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Welcome to my dream – TA 2010 (5)

10.04.2010 – Funchal / Madeira

Um 8 Uhr erreichten wir an diesem Morgen den Hafen von Funchal. Zu Geralds großer Freude lagen 3 deutsche Kriegsschiffe mit uns im Hafen, nämlich die Fregatte Brandenburg, die Fregatte Niedersachsen und der Einsatzgruppenversorger Frankfurt am Main.

Nach einem schnellen Frühstück drängte es mich natürlich von Bord. Es war durchaus ein komisches Gefühl, endlich wieder festen Boden unter den Füßen zu haben.

Da sich Gerald nicht all zu gut fühlte, begleitete er mich lediglich bis zum Hafenausgang und ging dann wieder zurück an Bord. Meinen ursprünglichen Plan, an den Strand zu gehen, wo wir uns im November erst amüsiert hatten, musste ich leider aufgeben, da der Strand nicht mehr existierte (WTF?!?!?!). Ich entschloss mich dann, erst einmal in den Santa Catarina Park zu gehen und dort die Aussicht zu genießen.

“I don’t need any of you to tell me how
The rain can fall on me
There’s a faith in my heart I can do anything
If I just try hard
I don’t need all the boundaries you build for me
And no I don’t need no guide
Let me feel all the thirst I have inside of me
Let me dream like child”

Anschließend spazierte ich einfach planlos durch die Innenstadt von Funchal, besichtigte die Kathedrale Sé und stöberte durch einige Souvenirläden. Funchal ist wirklich wunderschön und überall blühen bunte Blumen. Leider war das Wetter nicht so berauschend, aber bei über 20°C war es dennoch angenehm warm.

Nachdem ich einige Zeit lang durch die schmalen Gassen der Altstadt geschlendert war bekam ich Lust auf ein Bier. Gerade als ich mich auf die Suche nach einer geeigneten Lokalität machen wollte, ertönte ein Ruf von einem der Tische vor einer kleinen Kneipe: „Hey, magst Dich nicht zu uns setzen?“ Ja, hallo… die Herren kannte ich doch irgendwo her! Ich nahm das Angebot natürlich gerne an, setzte mich zu Werner und Joachim und bestellte mir ein Bier (Coral). Besser hätte ich es nicht erwischen können, wir hatten viel Spaß und nach einiger Zeit gesellten sich noch weitere Passagiere der Costa Fortuna zu unserer kleinen Runde. Das Bier schmeckte hervorragend und auch der Madeira-Wein vom Nachbartisch was ausgezeichnet (diese Aktion werde ich niemals in meinem Leben vergessen^^). Als sich meine Trinkkumpanen schließlich verabschiedeten musste ich natürlich noch ein wenig sitzen bleiben und noch ein weiteres Bier gemeinsam mit dem netten Kellner Miguel trinken. Ich machte auch noch Bekanntschaft mit einem Ehepaar aus Wales und unterhielt mich ein bisschen mit ihnen. Irgendwann wurde es dann auch für mich Zeit, mich zu verabschieden und – in Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit – entschloss ich mich, mit dem Taxi zurück zur Costa Fortuna zu fahren. Dummerweise blieb dann aber bis zum Ablegen doch noch genug Zeit, mich durch die Stände mit allerhand Plunder zu wühlen, Geld auszugeben und mit dem Verkäufer Bruno ein bisschen zu quatschen (meinen Gürtel hat er aber trotzdem nicht bekommen^^).

Wieder an Bord war es Zeit für eine Dusche und pünktlich um 17 Uhr stand ich auf dem Balkon bereit, um Fotos vom Ablegen zu machen – mal wieder nur bekleidet mit einem Handtuch! Ich kann es einfach nicht lassen!^^

Es folgte dann wie immer das Abendessen und im Anschluss ein Abstecher in die grüne Bar. Für mich war es dann Zeit für eine Pause und ich zog mich auf unsere Kabine zurück, um ein wenig zu schlafen. Der Alkoholgenuss am Nachmittag musste einfach irgendwann seinen Tribut fordern! Aber nach einiger Zeit fühlte ich mich wieder fit und machte mich auf die Suche nach meinem Gatten, den ich leider nirgends finden konnte. Dafür entdeckte ich Brian aus England, den ich ein paar Tage zuvor kennen gelernt hatte, in der roten Bar (Bar Conte Rosso) und gönnte mir dort noch einen Cocktail bei klassischer Musik mit dem Summer Trio.

