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Welcome to my dream – TA 2010 (4)

06.04.2010 – Seetag

An diesem Tag verzichteten wir wieder auf das Frühstück und begaben uns nach dem Aufstehen und anschließendem Rumgammeln auf unserem Balkon gleich zur Küchenführung, die um 10.30 Uhr im Restaurant Raffaello startete. Ich war zuvor noch nie in der Küche eines Kreuzfahrtschiffes gewesen und war wirklich beeindruckt. Die Führung war sehr informativ und auch ziemlich lustig. Leider habe ich den Namen unseres „Führers“ vergessen (Es war wohl ein Österreicher^^).

Leckere Kuchenhäppchen ersetzten dann auch das ausgelassene Frühstück. Zur selben Zeit fand auf Deck 9 die „Große Zeremonie Taufe der Meere“ statt, die wir leider verpassten. Also dieses „Spektakel“ hätte ich gerne gesehen. Ich steh einfach auf sinnfreie Animationsspielchen, bei denen sich die Leute zum Affen machen. Das „Zertifikat vom Wendekreis des Krebses“, das am Ende der Zeremonie überreicht wurde, fanden wir netterweise später auf unserer Kabine. (Den Wendekreis des Krebses würden wir übrigens an diesem Tag gegen 19.30 Uhr überqueren.)

An diesem Tag wurden auch wieder die Uhren umgestellt und ich musste feststellen, dass mein Körper mittlerweile jegliches Zeitgefühl verloren hatte. Ist schon irgendwie geil, einfach so in den Tag rein zu leben und die Seele baumeln zu lassen.

Nach dem Mittagessen machten wir es uns auf Deck 9 am Heck des Schiffes bequem. Da wir das Wasser im Pool als zu kalt empfanden (Halleluja waren wir mittlerweile verwöhnt^^) verbrachten wir den halben Nachmittag lieber im Whirlpool. Leider nahm die Bewölkung etwas zu (dennoch hatten wir bis zu 27°C) und auch das Meer war etwas bewegter als die letzten Tage, was mich aber nicht im geringsten störte.

“Choose to be me
To be free to be my way
I saw the light shining right in my eyes
Choose to be me
To be free to be my way
With a smile on”

Der Abend verlief im Prinzip wie gewohnt: Ein Cocktail des Tages als „Starter“ (lecker Tequila Sunrise), beim Abendessen komplett überfressen und im Anschluss ein kleiner Spaziergang über die oberen Decks, bei dem ich tolle Fotos machen konnte.

Dann machten wir es uns an der Poolbar bei einem Cocktail des Tages bequem. An dieser Stelle sollte ich vielleicht erwähnen, dass es auf Deck 9 sowohl im Buffetrestaurant als auch an den Poolbars nur Plastikgeschirr gibt. Wie man immer wieder lesen kann, regen sich darüber viele Leute auf, mich stört das aber nicht im geringsten. Genau diese Leute möchte ich hören, wenn sie in eine Glasscherbe treten! Der Cocktail des Tages in der XL-Version wurde in einem Plastik-Weizenglas serviert, was mich jedes Mal wieder aufs Äußerste belustigte.

An „unserer“ Poolbar gab es diesen netten (fetten^^) Barkeeper von den Philippinen, der es immer besonders gut mit uns beim Mixen der Cocktails meinte. An diesem Abend meinte er es aber schon fast zu gut – nachdem eh schon die doppelte Menge an Schnaps ins Glas gewandert war, gab es später dann noch einen Nachschlag! Ich dachte für einen Moment schon, dass mir der Tequila wieder aus den Ohren raus kommen würde!

Unsere letzte Station war dann noch die grüne Bar, wo wir den Abend gemütlich ausklingen ließen.

07.04.2010 – Seetag

Dieser Tag begann etwas kühler als die Tage zuvor und bei meiner Morgenkippe am Balkon (selbstverständlich im Bikini^^) fröstelte ich bei 23,5°C ein bisschen… höhöhöhö! Nach dem Aufstehen gingen wir bald zum Frühstücken ins Buffetrestaurant und blieben anschließend bis zum Mittagessen gleich dort sitzen, da es draußen ziemlich bewölkt und unfreundlich war. Mittags gab es an diesem Tag übrigens deutsche Spezialitäten – der Sauerbraten und die böhmischen Knödel waren echt lecker! Müde und vollgefressen vertrieben wir uns die Zeit mit Lesen und Schreiben und rafften uns schließlich zu einem kleinen Spaziergang über die oberen Decks auf. Das Wetter wurde dann auch immer besser und wir beschlossen, uns in den Whirlpool zu legen. Immerhin schaffe es das Thermometer letztendlich doch noch auf 26°C. An diesem Tag wurden ausnahmsweise die Uhren nicht vorgestellt!!

