Gut, wir wollen es nicht übertreiben, aber so warm wie in Funchal war das Meer hier definitiv nicht. Was aber einige Leute vom Schwimmen nicht abzuhalten schien. Nach der kleinen Erfrischung sammelten wir noch massig Muscheln (von der Größe her gut als Aschenbecher zu gebrauchen) und setzten uns dann an die Strandpromenade, um das Treiben um uns herum zu beobachten.

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Gemütlich schlenderten wir später wieder zurück Richtung Hafenterminal, wo wir noch einige Zeit die Auslagen der Geschäfte durchstöberten (nur der übliche Plunder) und die anderen Passagiere beobachteten. Man konnte ganz genau sehen, wer auf die Luminosa und wer auf die Queen Victoria gehörte!

Wieder an Bord plünderten wir zunächst das Mittagsbüffet, das an diesem Tag unter dem Motto „Meeresspezialitäten“ stand. Das Ablegen gegen 13 Uhr beobachtete ich von Deck 12 aus, danach war es mal wieder Zeit, mich auf meinen Lieblingsplatz am Lido Delphinus zurückzuziehen, wo es sich bei bis zu 23°C in der Sonne gut aushalten ließ.Als wir später auf unsere Kabine zurückkehrten erreichte uns die schreckliche Nachricht von Robert Enkes Selbstmord. Im ersten Moment konnte ich es kaum glauben – ausgerechnet Robert Enke?!?! Nachdenklich setzte ich mich auf den Balkon in die Sonne und konnte den schönen Ausblick auf das Mittelmeer gar nicht mehr so richtig genießen.

Um 17 Uhr begaben wir uns ins Theater zum Gala-Abschiedscocktail mit dem Kapitän, wobei ich mich gar nicht so richtig darauf konzentrieren konnte, was da auf der Bühne vor sich ging. Neben der üblichen Ansprache wurden wohl auch langjährige CostaClub-Mitglieder geehrt.

Beim anschließenden Gala-Abschiedsessen „mit einem außergewöhnlichen Menü und einer Auswahl von Gerichten aus historischen Menüs der verschiedenen Schiffe“ der Costa Flotte (lt. Today) gab sich der Küchenchef dann noch einmal so richtig Mühe. Ich wählte als Vorspeise einen Garnelen-Cocktail, anschließend Frische Pasta Cavatelli mit Artischockeragout, Pecorino-Käse und schwarzem Pfeffer und als Hauptgang Überbackener Hummer mit geschmolzener Butter (aus der Küche der ersten Klasse der Federico „C“, mit Küchenchef Solferino Saccone und dem Restaurantleiter des Restaurants „Roma“ Vittorio Anselmi). Beim Hummer hatte ich zunächst einige Bedenken, ich wollte mich ja nicht unbedingt beim Zerlegen des Teils blamieren, aber unser netter Berliner Tischgenosse zerstreute meine Bedenken. Fazit: Hummer ist lecker!! An diesem Abend dauerte das „Essen“ an unserem Tisch mal wieder besonders lang und wir konnten uns so gar nicht vom leckeren Tischwein lösen. Oder lag es auch nur einfach an den lustigen Gesprächen mit unseren Tischnachbarn, dass wir meist die letzen waren, die das Restaurant verließen?

Nach dem Essen hatte ich keine Lust mehr auf Gala-Klamotten und zog mich um bevor wir eine kleine Runde durch die Bars drehten. Gerald ging anschließend zurück auf unsere Kabine, während es mich zur Party auf Deck 9 beim Hauptpool zog (mit Buffet Magnifico). Nach einer netten Unterhaltung mit dem Kapitän höchstpersönlich (fragt mich bitte nicht, worüber ich mit dem gequatscht habe^^) ließ ich mich zum krönenden Abschluss noch von einigen Italienern zum Tanzen überreden. Also eigentlich tanze ich ja NIE, außer… wer mich kennt weiß Bescheid!^^ Meine Schuhe landeten sicherheitshalber in einer Ecke, ich wollte mir ja nicht die Beine brechen. Und lustig war es auf alle Fälle! (Ich bin wieder da!!!)

11.11.2009 – Seetag

An unserem letzten Seetag stand zunächst einmal lange ausschlafen auf meinem Programm. Nachdem ich mich dann endlich dazu aufraffen konnte, mein gemütliches Bett zu verlassen, begaben wir uns auf Deck 9, um zunächst das Frühstücks- und anschließend das Mittagsbuffet (italienische Spezialitäten) zu plündern und das Treiben am Hauptpool zu beobachten. Die Informationsveranstaltung zur Ausschiffung in Savona schenkte ich mir. Dieses Prozedere ist mir mittlerweile ja bekannt. Später legte ich mich dann bei bis zu 20°C ein letztes Mal auf meinem Lieblingsplatz in die Sonne. Leider hatte ich dabei immer im Hinterkopf, dass dieser traumhafte Urlaub schon in wenigen Stunden vorbei sein würde, was meine Stimmung nicht gerade hob.

Leider war es später am Nachmittag dann auch schon an der Zeit, die Koffer zu packen (Wie viele Kotztüten hatte ich da eigentlich die vergangenen Tage gesammelt??^^). Anschließend setzten wir uns in die Mittelbar, um dort bei einem Weizen die Fragebögen zur Kreuzfahrt auszufüllen. Nachdem das erledigt war hatte ich eine kleine, fiese Idee. Ich wartete bis an der Rezeption kein Passagier mehr stand und ging dann zu einem der Mitarbeiter dort, um ihm mit grimmigem Blick zu eröffnen, dass ich ein „very big problem“ hätte. Der Mitarbeiter zückte auch gleich Stift und Papier. Als ich ihm dann mitteilte, dass mein Problem darin bestand, dass ich keine Lust hätte, in Savona das Schiff zu verlassen, weil es mir an Bord so unglaublich gut gefallen würde, machte sich ein freudiges Grinsen auf seinem Gesicht breit. Auch seine Kollegin gesellte sich nun dazu und wir unterhielten uns ein bisschen. Die beiden hatten unsere Blicke im Vorfeld bereits bemerkt und waren auf das Schlimmste gefasst gewesen. Ich lobte das Schiff, die Crew und die gesamte Organisation der Kreuzfahrt über alle Maßen und lies letztendlich zwei sehr glückliche Mitarbeiter zurück. Hey, man muss nicht nur meckern, wenn was nicht passt – ab und zu ein lobendes Wort tut keinem weh und allen gut!

Das letzte Abendessen war wie immer hervorragend und am Ende machten wir die obligatorischen Fotos mit unseren Kellnern und verabschiedeten uns von ihnen.