11.04.2010 – Seetag

Und wieder einmal würden wir den kompletten Tag auf See verbringen. Daher fehlte mir auch jegliche Motivation, das Bett frühzeitig zu verlassen. Irgendwann bequemte ich mich dann aber schließlich doch auf Deck 9 zur Nahrungsaufnahme. Da um 11 Uhr mal wieder die Uhren auf 12 Uhr vorgestellt wurden, wurde aus dem eigentlich geplanten Frühstück gleich das Mittagessen mit leckeren mediterranen Spezialitäten.

An dieser Stelle möchte ich ein paar Worte zur Crew und zu den anderen Passagieren sagen.

Unser Kapitän Massimo Garbarino wurde ja schon einige Male erwähnt – ein sehr netter Mann, der mir täglich mindestens ein Mal über den Weg lief und dabei immer freundlich grüßte. Der Rest der Crew war wie gewohnt immer nett und ständig bemüht, uns unsere Wünsche zu erfüllen. Besonders unsere Kellner beim Abendessen möchte ich hier lobend erwähnen. Da gab es rein gar nichts zu meckern! Mit den Barkeepern in unseren Lieblingsbars hatten wir immer unseren Spaß und wurden immer schnell bedient. Einen Kritikpunkt habe ich dieses Mal dennoch: unsere Kabinenstewardess Vanessa war ein Reinfall! Die Kabine wurde zwar sauber gereinigt, dennoch war ich hier insgesamt von unseren früheren Reisen mit Costa besseres gewohnt! (Meine Klamotten für die Nacht fand ich jeden Tag wo anders wieder und nette Handtuchtiere gab es auch nicht. Und das „do not disturb – Schild“ meint auch genau DAS – Bitte NICHT stören!!)

Ein Crewmitglied möchte ich hier noch extra erwähnen und zwar den guten Luigi, mit dem ich so einige nette Abende verbrachte. Er erzählte mir viel über das Leben an Bord und über sein Privatleben und das Ganze ohne aufdringlich zu werden. In meiner allgemeinen Verpeiltheit registrierte ich lange nicht, wer Luigi eigentlich war. Als ich ihn dann letztendlich auf einem der Bilder der Führungsoffiziere entdeckte, blieb mir fast die Spucke weg! Ich hatte es tatsächlich geschafft, dass mir der „Chief Engineer Hotel“ (Oberhausmeister^^) einen Cocktail nach dem anderen spendierte!

Bei den Passagieren fiel einem als erstes der große Anteil der deutschsprachigen Passagiere auf (ca. 1000 wie mir gesagt wurde). Natürlich gab es wie immer auch einige Kappenrentner, die immer meckern mussten, aber im Allgemeinen kamen wir mit den Deutschen gut klar (Rene und Yvonne aus Stuttgart, meine Trinkkumpanen Werner und Joachim, die Musikerin…). Wir lernten auch einige sehr nette Engländer kennen. Die sonst teilweise recht nervigen Italiener fielen kaum auf (bis auf die Tante, die sich lautstark an der Rezeption beschwerte. „She has no problem! She is the problem!“^^) und über die Amerikaner konnte man sich teilweise köstlich amüsieren (Hawaii-Hemd + bunte Bermuda-Shorts, beides farblich definitiv nicht zusammenpassend = Amerikaner^^). Wer mir allerdings äußerst negativ auffiel, waren einige Franzosen: arrogant, unmögliches Benehmen und einfach unangenehm! Allerdings konnte man die auch sehr nett auf Bayrisch beschimpfen.