Um 16.15 Uhr stand der Vortrag „Ein Blick hinter die Kulissen der Costa Fortuna“ vom deutschsprachigen Host Stephan im Theater Rex auf dem Programm. Dort bekamen wir allgemeine Infos und Daten zu Costa und natürlich zur Costa Fortuna, inklusive Fotos von der Brücke und vom Maschinenraum. Am Ende kam auch noch der Kapitän auf die Bühne (habe ich bei diesen Vorträgen noch nie erlebt) und stellte sich den Fragen der Zuschauer. Der gute Massimo spricht mittlerweile sehr gut Deutsch, wie ich feststellen musste, und erheiterte das Publikum mit dem ein oder anderen Witz, z.B. meinte er, dass so ein Kreuzfahrtschiff eigentlich recht billig sei, jedenfalls wenn man den Preis pro Kilo betrachtet. Negativ fielen natürlich mal wieder ein paar Passagiere auf, die wirklich selten dämliche Fragen stellten. (u.a. Warum gibt es kein deutsches Fernsehprogramm mehr, nur noch ein italienisches?? Böse Diskriminierung der deutschen Passagiere!!… Tja, selbst das war am folgenden Tag weg und dann gab es gar nix mehr!! Ist schon Kacke so mitten im Atlantik!^^) Mir wurde das Ganze dann irgendwann zu dumm und ich klappte demonstrativ mein Netbook zu und wir gingen zurück auf unsere Kabine.

Nach dem obligatorischen Cocktail des Tages folgte dann wie immer das Abendessen und anschließend spazierten wir mal wieder über die oberen Decks und genossen wie warme Nacht. Ich legte mich auf eine der Liegen, blickte in den einfach unbeschreiblich schönen Sternenhimmel und wünschte mir, diese Nacht würde niemals enden.

„By the hand you take me through the night
We flow across the sky and taste the light
It’s you and I. We leave the world behind”

Später gingen wir noch in die grüne Bar, wo wir uns Weißbier und einige Jägermeister gönnten (auf meine Rechnung wegen einer verlorenen Wette^^). Der gute Silvio war dann auch mal wieder so nett, meine Musikwünsche zu erfüllen und so gab es u.a. „No woman, no cry“ für meinen Gatten.

Nicht mehr wirklich nüchtern gingen wir zum Abschluss dann auch noch ins Casino, wo wir verzweifelt versuchten, unsere (von Costa spendierten) Coins loszuwerden. Das ist uns übrigens trotz vieler Versuche bis zum Ende der Fahrt nicht gelungen.

08.04.2010 – Seetag

Auf Grund der „Jägermeister-Orgie“ der vergangenen Nacht begannen wir diesen Tag etwas ruhiger und schliefen erst mal relativ lange, bevor wir uns zum Frühstücken/Mittagessen ins Buffetrestaurant bequemten. Auch wenn mich manche für pervers halten, aber Pasta zum Frühstück ist eine feine Sache!^^

An diesem Tag wurden auch wieder die Uhren um 11 Uhr auf 12 Uhr umgestellt. Also langsam ging mir das auf den Senkel!

Wieder einmal sollte es für uns ein fauler Tag werden, den wir hauptsächlich am Pool auf Deck 9 am Heck des Schiffes verbringen wollten. Uns ging es mittlerweile einfach nur noch gut und wir genossen die Sonne und die Seeluft bei bis zu 26°C und verbrachten viel Zeit im Whirlpool (mit toller Aussicht aufs Wasser hinter uns^^).

„We can reach little higher
We can tear down the sky
If something comes on the way we face it as one
Through the tears and the clouds
Through the times when they doubt
If something comes on the way we fight ‘til dying”

Eine neue “Unsitte” gewöhnten wir uns auch an: nachmittags gab es immer noch eine „Kleinigkeit“ vom „Lido Grill“… ein paar Pommes mit Ketchup und Mayo, einen Hot Dog oder einen Burger. Verfressenes Pack!!^^

Später ging es dann zurück in unsere Kabine, wo wir uns für das Abendessen aufstylen mussten. Für 19 Uhr hatten wir einen Tisch im „Tuscan Steakhouse“ reserviert. Der Besuch in diesem Restaurant ist nicht im Reisepreis enthalten, da wir aber mittlerweile im CostaClub den Status „Pearl“ erreicht hatten, bekamen wir ihn von Costa geschenkt. (Notiz an mich: Bei der nächsten Fahrt frühzeitig reservieren und auf Galaabende achten!) Leider verpassten wir dadurch an diesem Abend sowohl das Küchenchef-Galaessen als auch den Club-Cocktail. Dennoch sollten wir unseren Besuch im „Tuscan Steakhouse“ keine Sekunde lang bereuen!