Nach dem Essen gingen wir zunächst zurück auf unsere Kabine, um uns umzuziehen und unsere Koffer vor die Kabine zu stellen (diese würden ja in der Nacht abgeholt werden). Da zogen wir ein letztes Mal durch unsere Lieblingsbars, machten zahlreiche Fotos mit den Angestellten und verabschiedeten uns. Als erstes gingen wir auf Deck 10 in die Bar Scuderia Costa, wo wir auch noch ein nettes Gespräch mit dem (brasilianischen Kerl vom Formel 1-Simulator hatten ( welch grausames Englisch^^). In der Pianobar Antares, die wir als nächstes ansteuerten, fiel mir der Abschied besonders schwer und meine netten Kellner boten mir schließlich an, dass ich bleiben könnte – sie würden schon irgendwo ein Plätzchen für mich zum Schlafen finden (zur Not im Kühlschrank^^). Letzte Station war natürlich dann noch unsere geliebte Mittelbar, wo wir auch noch zahlreiche Fotos machen u.a. mit Anna Karina Mosmann, irgendeinem netten Offizier und natürlich mit meinen Gitarrero Alex. Traurig und überglücklich zugleich gingen wir schließlich ins Bett.

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12.11.2009 – Savona / Italien

Der letzte Tag an Bord beginnt ja normalerweise mit lautem Klopfen und Hektik, aber unser Kabinensteward war so nett und lies mich ein bisschen länger schlafen. Gegen 8.30 Uhr liefen wir im Hafen von Savona ein und die Zeit bis zur Ausschiffung vertrieben wir uns mit einem letzten Frühstück und lungerten anschließend einfach so auf Deck 9 rum.

Um 9.45 mussten wir uns dann im Theater einfinden und nach einer kurzen Wartezeit wurden wir von Bord gelotst. Verdammt! Ich hätte mich am liebsten irgendwo festgekettet. Das einzige, was meine Stimmung ein wenig (aber wirklich nur ein wenig) aufheiterte war die Tatsache, dass wir unserer nächste Kreuzfahrt bereits gebucht hatten und ich wusste, dass ich in ein paar Monaten wieder an Bord gehen würde (Fortuna – ich komme!!^^).

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Unsere Koffer fanden wir dann relativ schnell und der Bus wartete auch schon auf uns. Welch geile Plätze!! Direkt hinter dem (sehr netten) Busfahrer. Dieser wechselte sich übrigens mit seiner Kollegin Barbara (auch sehr nett) beim Fahren ab. Die beiden halfen mir auch während der Fahrt bei meinen Problemen (immer wieder dasselbe Problem: Bier ist alle^^).

Die Fahrt nach München über den Brenner verlief ohne Komplikationen. Ich vertrieb mit die Zeit mit den üblichen Beschäftigungen, also Musik hören, lesen und schlafen.

Obwohl wir etwas früher als erwartet den Busbahnhof in München/Fröttmaning erreichten warte meine Mutter bereits auf uns. Ich war sehr froh, dass sie uns abholte und wir nicht wie im vergangenen Jahr auch noch mit dem Zug nach Regensburg fahren mussten. Ich war doch ziemlich fertig. Nach einem kleinen Abstecher zu McDonalds kamen wir schließlich zu Hause an und fielen recht bald ins Bett – hundemüde und voll mit wunderbaren Erinnerungen an eine traumhafte Kreuzfahrt.

Am Ende meines Berichts möchte ich mich bei Kapitän Mauro Bellomo und der gesamten Crew der Costa Luminosa recht herzlich für diese wirklich wundervolle Kreuzfahrt bedanken.

Ein besonderes Dankeschön an dieser Stelle auch an all die Menschen, die mir geholfen haben, die Monate vor der Kreuzfahrt zu überstehen!

Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit! Falls es die Götter gut mit uns meinen werde ich mich in Kürze mit „Welcome to my dream – TA 2010“ wieder melden…

Spanien, Marokko und die Inseln des Frühlings reloaded (3)

07.11.2009 – Santa Cruz de Teneriffe / Teneriffa

Gegen 8 Uhr legte die Costa Luminosa im Hafen von Santa Cruz de Teneriffe an. Für uns stand erst einmal lange ausschlafen auf dem Programm, da die letzte Nacht doch etwas länger geworden war. Wir hatten auf Teneriffa keinen Ausflug gebucht und so bestand auch keine Notwendigkeit, das Bett unnötig früh zu verlassen.

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Nach einem kleinen Frühstück gingen wir am Vormittag von Bord, um mit dem kostenlosen Shuttlebus – vorbei an der AIDAluna, die neben uns im Hafen lag – ins Stadtzentrum von Santa Cruz zu fahren. Gemütlich schlenderten wir durch die Stadt, machten Fotos und Blödsinn, bummelten durch Geschäfte (der freundliche Herr konnte uns allerdings nicht davon überzeugen, ein äußerst nerviges Spielzeugauto zu kaufen^^) und erstanden die obligatorischen Postkarten. Es war ziemlich warm, allerdings regnete es zwischendurch immer wieder mal leicht. Das war aber alles andere als störend, ganz im Gegenteil, ich empfand diese kurzen Erfrischungen als sehr angenehm (immerhin lagen die Temperaturen bei bis zu 25°C). An einem Kiosk organisierten wir uns etwas zu trinken und setzen uns an einen riesigen Brunnen, um dort das Treiben um uns herum zu beobachten (u.a. war da eine Gruppe Schülerinnen, die uns mit Tanz und Gesang erheiterte).

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Schließlich fuhren wir mit dem Shuttlebus wieder zurück zu unserem Schiff und begaben uns auf Deck 9, um unseren üblichen Beschäftigungen nachzugehen – essen und entspannen! (Himmel, wie faul und verfressen kann ein Mensch eigentlich sein?^^) Durch den immer wieder einsetzenden leichten Regen kamen wir auch in den Genuss eines wirklich tollen Regenborgens über dem Hafen. Leider verscheuchte mich später der Regen von meiner Liege am Lido Delphinus. Ich fand die leichte Abkühlung zwar immer noch recht angenehm, aber ich mag es dann doch nicht so besonders, wenn mein Buch nass wird. Also zog ich mich auf unsere Kabine zurück, wo eine Flasche Sekt bereits auf uns wartete (Danke CostaClub!). Während Gerald sein Nachmittagsschläfchen hielt machte ich es mir mit einem Glas Nuttenbrause und meinem mp3-Player auf dem Balkon gemütlich (und bekam einen Popgasm nach dem anderen^^). Wer mich kennt weiß, dass ich Sekt nicht vertrage und natürlich blieb es auch nicht bei einem Glas. Hähä! Und so kam es, dass ich nach dem Duschen gegen 17 Uhr nur mit einem Handtuch „bekleidet“, mit meinem Sektglas in der Hand und Kopfhörern im Ohr das Ablegen der Luminosa von unserem Balkon aus beobachtete und dabei freundlich den Leuten im Hafen bzw. auf dem Kriegsschiff, an dem wir vorbei fuhren, zu winkte! Muhahaha! („The wind is cam, the ocean sleeps, we must leave now. The sky is dark, others are gone, we must leave now…”)