Und eine kleine Anmerkung an alle Damen zum Schluss: Das in den öffentlichen Toiletten sind Kosmetiktücher! Die benutzt man nicht zum Händeabtrocknen! Dafür sind die nicht gedacht! Und da braucht man auch nicht motzen, wenn man am Ende nur noch Fetzen in der Hand hat! That’s all folks! Period!

Den Rest des Nachmittags verbrachte ich mit meinen Lieblingsbeschäftigungen: Musik hören und aufs Meer starren!

“Let me keep dreaming
Let you and I belong here
Shining all the way”

Langsam machte sich bei mir auch ein bisschen Wehmut breit. In wenigen Tagen würden wir wieder zu Hause sein. Was sollte ich dann tun? Wovon sollte ich träumen? Ich hatte zwar diese vielen, wundervollen Erinnerungen an diese Transatlantikkreuzfahrt, aber was hilft der Blick in die Vergangenheit, wenn die Gegenwart in Trümmern liegt und man kein Ziel in der Zukunft hat, an dem man sich festklammern kann? Und langsam begann ein neuer Traum in meinem Kopf Gestalt anzunehmen…

Ich beschloss, ausnahmsweise einen ruhigen Abend einzulegen. Nach dem Abendessen, bei dem wir uns von Ellen und Frank verabschieden mussten (die beiden würden am nächsten Morgen ausschiffen) gingen wir nur noch in die rote und die grüne Bar bevor ich mich verhältnismäßig früh in die Kabine zurück zog. Die Passage durch die Straße von Gibraltar beobachtete ich von unserem Balkon aus (immer wieder faszinierend).

12.04.2010 – Malaga / Spanien

Um 8 Uhr erreichten wir an diesem Morgen den Hafen von Malaga und der Sonnenaufgang war wie jedes Mal einfach gigantisch (Wie machen die das nur immer?^^).

Nach einem schnellen Frühstück gingen wir von Bord und fuhren mit dem Shuttelbus zum Hafenausgang. Dieses Mal wollten wir unbedingt die Innenstadt von Malaga erkunden, was wir in den letzten Jahren ja nie geschafft hatten.

Ohne konkretes Ziel spazierten wir einfach durch die Stadt. Natürlich kamen wir dabei auch an der Kathedrale „Santa Iglesia Catedral Basílica de la Encarnación“ vorbei, die auch „La Manquita“ („die Einarmige“) genannt wird, weil der zweite Turm aus Geldmangel nie vollendet wurde. Schließlich zog es mich zur „Alcazaba“, einer maurischen Festung aus dem 11. Jahrhundert.

Leider sind anscheinend alle Museen und sonstigen Sehenswürdigkeiten Malagas montags geschlossen und so mussten wir auf eine Besichtigung leider verzichten. Dafür spazierten wir an der Festung entlang und genossen die Sonne bei ca. 20°C (kam mir ziemlich frisch vor^^). Durch einen netten Park, wo Vorbereitungen für ein Fest im Gange waren, schlenderten wir gemütlich mit (einigen Pausen) wieder zurück zum Hafen und fuhren dann mit dem Shuttlebus zurück zum Hafenterminal, wo ich noch etwas durch die Geschäfte stöberte, allerdings nichts fand, was mich zum Kaufen animierte.

Wieder an Bord gingen wir zunächst natürlich ins Buffetrestaurant (spanische Spezialitäten – wer mich kennt, weiß was das bedeutet^^) und dann auf unsere Kabine, wo ich vom Balkon aus das Ablegen gegen 13 Uhr beobachtete.

Leider wurde das Wetter immer schlechter und so verbrachte ich den restlichen Nachmittag hauptsächlich in unserer Kabine bzw. auf unserem Balkon.

Da an diesem Abend das „Gala Abschieds Essen“ auf dem Programm stand, war ein letztes Mal „aufwendiges“ Styling angesagt und ich musste mit Entsetzen feststellen, dass mein Abendkleid irgendwie enger geworden war.