Das Restaurant befindet sich auf Deck 11 und ist sehr stilvoll eingerichtet. Was mich aber am meisten faszinierte war der exzellente Service und die dezente Hintergrundmusik von einem Pianospieler!! Leute, die öfter mal in exklusiven Restaurants speisen, mögen das „Tuscon Steakhouse“ vielleicht nicht so besonders finden, für mich aber war dieser Abend eines der Highlights der Reise.

Als Vorspeise wählte Gerald einen Riesengarnelen-Cocktail und ich Büffel-Mozzarella mit Tomaten. Absolut lecker! Als Hauptgang entschieden wir uns beide für ein Rib-Eye-Steak (16 oz.) mit grünem Spargel als Beilage. Dazu konnte man noch aus zahlreichen Saucen wählen, wobei wir uns beide für eine angenehm scharfe entschieden. Das Steak war butterweich und genau nach unseren Wünschen (medium) gebraten. Ein Traum! Auf die Nachspeise wollten wir eigentlich verzichten – das riesige Stück tote Kuh füllte unsere Mägen dann auch mehr als gut aus – aber die sehr nette Bedienung überzeugte uns letztendlich doch noch, uns wenigstens eine Nachspeise zu teilen. Und so gab es dann zur Krönung des Abends einen Traum aus weißer und dunkler Schokolade in Pyramidenform mit einer Himbeere. Wahnsinn! Das ganze war für mich nicht nur einfach ein Abendessen, es war ein Fest für die Sinne!

Nach dem Essen zog es uns zunächst in die grüne Bar, wobei ich ständig Angst hatte, dass mein Abendkleid platzen würde, dann ins Casino (wieder kaum Coins los geworden^^) und zum Abschluss noch in die Mittelbar. Für Gerald war hier der Abend zu Ende und er zog sich in die Kabine zurück.

Ich entschloss mich, noch einen kleinen Spaziergang über die oberen Decks zu machen und unglaublich – ich musste doch tatsächlich eine Jacke anziehen, da es relativ frisch geworden war. Bei meinem Rundgang traf ich auch eine kleine Gruppe junger Amerikaner am Bug des Schiffes, von denen einer auf einem Saxophon spielte. Einfach schön! Ich lauschte eine Zeit lang der Musik und träumte vor mich hin bevor ich mich dann auch ins Bett begab.

09.04.2010 – Seetag

Der letzte Tag bevor wir wieder festen Boden unter den Füßen haben würden begann ziemlich kühl. Der Himmel war auch bedeckt und teilweise regnete es sogar leicht.

Wir ließen das Frühstück ausfallen und gingen dafür um 10.30 Uhr ins Theater, um uns den wirklich sehr interessanten Vortrag „Europa & die Seefahrt“ der Hostess Katharina anzuhören.

Da um 11 Uhr mal wieder die Uhren auf 12 Uhr umgestellt wurden, war es danach auch schon Zeit für die Mittagsfütterung.

Um 13.30 Uhr ging Gerald in den „Salon Leonardo da Vinci“ zur Kinovorführung von „X-Men: Wolverine“. Ich wühlte mich zunächst durch die Fotos auf Deck 4, fand aber nichts, was mich zum Kaufen animierte, und spazierte dann über die oberen Decks. Auf Deck 11 machte ich es mir schließlich auf einer Liege bequem und hörte etwas Musik. Es war zwar etwas frisch und auch windig, aber bei 24°C lies es sich doch gut aushalten.

“So today I’m free
Feeling fine all the time
Don’t have to wait and see
We’re on a one way dream”

Das Wetter wurde dann immer besser und ich beschloss, mich am Partypool etwas zu amüsieren. Also die Band „Tropical Vibes“ mit ihren Steeldrums war einfach gut. Die Jungs verbreiteten eine so gute Laune, dass es immer wieder Spaß machte, ihnen zuzuhören.

An diesem Tag beschlossen wir, nach dem Abendessen mal wieder ins Theater zu gehen, was wir nicht bereuen sollten. Bei der „Römischen Nacht“ stellten die Kreuzfahrtgäste ihr Können unter Beweis und boten eine wirklich gute Show. (Vielleicht kann sich der ein oder andere Leser mein Grinsen vorstellen, als ich den Kerl im Löwenkostüm gesehen habe^^)

Später zogen wir noch durch die Bars und lachten uns über diverse Gäste in ihren Togas schlapp.