Bester Laune zog ich dann mein Dirndl an und wir machten uns auf den Weg zum “Gala Kapitänsabendessen”. Das Menü an diesem Abend wurde übrigens von Ettore Bocchia kreiert, dem Küchenchef des Grand Hotels Villa Serbelloni in Bellagio am Comer See. Als Vorspeise gab es bei mir tropischen Fruchtsalat mit Hummer, grüner Apfelcreme, Honig und Balsamico. Danach folgten weiße und schwarze Fisch-Ravioli an Krustentiercremesauce und als Hauptgang Auberginenauflauf mit Tomaten und Parmesankäse. Etwas verwundert stellte ich beim Abendessen fest, dass wir uns wieder dem Land näherten, wobei ich zunächst nicht so ganz sicher war, ob ich meine Beobachtung nicht dem Sekt in meinem Kopf zu verdanken hatte. Es stellte sich aber heraus, dass wir tatsächlich wieder zurück nach Santa Cruz fuhren. Der Grund dafür war ein medizinischer Notfall an Bord wie uns der Maitre (ein sehr netter Mann übrigens) erklärte.

Nach dem Essen zog sich Gerald bald auf unsere Kabine zurück, während ich noch durch die Bars zog. Nicht einmal der immer heftiger werdende Seegang konnte mich davon abhalten (Es mussten sogar die Stabilisatoren ausgefahren werden und in den öffentlichen Bereichen wurden Kotztüten verteilt^^). Mir war das natürlich egal, eher im Gegenteil, es war sogar ziemlich amüsant, die anderen Passagiere zu beobachten. Mein Weg führte mich zunächst in die Pianobar Antares, wo das Duo Metropole Songs von ABBA spielte (schöööön) und ich die Bekanntschaft von einer Runde netter Münchnerinnen machte. (Danke auch an den Barkeeper für den Cocktail!!). Nach einem anschließenden Stop in der Mittelbar zog es mich zum Schluss noch in die Bar Libra, wo Francesco für mich „My Way“ sang (eines meiner absoluten Lieblingslieder!!). Der große Gala-Offiziersball um 23 Uhr im Theater ging natürlich an mir vorbei – aber egal, ist ja nicht so wichtig!

08.11.2009 – Funchal / Madeira

Gegen 8.30 Uhr erreichten wir am Morgen den Hafen von Funchal. Was Wetter war einfach traumhaft und wir gingen bald nach dem Frühstück von Bord. Im vergangenen Jahr waren wir hier aufgrund Geralds schlechter Verfassung nicht weit gekommen, aber an diesem Tag lief alles wunderbar und am Ende war ich richtig stolz auf meinen Gatten. Zunächst verließen wir das Hafengelände (mit uns im Hafen lagen noch die MSC Musica und ein Nachbau der Santa Maria, später kam noch die AIDAluna hinzu) und gingen Richtung Stadtzentrum. Nach einem kleinen Anstieg erreichten wir einen den Santa Catarina Park, wo wir eine kleine Pause einlegten. Während ich mit meiner Mutter telefonierte, die mir vom dichten Nebel in der Heimat erzählte, genoss ich die Wärme und die vielen Farben um mich herum. Alleine schon das Grün des Rasens war unbeschreiblich, dazu dann noch die bunten Pflanzen – Wahnsinn! Gemütlich spazierten wir dann weiter durch den Park, genossen den grandiosen Ausblick auf den Hafen und entdeckten u.a. die Capela da Santa Catarin und eine Statue von Christoph Columbus.

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Mich zog es dann natürlich an den Strand, den ich bereits im Vorjahr sehnsüchtig aus der Ferne beäugt hatte. Herrlich! Der dunkle Sand, das Wasser, die Wellen… Da gab es für mich kein Halten mehr – raus aus den Schuhen, Kopfhörer in die Ohren und ein paar Schritte rein ins warme Meer! (Welcome to my life…) Da ich die Wellen teilweise etwas unterschätzte war meine Hose nach kürzester Zeit klatschnass. Aber wen interessierte das in diesem Moment schon?! Die Schmerzen des vergangenen halben Jahres, die Angst, das ganze Elend, all das war aus meinem Kopf verschwunden und ich war einfach nur glücklich! (*happiness*)

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Barfuß und nass wie wir waren machten wir uns nach einiger Zeit wieder auf den Weg zurück zum Schiff und begaben uns ins Buffetrestaurant (wohin auch sonst?^^), wo es zu meiner großen Freude Oktopus gab. Sieht aus wie Unfall, schmeckt aber superlecker! Da ich das traumhafte Wetter (strahlend blauer Himmel und bis zu 23°C, die sich wie mindestens 28°C anfühlten) ausnutzen wollte führte mich mein nächster Weg natürlich zu meinem Lieblingsplatz am Lido Delphinus, wo ich es mir in der Sonne gemütlich machte.

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Den Abend begannen wir mit einem Cocktail des Tages (Eugenio „C“ mit Myers Rum, Triple Sec, Zitronen- und Ananassaft und Blue Curacao) in der Mittelbar. Pünktlich zum Abendessen um 18 Uhr verlies die Luminosa den Hafen von Funchal wieder und nahm Kurs auf Malaga. (Nur am Rande erwähnt: auch zum Abendessen wählte ich Oktopus, ich steh einfach auf das Zeug^^)

Auch an diesem Abend hatten wir etwas Seegang, der uns natürlich nicht von unserer obligatorischen Runde durch die Bars abhielt. Diesmal ging es zunächst in die Pianobar Antares, dann in die Bar Virgo (wo Babytiger sich schwer verliebte und von seiner Angebeteten eine kleine Serviettenblume bekam) und schließlich noch auf einen Abstecher in die Bar Lido Dorado am Hauptpool.

09.10.2009 – Seetag

An diesem Tag würden wir im Atlantischen Ozean navigieren und das Tagesprogramm sagte eine bewegte See voraus. Und tatsächlich – das Schiff wackelte ganz schön. Die Temperaturen sollten auf maximal 24°C steigen.

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Leider entdeckte ich den Vortrag von Richard Wünsch zu spät im „Today“ und so gingen wir eben auf Deck 9, um zu essen, zu lesen und uns zu bespaßen.

So faul war ich noch auf keiner Kreuzfahrt, ich musste mich sogar dazu zwingen wenigstens ein paar Notizen für diesen Bericht zu machen und meine versprochenen Postkarten zu schreiben.