Nach dem Essen zogen wir noch ein bisschen durch die diversen Bar und ich bekam endlich mein Foto mit dem Kapitän. (Notiz an mich: Mit diesen verdammten Schuhen NICHT laufen, auch nicht dem Kapitän hinterher^^) Wir versuchten natürlich auch wieder (vergeblich) unsere Coins im Casino loszuwerden und ich muss gestehen, dass mich dieses Gezocke langsam wirklich langweilte.

13.04.2010 – Seetag

Unseren letzten Seetag begann ich erst einmal damit, lange zu schlafen. Während Gerald dann in der Kabine blieb, stöberte ich durch die Shops… wie viele andere Passagiere auch, die sich wie die Geier auf die Sonderangebote stürzten. Ich konnte natürlich nicht widerstehen und erstand ein T-Shirt und eine Kapuzenjacke (als ob ich nicht schon genug hätte^^). Der Hunger trieb mich anschließend ins Buffetrestaurant, wo ich mir ein kleines Frühstück gönnte. „Dummerweise“ traf ich dort auch auf Werner und Joachim und verabredete mich mit ihnen um 12 Uhr an der Poolbar am Heck des Schiffes. Und es kam, wie es kommen musste… bei viel Spaß flossen die „X1-Biere“ (ich glaube, es war Carlsberg, was mir aber egal war weil UMSONST^^) nur so in mich hinein. Gerald gesellte sich später auch zu uns und gönnte sich einen Gin Tonic. Ich war ein wenig deprimiert, da das Ende der Kreuzfahrt nun direkt vor uns lag – was laut Werner aber ganz gut war, da das Lotterleben irgendwann ein Ende haben musste.

Dann war es auch langsam an der Zeit, die Koffer zu packen. Verdammt! Diesen Teil einer Kreuzfahrt hasse ich wirklich. Später legte ich mich dann noch etwas hin, da mir die Lust auf anderweitige Aktivitäten vergangen war und zudem die X1-Biere ihre Wirkung zeigten.

Ein letztes Mal genossen wir ein leckeres Abendessen gemeinsam mit Sara und Joe, bevor das große Verabschieden – sowohl von Sara und Joe als auch von unseren Kellnern – begann. Ich hatte besonders Sara in den vergangenen Wochen so lieb gewonnen, dass mir Tränen in den Augen standen als ich sie ein letztes Mal umarmte. Das ist mir bis jetzt auf einer Kreuzfahrt noch nie passiert!

Irgendwie war meine Stimmung nicht die beste und so zog ich mich an diesem Abend relativ früh auf unsere Kabine zurück.

14.04.2010 – Savona / Italien

Gegen 8 Uhr erreichte die Costa Fortuna den Hafen von Savona. Wir begaben uns ein letztes Mal ins Buffetrestaurant zum Frühstücken und gingen gegen 9 Uhr dann in die Bar Conte di Savoia, um auf die Ausschiffung zu warten.

Nach dem Aufruf ging alles wie immer viel zu schnell… bevor ich es überhaupt richtig mitbekam waren wir bereits an Land. Unsere Koffer hatten wir dann auch schnell gefunden (ich liebe dieses türkise Teil^^) und begaben uns dann auf den Parkplatz, wo wir auf unseren Bus warteten.

Im Bus hatten wir (mal wieder) ein riesiges Glück mit unseren Plätzen – wir saßen oben rechts ganz vorne! Hier konnten wir uns genüsslich ausbreiten und hatten zudem eine tolle Aussicht.

Es musste so gegen 11 Uhr gewesen sein, als wir uns dann schließlich auf den Weg Richtung Heimat machten. Irgendwo in Italien kam dann noch ein kleiner Schock! Von den meisten unbemerkt platzte an unserem Bus ein Reifen. Fast eine Stunde benötigten unsere Busfahrer, um den Reifen zu wechseln (auf dem Standstreifen der Autobahn wohlgemerkt!). Anstatt sich darüber zu freuen, dass keinem etwas passiert war, mussten sich natürlich ein paar Leute über die durch den Vorfall entstandene Verspätung bzw. das Verhalten des Busfahrers (soll der zaubern oder was??) aufregen. Manche Leute sind und bleiben einfach Idioten. Nur gut, dass diese in der Minderheit waren.