Fortsetzung folgt…

Welcome to my dream – TA 2010 (3)

03.04.2010 – Bridgetown / Barbados

An diesem Morgen erreichten wir gegen 8 Uhr den Hafen von Bridgetown. Mit uns im Hafen lagen noch die „Sea Princess“ und die „Royal Clipper“ (geiles Teil!!).

Nach einem schnellen Frühstück gingen wir von Bord und machten uns zu Fuß auf den Weg zum Hafenausgang, um von dort aus mit einem Großraumtaxi ins Stadtzentrum zu fahren.

Ohne großen Plan schlenderten wir gemütlich durch die Straßen und machten zahlreiche Fotos. Im Vergleich zu z.B. Nassau ging es in Bridgetown vergleichsweise hektisch zu – jedenfalls auf den Hauptstraßen. Besonders fasziniert war ich von den vielen pastellfarbenen Häusern im Kolonialstil.

Wir erstanden auch eine schicke Sonnenbrille für meinen Gatten, der seine alte zwei Tage zuvor geschrottet hatte. Ich war froh, dass wir relativ früh losgegangen waren, denn gegen Mittag war die Hitze (bis 31°C) und v.a. die extreme Luftfeuchtigkeit fast unerträglich. Besonders Gerald machte dies schwer zu schaffen und ich merkte, dass er einfach nicht mehr konnte. Ich war dennoch wahnsinnig stolz auf ihn!

“Hey man I can see you standing tall on your feet again.
There were those dark days
but you’re far over them.
Say can you remember all the mess far behind you?
They were all so sure
you’d never find your way through.”

Wir beschlossen, uns ein Taxi zu suchen und zum Hafenterminal zurückzukehren. Ein Taxi muss man in Bridgetown übrigens nicht lange suchen, da man sowieso alle 3 Meter von einem Taxifahrer angequatscht wird.

Im Hafenterminal mit seinen zahlreichen Geschäften angekommen bekam ich den Auftrag, unsere restlichen Dollar unters Volk zu bringen. Und mein Gatte konnte stolz auf mich sein: nach kurzer Zeit war ich eingedeckt mit Mitbringseln, Postkarten, einem Kraken, einem Stapel T-Shirts und 2 Stangen Zigaretten. Die letzten 4 Dollar gab ich dann noch für 2 Flaschen Mineralwasser aus und war zufrieden. Mit einem kostenlosen Bus fuhren wir dann zurück zur Costa Fortuna.

Wieder zurück an Bord mussten wir zunächst unseren Hunger im Buffetrestaurant stillen bevor wir es uns am Lido Oceania bequem machten. Es ist einfach herrlich bei tropischen Temperaturen im Pool zu plantschen, während daneben die Band „Tropical Vibes“ karibische Musik spielt.

Später gingen wir dann in unsere Kabine, um uns fürs Abendessen herzurichten, und dann war es auch schon Zeit für den obligatorischen Cocktail des Tages (Margarita! Yeah!).

Gegen 18 Uhr verließen wir den Hafen von Bridgetown und nahmen Kurs auf Funchal – die Überfahrt über den Atlantik konnte beginnen!! Die nächsten 6 Tage würden wir kein Land zu sehen bekommen…

Beim Abendessen bekam auch unser neues „Kind“ seinen Namen: Sara und Joe beschlossen, dass der grüne Krake ab sofort Roger heißen sollte. Thank you very much!

Später wollte sich Gerald das „Classical Concert mit dem Summer Trio“ im Theater ansehen, während ich mich in der Poolbar auf Deck 9 mit Luigi vergnügte. Der Kerl wurde mir immer sympathischer und das nicht nur, weil er mir Cocktails spendierte. Er war total nett und erzählte mir viel über das Leben an Bord, ohne dabei aufdringlich zu werden.

Später ging ich mit Gerald noch in die grüne Bar und „nötigte“ dort den guten Silvio, „My Way“ für mich zu spielen. Hat er natürlich gerne gemacht!

Als wir später dann auf unsere Kabine zurück kehrten fanden wir noch eine kleine Überraschung: auf unserem Bett lag ein gigantisches Osterei!