Als ich mich nach dem Frühstück eigentlich in die Sonne legen wollte musste ich mit Entsetzen feststellen, dass wir auf eine schwarze Wolkenwand zu fuhren. Es war durchaus witzig zu beobachten, wie die Passagiere breitbeinig durch das Schiff schwankten. Das Wetter wurde zwar nach dem Mittagessen (Paella bis zum Abwinken^^) wieder besser, allerdings war das Schaukeln so einschläfernd, dass ich mich am Nachmittag auf unsere Kabine zurückzog, um etwas zu schlafen (außerdem fehlte mir wohl die eine Stunde, die uns in der vergangenen Nacht geklaut worden war).

Vor dem Abendessen wurden dann auch endlich die versprochenen Postkarten bei einem Weizen in der Mittelbar geschrieben. (Wer sich über meine wackelige Schrift gewundert hat, das lag nicht am Weizen sondern am Seegang^^)

Nach dem Essen spazierten wir mal wieder über die oberen Decks und gönnten uns bei einem Weißbier in der Scuderia Costa Bar das U17-Spiel Spanien gegen Uruguay. Später gingen wir noch in die Pianobar Antares und anschließend in die Cigar Lounge Bar. Leider wurde die hier sonst so ruhige und entspannende Atmosphäre durch Olga und ihren Klan gestört, die sich lautstark beim Kartenspiel amüsierten, und wir verschwanden bald wieder. Bei einem 8-Euro-Whiskey brauche ich echt keine lärmenden Russen mit Plastiktassen aus dem Buffetrestaurant, da benehmen sich ja sogar die Italiener besser. Hier sollte Costa ein bisschen besser aufpassen.

Nach einem letzten Cocktail des Tages (Carla „C“ mit Light Rum, Orangen-, Ananas- und Zitronensaft sowie Grenadine) in der Mittelbar gingen wir relativ früh ins Bett, auch um für den nächsten Tag fit zu sein (Würden wir es wohl schaffen von Bord zu kommen?? Im Vorjahr hatte ja bekanntlich die Faulheit gesiegt^^)

Fortsetzung folgt…

Spanien, Marokko und die Inseln des Frühlings reloaded (2)

04.11.2009 – Casablanca / Marokko

In der Nacht waren die Uhren umgestellt worden und wir hatten eine Stunde zusätzlich bekommen – daher fand ich das frühe Aufstehen auch gar nicht so schlimm. Gegen 7.30 Uhr kamen wir im Hafen von Casablanca an und bereits um 7.45 Uhr mussten wir uns wegen unseres Ausflugs „Casablanca und Moschee Hassan II.“ in der Grand Bar Elettra einfinden. Zuvor aber eilte ich noch schnell ins Buffetrestaurant, um uns etwas Marschverpflegung zu organisieren (Notiz an mich: das nächste Mal die Semmeln in eine Kotztüte packen. Kommt sicher gut an^^).

Im Hafen wartete schon unser Bus mitsamt unserem Führer Nasser auf uns. Der Bus, nun ja, was soll man sagen… es war eben kein Reisebus der neusten Generation, sondern ein älteres Gefährt, das innen arg nach Kamelkacke duftete. Uns störte das nicht, aber andere Passagiere hatten damit ein Problem und so wurde der Bus später während unserer Rundfahrt auch ausgetauscht. Zunächst aber fuhren wir entlang der Küstenstraße (wir sahen u.a. auch Rick’s Cafe aus dem Film „Casablanca“!!) und bewunderten die Hotels, Villen, Restaurants sowie die zahlreichen in den Fels gehauenen Swimmingpools. Bei einem kleinen Stop hatten wir auch Gelegenheit Fotos zu machen.

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Im Hintergrund war auch immer die berühmte Moschee Hassan II. zu sehen, die wir als nächstes ansteuerten. Sie ist nach der Moschee in Mekka die zweitgrößte der islamischen Welt, ihr Minarett ist mit seinen 210m sogar das höchste. Einfach nur noch beeindruckend! Die Größe, die Höhe, die Inneneinrichtung! Gigantisch – mehr kann man dazu einfach nicht sagen. Alleine in der Moschee ist Platz für bis zu 25.000 Gläubige!! Wie viele zusätzlich noch auf dem riesigen Vorplatz passen habe ich vergessen. (Infos zur Moschee kann man ja massig im Internet finden, da muss ich nicht auch noch meinen Senf dazu geben.) Wir besichtigten die Moschee mitsamt darunter liegendem Waschraum und unser Führer erzählte uns allerhand Wichtiges zur Moschee selbst und zum Islam im allgemeinen.

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Im Anschluss fuhren wir (mit einem neuen Bus, der nicht mehr so intensiv nach Kamelkacke duftete^^) zu einer Art „Apotheke“. Man könnte das ganze vielleicht auch Verkaufsveranstaltung nennen, ich fand die Erklärungen zu typischen Gewürzen, Kräutern und Heilmitteln aller Art allerdings recht interessant. Und kaufen musste man ja schließlich nichts – ich konnte es aber natürlich nicht lassen und erstand eine Gewürzmischung für Fleisch sowie eine Antischnarch-Kräutermischung. Beinahe wäre ich auch den Bayern-Anhänger an meinem Rucksack los geworden, auf den war nämlich einer der Angestellten ganz scharf. Weiter ging es dann zu diversen Palästen, von denen wir einen besichtigten. Ein kleiner Spaziergang durch die Altstadt durfte auf unserer Besichtigungstour natürlich auch nicht fehlen, genauso wenig wie ein Stopp an einem Souvenirladen. Was ist mir nun neben der Moschee Hassan II. besonders im Gedächtnis geblieben? Auf alle Fälle der Verkehr – ein einziges Chaos und die Zebrastreifen in Casablanca sind anscheinend nur Dekoration. Außerdem noch die kleine Straße in der Altstadt, wo sich ein muslimisches Haus direkt gegenüber eines jüdischen Hauses befand. Laut unserem Führer leben in Casablanca Moslems und Juden friedlich neben einander. Kann es nicht auf der ganzen Welt so sein?

Da es am Ende doch recht schwül im Bus geworden war, war ich recht froh als wir gegen Mittag wieder an Bord gingen. Nach dem Mittagessen (Indische Spezialitäten^^) war zunächst Entspannung auf Deck 9 angesagt. Die Temperaturen lagen an diesem Tag bei bis zu 23°C.