04.04.2010 – Seetag

Den Ostersonntag begannen wir ruhig und gemütlich und schliefen etwas „länger“ (wobei ich normalerweise darunter etwas anderes verstehe). Nach einem kleinen Frühstück meldeten wir uns bei der deutschen Hostess Katharina für die Küchenführung an und spazierten anschließend über die oberen Decks. Am Partypool war mal wieder fröhliches Tanzen angesagt – immer wieder ein lustiger Anblick! Wir machten uns es aber dann doch lieber im Buffetrestaurant gemütlich, um etwas zu lesen und zu schreiben. Da um 11 Uhr die Uhren auf 12 Uhr vorgestellt wurden, war es dann auch schon bald Zeit fürs Mittagessen. Aber zuvor bespaßte ich mich noch beim Superbingo am Partypool und trat fast den guten Massimo um (was schleicht sich der auch von hinten an mich ran??^^).

An dieser Stelle möchte ich mich auch ganz herzlich bei meinen Kurzgeschichten-Schreiberlingen Vögelchen, Michi und Nick bedanken! Eure Geschichten haben mir sehr gut gefallen und ich hatte großen Spaß beim Lesen.

Später setzte ich mich alleine ein bisschen auf unseren Balkon, hörte Musik und starrte aufs Wasser. Und dann sah ich sie plötzlich – Delfine!! Wahnsinn! Unglaublich! Unbeschreiblich! Diesen Anblick werde ich niemals in meinem Leben vergessen! Die Delfine schwammen einige Zeit lang neben uns her bevor sie wieder verschwanden und ich schaffte es sogar Fotos zu machen.

Da Gerald Lust auf den „Kino Nachmittag“ („The Great Buck Howard“) hatte, spazierte ich später alleine über die oberen Decks und legte mich schließlich bei ca. 27°C in die Sonne und genoss diesen wunderbaren Tag. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie verdammt gut es mir in diesem Moment ging!

“Feels like – life for you today is only perfect.
Seems like – sorrow and shame never was really there.
These are the moments that you keep insinde your heart
to guide you then-
the day you fail again…”

Später sprangen wir noch in den Pool Lido Oceania. Wir mitten im Meer im Pool bei 27°C und karibischer Musik – life could be worse!

Leider war es dann auch bald Zeit, uns für das Oster-Galaabendessen aufzustylen. Nach dem Essen gingen wir in die Mittelbar, um uns beim Spiel „Erraten Sie den Musiktitel“ zu bespaßen. (Schande über uns! Zur gleichen Zeit hätte auch die Heilige Ostermesse stattgefunden.) Im Anschluss zog es Gerald ins Theater zum Tenor „Antonio Colamorea“, auf den ich nach einer kurzen „Hörprobe“ gerne verzichtete. Ich stöberte lieber in den Shops, mampfte Trauben in der Kabine und begab mich schließlich an die Poolbar, wo ich ein nettes Ehepaar aus Manchester kennen lernte. Gerald stieß schließlich auch zu uns und wir genossen gemeinsam die warme Nacht. Um 23.30 Uhr begutachteten wir dann noch das Oster-Buffet auf Deck 3 und landeten letztendlich noch in der Disco bei meinem „Freund“ DJ Luca (Er war es tatsächlich!! Also wenn ich die alte Hackfresse noch ein einziges Mal auf einem Schiff sehe, dann geht er über Bord!^^) und köpften danach noch unsere Flasche Sekt auf der Kabine.

Das war mit Abstand der schönste Ostersonntag meines Lebens!!

05.04.2010 – Seetag

Da die vergangene Nacht etwas länger geworden war, beschlossen wir am Ostermontag einfach liegen zu bleiben und ausnahmsweise mal lange zu schlafen. Um 11 Uhr wurden die Borduhren wieder auf 12 Uhr vorgestellt und so kam es, dass wir erst zum Mittagessen unsere Kabine Richtung Buffetrestaurant verließen. Es gab griechische Spezialitäten, was mich sehr erfreute, da ich mir den Magen mit Tintenfisch bis zum Abwinken voll schlagen konnte.

An dieser Stelle möchte ich ein paar Worte zur Costa Fortuna schreiben: Das Schiff ist 272m lang und 36m breit und es gibt insgesamt 1358 Kabinen. Ehrlich gesagt waren meine Erwartungen nicht besonders hoch, immerhin war das Schiff schon etwas älter (Baujahr 2003) und aufgrund diverser Fotos und Berichte im Internet war ich auf extremes Costa-bunt vorbereitet. Zudem waren wir ja erst im November auf der relativ neuen Costa Luminosa sehr verwöhnt worden. Letztendlich war ich dann aber doch sehr positiv überrascht. Die Farben der Inneneinrichtung waren zu ertragen (bis auf das Atrium, das war schon hart an der Grenze zum Oberkitsch) und teilweise sogar sehr schön. Besonders das Buffetrestaurant mit den alten Karten an den Wänden und auf den Tischen und die Bar Conte Verde gefielen mir sehr gut. Klar fand man überall Abnutzungsspuren, aber auch das war in meinen Augen nicht all zu schlimm. Die Sauberkeit war wie bei Costa gewohnt nicht zu beanstanden. Und überhaupt, wenn man meckern will findet man immer einen Grund, ich aber war hier, um mich zu erholen und Spaß zu haben und das klappte ziemlich gut.

Nach dem Essen suchten wir uns eine Liege und machten es uns bequem. Unglaublich, aber so faul in der Sonne liegend wurde ich schlagartig wieder müde. Da es an diesem Tag wieder bis zu 27°C hatte sprangen wir natürlich auch des öfteren ins kühle Nass. An diesem Tag war der Pool am Heck der Costa Fortuna an der Reihe, da wir keine Lust auf Bespaßung durch das Animationsteam hatten.

Später hieß es dann duschen und umziehen, Cocktail des Abend testen und natürlich mit unseren Tischnachbarn beim Abendessen rumblödeln.

Danach machten wir einen kurzen Abstecher zu Silvio in die grüne Bar, bevor wir uns auf Deck 9 begaben, wo an diesem Abend das Lateinamerikanische Fest „Auf Wiedersehen Karibik“ stattfand. Ein Früchte-Buffet mit schönen Gemüse-Schnitzereien gab es auch und wir hatten bei toller Musik viel Spaß an der Poolbar mit unseren neuen Freunden aus Manchester und trafen auch den guten Luigi wieder (Ganz schick in weißer Uniform. Wer zur Hölle war dieser Kerl eigentlich??).

Fortsetzung folgt…

Welcome to my dream – TA 2010 (1)

Hinweis:

Dieser Reisebericht beinhaltet meine persönlichen Erlebnisse und Gedanken während unserer Transatlantik-Kreuzfahrt 2010. Wer technische Details bzw. landeskundliche Informationen sucht möchte bitte die einschlägigen Internetseiten aufsuchen.

“Would you sail away with me
Could you leave it all behind and float away
And to lie beside me
When the sun goes down
Would you take me as I am
I would hold you all the way I’d understand
We will break the strongest waves to see the land”

Vorfreude

Als ich 2007 bei unserer Fahrt um Westeuropa das erste Mal den Atlantik sah war ich sofort hin und weg. Ich hatte „mein“ Meer gefunden und in den folgenden Monaten träumte ich immer öfter von einer Altlantiküberquerung. Wie herrlich musste es sein, tagelang nur dieses dunkelblaue Wasser um sich zu haben?

Im Frühjahr 2009 entdeckten mein Mann Gerald und ich sie dann schließlich im druckfrischen neuen Costa-Katalog: unsere Traumreise! Für mich sechs Tage „Atlantik pur“ und für meinen Mann sein Traumziel St. Maarten. Nach ein paar kleinen Diskussionen war schnell klar, wir würden diese Reise mit der Costa Fortuna machen und keiner würde uns davon abhalten können. Warum auch noch länger warten und unseren Traum vor uns her schieben… Also gingen wir mal wieder in unser Reisebüro und buchten die Fahrt (Keine Ahnung, warum die da immer schon grinsen, wenn wir kommen?^^).

Leider war der folgende Sommer ein nicht enden wollender Horrortrip für mich, aber der Gedanke an unsere bevorstehende TA half mir dabei, mich immer wieder aufzuraffen und all die Schmerzen und quälenden Gedanken, all die Ängste und Alpträume durchzustehen.

“We push against the wind and rain
Beating tears and pain
Together we can find wonderland”

Im November 2009 durfte ich dann auch wieder meinen geliebten Atlantik sehen als wir mit der Costa Luminosa auf große „CostaClub-Kreuzfahrt“ gingen (siehe dazu den entsprechenden Bericht). Und schließlich rückte der Tag der Abreise immer näher…

28.03.2010 – Fort Lauderdale/Florida

“We dream all the way
Of the moments we’ll have there
We can see them all clear today
On the way to wonderland”

Nach nur ein paar Stunden Schlaf und doch etwas nervös (jedenfalls ich) starteten wir um 3.50 Uhr mit dem Airport-Shuttle in unseren Urlaub. Am Flughafen in München angekommen begaben wir uns gleich an den Check-in-Schalter von Iberia und erhielten dort unsere Tickets und gaben unsere Koffer ab. Um 7.50 Uhr starteten wir schließlich pünktlich Richtung Madrid, wo wir gegen 10.30 Uhr ankamen. Etwas planlos suchten wir nach unserem Anschlussflug und passierten schließlich problemlos die Sicherheitskontrollen, wobei mein Rucksack nicht besonders gründlich durchsucht wurde, die Dame hatte wohl bemerkt, dass ich es sehr eilig hatte. (Wen es interessiert – man liest da ja im Internet die unterschiedlichsten Geschichten – ich durfte ein Feuerzeug in der Hosentasche mitnehmen) Mit einer halben Stunde Verspätung ging es dann weiter nach Miami, wo wir gegen 16 Uhr Ortszeit landeten. (Spanier können ganz schöne Schweine sein, das Flugzeug sah am Ende aus wie eine Müllkippe!)