Um 16.30 Uhr begaben wir uns in die Grand Bar Elettra zum Quiz „Danke liebe Welt“. Unser Ziel war es, eine Bauchtasche für Gerald zu ergattern und dafür wollten wir auf dieser Fahrt möglichst viele Spiele mit Gewinnmöglichkeiten mitmachen. Bei diesem Quiz nannte der Quizmaster das Wort „danke“ in verschiedenen Sprachen und die Teilnehmer mussten die jeweilige Sprache wissen bzw. erraten und auf ein Blatt notieren. Wir waren relativ gut, für den Sieg reichte es leider trotzdem nicht. Unseren Spaß hatten wir trotzdem v.a. bei „kiitos“ – lauter unwissende Gesichter, nur bei mir machte sich ein Grinsen von einem Ohr bis zum anderen breit. Wir entschieden uns dann auch noch am Quiz „Geschichte“ teilzunehmen, wo wir wiederum ganz gut, aber nicht erfolgreich waren.

Zur Geralds großer Freude gab es beim Abendessen Austern als Vorspeise. Ich verzichtete auf diesen „Genuss“ gerne, die Viecher sind einfach gruselig (wobei, das sagt Mama auch von meinen geliebten Tintenfischen^^).

Um 20.30 Uhr zog es uns wieder in die Grand Bar Elettra, wo das „Kamelrennen“ statt fand – zwar keine wirklich anspruchsvolle Unterhaltung, aber trotzdem lustig. Ich konnte sogar Gerald zur Teilnahme überreden und nachdem er zu Beginn weit zurück lag gewann er das Rennen am Ende doch. Der Preis: eine Bauchtasche!!! Ziel erreicht! (Eine Beschreibung wie das Kamelrennen genau ablief schenke ich mir mal^^)

Gerald besuchte später noch das „Klassische Konzert“ mit dem „Duo Armonia Strauss“ unter Mitwirkung des Tenors Antonio Colamorea im Theater und war begeistert. Ich hatte darauf wenig Lust und vergnügte mich lieber im Atrium und in der Bar Libra.

Gegen 22 Uhr verließen wir den Hafen von Casablanca und nahmen Kurs auf Lanzarote.

Später gönnten wir uns noch das ganz teure Zeug (einen Cognac für Gerald und einen Whiskey für mich) in der Cigar Lounge Bar, stilecht mit einer Zigarre natürlich. Also das hat echt was! Es ist relativ ruhig dort, nur leise Hintergrundmusik – also perfekt zum Entspannen. Zum Abschluss gingen wir dann noch auf einen Sprung in die Disco, wo ich eine nette Unterhaltung mit DJ Jack hatte. Ein echt sympathischer Kerl, der eindeutig bessere Musik auflegt als unser „Freund“ DJ Luca.

05.11.2009 – Seetag

Diesen Tag würden wir wieder komplett auf See verbringen. Trotzdem standen wir zeitig auf, um den Lichtbildvortrag „Atlantische Inseln – Lanzarote, Teneriffa und Madeira“ von Richard Wünsch im Theater Phoenix zu besuchen. Wirklich sehr interessant mit vielen landeskundlichen Informationen und schönen Bildern. Bei mir wurden da Erinnerungen an einige Landeskundevorlesungen während meines Studiums wach. Im Anschluss war es dann auch dringend an der Zeit, das Loch in unseren Mägen mit einem kleinen Frühstück zu füllen. Bis zum Mittagessen war dann mal wieder Entspannung angesagt, also lesen, schreiben, über die anderen Passagiere lästern etc.

Mittags traf uns dann fast der Schlag – am Poolbuffet gab es nämlich Austern bis zum Abwinken! Nichts für mich, aber Gerald futterte 13 Stück davon!!

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Danach war dann auch schon wieder Erholung angesagt, diesmal am Lido Delphinus in der Sonne. Dort konnte man es bei bis zu 22°C auch gut aushalten. Um 15 Uhr gingen wir ins Theater zum Vortrag „Hinter den Kulissen der Costa Luminosa“ von der deutschen Hostess Nadine. Wir erfuhren allerhand Wissenswertes über die Geschichte von Costa Kreuzfahrten und über unser Schiff (u.a. dass die Crewmitglieder aus 44 verschiedenen Ländern kamen und dass alleine 150 Personen in der Küche arbeiten). Zum Abschluss wurde auch noch ein interessantes Video gezeigt.

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Der Abend lief wie üblich ab. Nach dem wie immer leckeren Abendessen zogen wir durch die Bars. Leider gibt es auf der Luminosa keine Sportbar, aber wir entdeckten, dass in der Bar Scuderia Costa auf Deck 10 Fußball gezeigt wurde und so machten wir es uns an diesem Abend zunächst dort an der Bar bequem. Es war nur wenig los, was uns aber nicht im geringsten störte. Es stellte sich auch heraus, dass der Kellner im vergangenen Jahr auf der Costa Serena war – leider in der Bar, in der wir uns kaum aufhielten. Später gingen wir noch in die Piano Bar Antares, wo wir Annika kennen lernten, die an der Hochschule Bremerhaven „Cruise Industry Management“ studiert hatte. Um 23 Uhr zog es mich dann in die Bar Libra, wo Bani Lieder von Elvis (the one and only KING!) zum besten gab – leider viel zu wenige! Bei einem letzten Drink (es gab ja auch einen Grund zum anstoßen^^) an der Mittelbar ließen wir den Abend ausklingen.

06.11.2009 – Arrecife / Lanzarote

Gegen 8 Uhr erreichten wir den Hafen von Arrecife auf der spanischen Insel Lanzarote. Hier hatten wir den Ausflug „Abenteuer Unterseeboot“ gebucht – zwar nicht ganz billig, aber an diesem besonderen Tag war mir nichts zu teuer. Treffpunkt für den Ausflug (ohne Führer) war um 8.45 Uhr, daher blieb in der Früh nicht viel Zeit, ich eilte nur schnell ins Buffetrestaurant, um uns Proviant einzupacken (immer wieder erstaunlich wie dumm manche Leute schauen können^^).

Auf Lanzarote waren wir bisher noch nicht gewesen und ich muss gestehen, dass mich v.a. die Landschaft sehr beeindruckte. Es war nicht zu übersehen, dass die Insel vulkanischen Ursprungs ist.

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Mit dem Bus wurden wir nach Puerto Calero gebracht, wo wir uns zunächst ein Video mit Sicherheitsbelehrungen ansahen bevor wir uns dann an Bord des Unterseeboots begaben. Bereits bei der Beschreibung des Ausflugs hatten wir gelesen, dass dieser nicht für Personen mit motorischen Schwierigkeiten geeignet sei (hatten wir natürlich ignoriert^^) und nun wussten wir auch warum. Es war eine ganz schön wackelige Angelegenheit bis wir endlich auf unseren Plätzen im Inneren des Bootes saßen. Jeder hatte ein großes Panorama-Fenster vor sich und es gab Displays, auf denen man u.a. die aktuelle Tiefe und die Wassertemperatur ablesen konnte. Wir tauchten dann bis auf fast 30m Tiefe ab. Wahnsinn! So viele kleine und große Fische waren in kristallklaren Wasser zu sehen, zudem auch ein paar alte Schiffswracks. Als Höhepunkt „führte“ ein Taucher einen Rochen um das U-Boot herum.

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Nach der Fahrt hatten wir noch ein bisschen Freizeit in Puerto Calero, den man für einen kleinen Spaziergang durch den Hafen oder für einen Einkaufsbummel nutzen konnte. Wir deckten uns in einem Souvenirladen mit Postkarten ein und bewunderten die vielen Yachten, die im Hafen lagen (u.a. lag dort der ultimative Plan B^^).

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Mit dem Bus fuhren wir dann wieder zurück zur Costa Luminosa und ich konnte mich gar nicht an der faszinierenden Landschaft Lanzarotes satt sehen.

Wieder an Bord war es Zeit für die Mittagsfütterung und Gerald legte sich im Anschluss ins Bett während ich es mir auf dem Balkon gemütlich machte. Es war zwar etwas windig an diesem Tag, aber die Temperaturen kletterten auf bis zu 26°C – was will man mehr?!

Vor dem Abendessen gönnten wir uns einen CostaClub Spezial mit Wodka, Pfirsichlikör, Orangen- und Preiselbeersaft an der Mittelbar (feines Zeug!) und verfolgten das Ablegen gegen 17.30 Uhr. Während die Luminosa an Fuerteventura vorbei fuhr stopften wir uns beim Abendessen mal wieder die Mägen mit allerhand Köstlichkeiten voll. Das Leben kann manchmal so schön sein!

Nach dem Essen folgte das nächste Highlight des Tages – um 21 Uhr spielten „Boney M.“ im Theater. Bei den alten Hits wie „Daddy Cool“, „Rivers of Babylon“ oder „Rasputin“ amüsierten wir uns prächtig. Als wir zu Beginn unserer Reise gehört hatten, dass „Boney M.“ an Bord kommen sollten konnte ich das gar nicht so richtig glauben, aber es stimmte tatsächlich. Costa hatte sich für diese spezielle Fahrt wirklich so einiges einfallen lassen.

Nach dem Konzert gingen wir wieder in die Mittelbar, wo Alex so nett war und „Still got the blues“ für mich spielte (nun weiß ich ja wie das Lied heißt^^), und später zog es uns noch in die Disco, wo wir den Abend ausklingen ließen.

Fortsetzung folgt…

Spanien, Marokko und die Inseln des Frühlings reloaded (1)

Dieser Reisebericht beinhaltet meine persönlichen Erlebnisse und Gedanken während unserer Kreuzfahrt. Wer technische Details bzw. landeskundliche Informationen sucht möchte bitte die einschlägigen Internetseiten aufsuchen.

Vorfreude

Kurz nach unserer letzten Kreuzfahrt flatterte uns mal wieder ein supertolles Angebot von Costa ins Haus. Die Fahrt, die meinem Mann Gerald und mir besonders ins Auge fiel, war zwar nahezu dieselbe Route wie 2008 (nur eine Insel mehr), aber das Schiff, die Costa Luminosa, wollte uns nicht mehr aus dem Kopf gehen. Zu diesem Zeitpunkt war sie zwar noch nicht einmal in Betrieb, aber alleine schon die Vorankündigungen waren vielversprechend. Das Schiff im Zeichen des Lichts sollte ein ganz besonderes Schmuckstück der Costa-Flotte werden und nach einer nur kurzen Diskussion entschlossen wir uns, die Fahrt einfach zu buchen – was wir auch keine Sekunde bereuen sollten. (Ich gestatte mir an dieser Stelle einen kleinen Hinweis an all diejenigen, die meinten es wäre doch langweilig, noch einmal nahezu dieselbe Route zu fahren: Wer keine Ahnung hat sollte öfter mal die Klappe halten!!!)

Im Internet recherchierten wir regelmäßig nach den neusten Fotos „unserer“ Luminosa und waren sprachlos als wir die ersten Bilder der Inneneinrichtung sahen. Das war mal so gar nicht „Costa-bunt“. Am 05.06.2009 wurde die Costa Luminosa dann gemeinsam mit der Costa Pacifica in Genua im Rahmen einer spektakulären Zeremonie getauft, diese bisher einzigartige Doppeltaufe wurde sogar in das Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen.

Erst längere Zeit nach unserer Buchung erfuhren wir, dass es sich bei unserer Fahrt um „Die erste große Kreuzfahrt des CostaClub“ handeln würde. Laut Mitteilung sollten uns „besondere Überraschungen, außergewöhnliche kulinarische Highlights, glamouröse Galas und Shows“ erwarten. Was das genau bedeuten sollte konnten wir zu diesem Zeitpunkt nicht mal erahnen. (Und eigentlich war es uns auch völlig egal, für uns war eine Kreuzfahrt immer etwas ganz besonderes.)

Nun noch ein paar Kleinigkeiten zu Schiff und Route:

Die Costa Luminosa ist 294m lang, 32,3m breit und hat Platz für maximal 2826 Passagiere. Sie verfügt u.a. über ein Wellness-Center, 2 Swimmingpools, einer davon mit einfahrbarem Glasdach, 4 Whirlpools, ein Theater und einen Formel 1- sowie einen 18-Loch-Golf-Simulator.

Savona/Italien – Barcelona/Spanien – Casablanca/Marokko – Arrecife/Lanzarote – Santa Cruiz de Teneriffe/Teneriffa – Funchal/Madeira – Malaga/Spanien – Savona/Italien

31.10.2009 – Tag der Abreise

Nach einem Sommer mit nur wenigen Highlights (dafür umso mehr Qualen) war es schließlich endlich soweit und wir packten wieder einmal unsere Koffer. Meiner war erstaunlich leer – hatte ich wirklich alles Wichtige eingepackt??

Um 21.30 Uhr machten wir uns dann mit meiner Mutter auf den Weg Richtung München (Danke Mama!!) und nach einer kleinen Irrfahrt erreichten wir schließlich den Busbahnhof in München/Fröttmaning. Mit einer kleinen Verspätung trafen schließlich auch die Busse ein, die die wartenden Passagiere zu ihren Schiffen sowohl nach Savona als auch nach Venedig bringen würden.

01.11.2009 – Savona / Italien

Um 0.30 Uhr waren alle Fahrgäste und ihr Gepäck in den Bussen verstaut und wir konnten los fahren. Bis zur ersten Pause in der Nähe von Innsbruck verbrachte ich die Zeit mit Lesen und Musik hören, später schlief ich dann schnell ein. Als ich im Morgengrauen erwachte traf mich zunächst fast der Schlag. Alles weiß!!! Böse Erinnerungen an das Schneechaos vom vergangenen Jahr kamen hoch bis ich erkannte, dass es sich nur um extrem dicken Nebel handelte. Dieser verschwand aber später und als wir noch vor 10 Uhr Savona erreichten lachte die Sonne vom zunächst nahezu wolkenlosen Himmel. Es war ein wirklich beeindruckender Anblick, der sich uns bei der Einfahrt in den Hafen bot – dort lagen neben „unserer“ Costa Luminosa noch die Costa Mediterranea und die Costa Concordia.