An dieser Stelle wollte ich mich eigentlich etwas über die amerikanische Datensammelwut und Paranoia auslassen, aber das schenke ich mir mal. (Grüße an den Feldwebel und die Tante, die wissen wollte, was wir beruflich machen…. tztztz)

Als wir unsere Koffer gefunden hatten begaben wir uns zum Bus, der uns von Miami nach Fort Lauderdale bringen sollte. Beim Verlassen des Flughafengebäudes traf mich fast der Schlag – ca. 26°C und einfach nur noch schwül! Ich fühlte mich, als hätte mir jemand ein heißes, nasses Handtuch ins Gesicht geklatscht. So was habe ich noch nie erlebt!! Gegen 18 Uhr durften wir Amiland dann (endlich^^) wieder verlassen und mal wieder ging die Einschiffung blitzschnell! Wir hatten es geschafft, wir waren an Bord der Costa Fortuna!!!!

“Welcome to my wonderland…”

Zuerst suchten wir unsere Kabine Nr. 6208. Wir hatten dieses Mal eine barrierefreie Kabine am Bug des Schiffes gebucht und sie war riesig (v.a. das Bad!!). Ein erster Blick ins Today verriet mir dann, dass es sich bei unserem Kapitän um Massimo Garbarino handelte, den wir schon von der Costa Magica kannten. Und auch meine „schlimmsten“ Befürchtungen trafen ein – für die musikalische Unterhaltung in der Disco war tatsächlich mal wieder DJ Luca zuständig!! (Die Disco würde ich also auf dieser Kreuzfahrt meiden) Zudem mussten wir leider feststellen, dass man uns entgegen unseres Wunschs in die 2. Essenssitzung gesteckt hatte.

Da wir sowieso viel zu fertig und klebrig für das Restaurant waren, holten wir uns lediglich eine Kleinigkeit im Buffetrestaurant und ließen anschließend die Tischzeit ändern (klappte problemlos). Gerald zog sich dann auf die Kabine zurück (die Anreise hatte ihn doch sehr mitgenommen) und ich machte mich auf einen kleinen Rundgang durchs Schiff. Hähä, es hat schon Vorteile, wenn man schon mal auf einem baugleichen Schiff war – ich lief jedenfalls nicht so planlos durch die Gegend wie viele andere Passagiere. Gegen 22 Uhr liefen wir dann aus dem Hafen von Fort Lauderdale aus, was ich von Deck 10 aus beobachtete.

“The wind is calm
The ocean sleeps
We must leave now
The sky is dark
Others are gone
We must leave now”

Dann war auch für mich Ende im Gelände und ich begab mich in mein Bett. Besonders erholsam war der Schlaf allerdings dank eines fürchterlichen Pfeiffens in unserer Kabine nicht. WTF?!?!?!?! Sollte das so die nächsten Tage weiter gehen???

29.03.2010 – Nassau/Bahamas

Ich wachte viel zu früh auf (danke Jetlag^^) und beobachtete das Anlegen im Hafen von Nassau gegen 8 Uhr vom Balkon aus (mal wieder nur „bekleidet“ mit einem Badetuch, da ich zuvor unter der Dusche war^^). Die Wärme und v.a. die Luftfeuchtigkeit waren der reinste Wahnsinn. Nach kürzester Zeit im Freien war man am ganzen Körper total klebrig.

Nach einem schnellen Frühstück im Buffetrestaurant (wo wir immer frühstücken würden) gingen wir von Bord, um Nassau zu erkunden. Obwohl es bewölkt war lagen die Temperaturen dennoch bei fast 28°C – Wahnsinn! Das tat nach dem vergangenen langen Winter so richtig gut. Wir schlenderten zunächst einfach planlos drauf los und entdeckten schnell das Hard Rock Cafe, das aber noch geschlossen war. Also zogen wir weiter Richtung Piraten Museum, wo ich ein T-Shirt ergatterte. Die Shopping-Tour ging dann weiter über das Hard Rock Cafe bis schließlich zum Barcadi Tower, wo Gerald eine Flasche seines geliebten Bombay Saphire erstand. Unterwegs entdeckten wir auch eine wirklich schöne Kirche. Die letzte Station unseres Rundgangs war dann der Strand, wo ich nicht mehr zu halten war. Das Wasser warm und türkis und dazu der weiße Sand – ein Traum! Ab und zu kam dann auch noch die Sonne durch die Wolken! Perfekt! Das Ende vom Lied war natürlich (mal wieder^^) eine klatschnasse Hose, aber wen interessierte das schon? Mich jedenfalls nicht. Als wir schließlich wieder zurück im Hafenterminal waren, war die Hose längst wieder trocken.

Wieder an Bord gingen wir ins Buffetrestaurant, wo uns kreolische Spezialitäten erwarteten.

Leider mussten wir uns gegen 13.30 Uhr bereits wieder von Nassau verabschieden und die Costa Fortuna nahm Kurs auf Catalina Island.

Um 15.15 Uhr stand die obligatorische Rettungsübung auf dem Programm, die dieses Mal dank zweier spaßiger Crewmitglieder recht kurzweilig war.

Wieder zurück auf der Kabine verschwand ich mal wieder unter der Dusche, was eigentlich absolut fürn Arsch war, da ich mich nach spätestens fünf Minuten auf dem Balkon wieder genauso klebrig fühlte wie zuvor.

Vor dem Abendessen gönnten wir uns einen „Cocktail des Tages“ in der „Bar Costa“ im Atrium (das sollte unser tägliches Ritual werden). Im Restaurant Michelangelo lernten wir dann auch unsere Tischnachbarn kennen: Joe und Sara aus den USA sowie Ellen und Frank (ursprünglich aus den Niederlanden, leben nun in Belgien bzw. Florida). Sehr nette Leute, mit denen wir die gesamte Fahrt über viel Spaß hatten. Die Tatsache, dass am Tisch nur Englisch gesprochen wurde, machte uns wenig aus – eher im Gegenteil, es führte zu einigen Lachern und ich schätze mal, dass besonders Sara den Rest ihres Lebens immer an mich denken wird, wenn es Schweinefleisch zu essen gibt. Im Anschluss gingen wir noch auf einen Cocktail in die „grüne Bar“ (Bar Conte Verde), die eine unserer Stammbars werden sollte. Für die musikalische Unterhaltung dort waren Silvio sowie das Duo Ritmo Latino zuständig.

Bevor wir uns in unsere Kabine zurückzogen machten wir noch einen kleinen Spaziergang über die oberen Decks und genossen die warme Nacht. Und letztendlich konnten wir auch das „Pfeiff-Problem“ lösen – man musste die Balkontüre einfach nur richtig zuknallen, damit sie auch wirklich ganz zu war! (Tschuldi an unsere Nachbarn, aber es ging einfach nicht anders.)

30.03.2010 – Seetag

Und wieder mal wurde ich viel zu früh wach (fuck jetlag^^). Da es draußen noch dunkel war beschloss ich nach einer Zigarette am Balkon, mich wieder ins Bett zu legen.

Da ich mich schon wieder total klebrig fühlte, ging ich später unter die Dusche und im Anschluss begaben wir uns ins Buffetrestaurant zum Frühstücken. Wir beschlossen, einen ruhigen Tag auf Deck 9 einzulegen (den ersten von gaaaanz vielen^^) und vertrieben uns die Zeit mit lesen, lästern und Musik hören und bespaßten uns mit dämlichen Animationsspielchen (Kühe gegen Schweine^^). Nach dem Mittagessen ging es dann mit dem Nichtstun weiter und ich merkte wie die ganze Anspannung der letzten Wochen von mir abfiel.

Später gingen wir dann noch zu einem Vortrag der „deutschsprachigen“ Hostess Katharina über die Karibik ins Theater Rex (sehr interessant) und verbrachten dann den restlichen Nachmittag in unserer Kabine bzw. auf unserem Balkon in der Sonne.

Um 17 Uhr wäre dann der Kapitäns-Willkommens-Cocktail gewesen, auf den wir aber verzichteten (ist ja eh immer dasselbe). Dafür gab es dann den obligatorischen Cocktail des Tages in der „Mittelbar“ und Danach machten wir uns auf dem Weg zum Willkommensgala-Abendessen.

Später zogen wir noch durch die verschiedenen Bars. Nachdem Gerald sich auf unsere Kabine zurück gezogen hatte nutze ich die warme Nacht für einen Spaziergang über die oberen Decks und gönnte mir noch einen Absacker an der Poolbar.

Fortsetzung folgt….