Meine dicke Winterjacke stopfte ich dann auch schnell in den Rucksack, für die hatte ich bei 17°C keinerlei Verwendung mehr. Im Hafenterminal warteten wir auf die Einschiffung, die um 12 Uhr begann. Zur Unterhaltung der Passagiere gab es Tanzvorführungen, wobei wir ja nicht all zu lange warten mussten, da wir Einschiffungsnummer 2 hatten. Alles ging sehr zügig vonstatten und gegen 12.30 waren wir bereits an Bord. (Und das sogar ohne die uns eigentlich zustehende bevorzugte Einschiffung!)

Route

Mein erster Eindruck der Costa Luminosa lässt sich wohl am besten mit „wow“ beschreiben! Alleine schon das Atrium mit den gläsernen Aufzügen und der 910 kg schwere Bronzestatue „Donna sdraiata 2004“ von Fernando Botero in der Mitte ist einfach der Wahnsinn.

Da wir bewusst auf ein Frühstück verzichtet hatten war unser erster Weg auf Deck 9 ins Buffetrestaurant Andromeda. Schnell fand ich auch meine geliebten Pizzastücke und musste feststellen, dass diese noch besser als im vergangenen Jahr auf der Costa Serena schmeckten.

Später machten wir uns auf die Suche nach unserer Kabine mit der Nummer 4397, wo wir zeitgleich mit unserem Gepäck eintrafen. Perfektes timing nenne ich das!

Unsere Kabine war sehr geschmackvoll eingerichtet (nicht das gewohnte Costa-Orange!) und auch das Bad war nicht wie gewohnt türkis, sondern dunkelrot. Aber das wirklich beeindruckendste war der riesige Balkon. Ist schon was tolles, wenn man preisgleich eine höhere Kabinenkategorie bekommt. Danke Costa!

Als nächstes stand eine kleine Besichtigungstour auf unserem Plan. Hier wurde uns dann auch die Länge der Luminosa so richtig bewusst, was ja nicht unbedingt ein Nachteil ist, wenn man sich wegen des leckeren Essens etwas bewegen will. Das gesamte Schiff ist wunderschön eingerichtet und weniger bunt als die Costa-Schiffe, die wir bereits kennen.

Leider wurde das Wetter immer schlechter, was uns aber kaum interessierte. Während in der Heimat die Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt lagen war auf der Luminosa das Dach am Lido Dorado sogar teilweise geöffnet – was will man mehr? Dort gönnten wir uns dann auch ein Weißbier an der Bar – zu unserem Schrecken gab es leider kein Fanziskaner mehr, sondern lediglich Paulaner-Plörre. War uns aber auch egal!

Was ab 16 Uhr am Hauptpool auf Deck 9 stattfand lässt sich nur schwer in Worte fassen. Ich zitiere mal die Bordzeitung „Today“: „Party zur Abfahrt des Schiffes mit vielen speziellen CostaClub-Überraschungen! Leinen Los! – CostaClub Party unter Mitwirkung unseres Kapitäns Mauro Bellomo“. So etwas habe ich noch nie in meinem Leben erlebt! Der Kapitän begrüßte persönlich die Passagiere und es wurden Videogrüße von allen (!!) Kapitänen der Costa-Flotte gezeigt. Zudem bekam jeder einen Luftballon, an den er einen Zettel mit seinen Wünschen hängen konnte. Als wir um 17 Uhr zu „Time to say goodbye“ ablegten (auf der Leinwand wurde live die Brücke gezeigt) ließen alle ihre Luftballons fliegen und die Mediterranea und die Concordia verabschiedeten uns lautstark. Dieser Moment war so emotional aufgeladen, dass ich Tränen in den Augen hatte. (Wer wissen will, was auf meinem „Wunschzettel“ stand – ich werde es nicht verraten^^)

Party

Abschied

Danach war es auch schon an der Zeit, uns fürs Abendessen her zu richten und das Restaurant Taurus zu suchen. Auf dem Weg ins Restaurant lernten wir auch noch unseren Kabinensteward Kamaludin kennen, der uns die gesamte Reise über immer wieder mit seinem perfekten Service und kleinen Aufmerksamkeiten erstaunte.

Das Abendessen war wie gewohnt superlecker und auch mit unseren Tischnachbarn – einem lustigen Ehepaar aus Berlin sowie zwei netten Herren (Bill + Johnny?^^) – verstanden wir uns auf Anhieb gut (bis auf die etwas reservierteren Kärntner, die allerdings nur an diesem Abend gemeinsam mit uns am Tisch speisten).

Nach dem Essen gönnten wir uns noch Weißbiere an der Bar Atrium Supernova (wird künftig von mir als „Mittelbar“ bezeichnet) und ich schoss mir dann letztendlich an der Bar Lido Dorado auf Deck 9 mit einem Long Island Iced Tea die Lichter aus, da ich etwas verstimmt war, nachdem ich erfahren hatte, dass unser Ausflug ins Camp Nou ausfallen würde. (Würde ich es wohl jemals schaffen, in dieses verd***** Stadion zu ******????)

02.11.2009 – Barcelona / Spanien

Nachdem ich in der Nacht wie ein Baby geschlafen hatte (bei offener Balkontüre!!!) begaben wir uns in der Früh zunächst zum Tour Office. Leider erfuhren wir dort, dass unser Ausflug komplett abgesagt worden war und auch in keiner anderen Sprache stattfinden würde. Da ich keine Lust auf einen anderen Ausflug hatte erstand ich lediglich zwei Tickets für den Shuttle-Bus. Gegen 9.45 Uhr fand die obligatorische Rettungsübung statt – langweilig wie immer und natürlich konnten es auch mal wieder ein paar Italiener nicht lassen, sich die Pfeifen ins Maul zu stecken. Bähh! Da sich der Hunger bei mir nun deutlich bemerkbar machte begaben wir uns im Anschluss auf Deck 9 und füllten unsere Mägen. Lachs zum Frühstück ist echt was feines! Die kurze Zeit bis zur Mittagsfütterung verbrachten wir mit Lesen und Schreiben auf Deck 9 und beobachteten wie wir uns dem Hafen von Barcelona näherten, den wir gegen 13 Uhr erreichen sollten. Als ich für meinen Gatten Sushi (jaaaaa, es gab Sushi!!!) organisieren wollte musste ich mich einmal wieder über das seltsame Verhalten einiger italienischer Passagiere wundern. Glauben die, dass es schneller geht, wenn man seinem Vordermann permanent das Tablett in den Rücken rammt? Abstellen lässt sich so was allerdings ganz einfach indem man seinem Hintermann so ganz aus Versehen auf den Fuß tritt. Hähä!

Um 13.15 Uhr erhielten wir unsere Aufkleber im Theater Phoenix und verließen das Schiff (die Aufkleber waren allerdings komplett fürn Arsch, hatte nichts mit der Verteilung in die Shuttlebusse zu tun, jeder steigt halt irgendwo ein). Neben uns im Hafen sahen wir die Wind Surf, die MSC Splendida und die  MSC Orchestra.

Mit dem Bus wurden wir zum World Trade Center gebracht. Auf dem Weg entdeckten wir noch die Rotterdam und direkt beim WTC die Crystal Serenity und zu meiner großen Freude auch die Seabourne Legend (sowie einen netten „Plan B“). Bei 22°C schlenderten wir zunächst durchs WTC und setzten uns anschließend ans Wasser.

Barcelona

Später spazierten wir noch ein bisschen durch Barcelona und erstanden Postkarten. Der Weg zu Sagrada Familia war für meinen Mann leider zu anstrengend, aber wir werden sicher noch mal nach Barcelona kommen (allein schon wegen der Stadion-Sache).

Wieder an Bord registrierten wir dann noch schnell unsere Kreditkarten an einem der Automaten – schneller und einfacher geht es echt nicht.

Vor dem Abendessen gönnten wir uns einen Cocktail of the Day („Andrea C“ mit Light Rum, Pfirsichlikör, Orangen- und Zitronensaft) an der Mittelbar, wo wir freudig vom Gitarrenspieler Alex begrüßt wurden – was besonders Gerald erstaute („Woher kennst jetzt den schon wieder??“^^).

Während des Abendessens verließen wir so gegen 19 Uhr den Hafen von Barcelona und nahmen Kurs auf unser nächstes Ziel, den Hafen von Casablanca.

Nach dem Essen fanden wir eine kleine Überraschung auf unserer Kabine: aus unseren Klamotten waren kleine Kunstwerke entstanden und Wuschl hatte Geralds Sonnenbrille auf. Meinen Lachanfall beim Anblick meines alten Hundes kann sich keiner vorstellen. Den restlichen Abend verbrachten wir in den diversen Bars und der Disco Altair. (I need my dose! I need my dose!^^)

03.11.2009 – Seetag

An diesem Tag fuhren wir entlang der spanischen Küste Richtung Straße von Gibraltar. Für uns sollte es ein Tag der Entspannung und Erholung werden.

Nach dem Frühstück vertrieben wir uns die Zeit mit Lesen, Schreiben und Lästern bis um 12.50 Uhr am Hauptpool das Neptunfest statt fand, bei dem das Animationsteam allerhand Späße veranstaltete. Zum Beobachten einfach herrlich, mitmachen wäre aber nichts für mich gewesen.

Zum Mittagessen gab es an Buffet Muscheln bis zum Abwinken. Besonders gefallen hat mir hier die Präsentation mit den vielen Früchteschnitzereien.

Früchte

Im Anschluss legten wir uns am Lido Delphinus (am Arsch des Schiffes^^) in der Sonne. Herrlich! Der Himmel war nahezu wolkenlos und die Temperaturen lagen bei ca. 20°C. Allerdings war es sehr windig, was mich aber nicht im geringsten störte. Ich weiß gar nicht wie lange ich auf der Bank am Heck des Schiffes gesessen bin und einfach nur aufs Wasser gestarrt habe… jedenfalls lange genug, um all die Probleme und quälenden Gedanken abzuschütteln. (It’s so damned easy!)

Den Gala-Willkommenscocktail ließen wir wie im Jahr zuvor ausfallen, uns fehlte einfach die Zeit und wir wussten ja, dass es noch einen weiteren Cocktail-Empfang speziell für CostaClub-Mitglieder geben würde. So zogen wir uns nach unserem Sonnenbad auf unsere Kabine zurück und stylten uns in aller Ruhe für das Abendessen auf, was eine gewisse Zeit dauerte, da an diesem Abend Galagarderobe angesagt war.

Beim Gala-Willkommensabendessen gab es für mich Krebsauflauf mit Krabbensauce, Pasta mit geräuchertem Lachs und Wodka und als Hauptgang gegrilltes frisches Seebarschfilet an mediterraner Sauce serviert mit sautiertem Spinat, Karottenpüree und Petersilienkartoffeln.

An diesem Abend passierten wir übrigens (mal wieder^^) die Straße von Gibraltar – immer wieder ein gigantischer Anblick (v.a. so ganz ohne Nebel^^)!

Später gönnten wir uns Cocktails in der Mittelbar, der Piano Bar Libra (bei netter musikalischer Unterhaltung durch Francesco bzw. Bani) und der Bar Lido Dorado am Hauptpool und gingen zeitig ins Bett, da wir am nächsten Tag früh raus mussten.

Wie bereits erwähnt handelte es sich bei dieser Fahrt um „Die erste große Kreuzfahrt des CostaClub“. Was waren aber nun die Überraschungen und Highlights konkret? Als erstes fällt mir da der Tanzwettbewerb „Dance with the Stars“ ein. Ähnlich wie in den diversen Fernsehshows (denk ich mir mal, ich guck die Kacke nicht^^) konnte man sich in Castings bewerben und dann gemeinsam mit Profitänzern sein Können in Shows unter Beweis stellen. Speziell für die deutschen Gäste war Anna Karina Mosmann an Bord. Es gab auch die Möglichkeit, privaten Tanzunterricht zu nehmen oder an öffentlichen Tanzstunden teilzunehmen. Für mich war das zwar nichts, dennoch verfolgte ich teilweise die Wiederholungen der Shows im Bord-TV. Des weiteren gab es die Möglichkeit zur Teilnahme an diversen Kursen aus dem kreativen Bereich z.B. malen, Schmuck gestalten etc. Es fanden auch viele, interessante Vorträge statt wie z.B. über Astronomie. Leider waren diese entweder zu früh oder zu spät für mich. Hmpf! Besonders erwähnenswert sind auch die vielen speziellen Buffets auf Deck 9 mit wunderbaren Früchte- bzw. Eisskulpturen. Insgesamt war das Essen auf dieser Reise einfach himmlisch – Sushi, Austern, Hummer hatte ich bis jetzt noch auf keiner Fahrt mit Costa! Und auf Deck 2 gab es eine Austellung mit vielen Illustrationen zur Geschichte von Costa. Über sämtliche spezielle Angebote wurden wir durch ein Beiblatt zur täglichen Bordzeitung „Today“ informiert.

Fortsetzung folgt…