Aufgrund der Verspätung erreichten wir erst gegen 22.20 Uhr den Busbahnhof in München/Fröttmaning, wo meine Mutter bereits auf uns wartete. Trotz aller Wiedersehensfreude wollte ich in diesem Augenblick nur eines: zurück auf die Costa Fortuna!

Meine Mutter fuhr uns dann zurück nach Regensburg (mit dem schon obligatorischen Stopp beim „Amerikaner“), wo wir müde und auch ein bisschen traurig recht bald in unser Bett fielen.

Am Ende meines Berichts möchte ich mich bei Kapitän Massimo Garbarino und der gesamten Crew der Costa Fortuna für diese wunderschöne Kreuzfahrt bedanken.

Mein Dank gilt auch meiner Mutter fürs Abholen und Wohnungshüten, dem Reisebüro Aschenbrenner im Alex-Center/Regensburg (hier buchen wir immer wieder gerne) und allen Leuten, die uns ermutigt haben, diese Reise zu machen.

Mein ganz persönlicher Dank gilt den Jungs von Sunrise Avenue für den perfekten Soundtrack zu einer perfekten Reise 😉

Dies war er nun, mein persönlicher Traum! Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit. Und ihr wisst ja, falls es die Götter gut mit uns meinen, werde ich mich nächstes Jahr wieder melden… wenn wir das Nordkap erobert haben!

“A dream is all we need”

Songzitate: Sunrise Avenue

© Sabine Lehner 2010

Welcome to my dream – TA 2010 (2)

31.03.2010 – Catalina Island / Dominikanische Republik

Gegen 9 Uhr erreichten wir an diesem Morgen Catalina Island, eine Privatinsel vor La Romana. Dank des Jetlags waren wir wieder mal früh wach geworden und dann auch gleich nach einem schnellen Frühstück ins Theater gegangen, wo die Tickets fürs Tendern verteilt wurden. Leider kam es beim Tendern aufgrund der Wasserverhältnisse zu kleinen Verzögerungen, was für den Unmut einiger Passagiere sorgte. Hey, die machen das doch nicht mit Absicht!!

Schließlich schafften aber es auch wir an Land, wo wir von einer Band mit karibischen Klängen begrüßt wurden, und machten zunächst einen kleinen Rundgang zur allgemeinen Orientierung.

Catalina Island ist für mich der Inbegriff von „Karibik“ – warmes, türkises Wasser, weiße Sandstrände, bunte Häuser, blauer Himmel und tropische Temperaturen! Alles wie auf einer kitschigen Postkarte! Ein wahrer Traum!

Wir suchten uns etwas abseits ein ruhiges Plätzchen im Schatten und genossen erst einmal diesen wunderbaren Ort. Natürlich zog es uns dann auch ins Wasser, aus dem wir auch gar nicht mehr raus wollten. (Hummi kann schwimmen!!!!^^)

Während sich Gerald in sein Buch vertiefte und einen Pina Colada schlürfte (wird vom netten Service-Personal geliefert und kann mit der Costa-Karte bezahlt werden) lag ich einfach nur da und starrte aufs Wasser oder in den Himmel, hörte Musik und war einfach nur zufrieden mit mir selbst und der ganzen Welt.

“I have all I need
I want nothing more
Far beyond from them, here with you
Would you stay
Blow the world away”

Auch ein paar Crewmitglieder genossen ihre Freizeit auf der Insel und machten allerhand Blödsinn.

Als uns später der Hunger heim suchte begaben wir uns zur Futterstelle, wo es Burger, Hot Dogs, Pasta, Salate etc. gab (selbstverständlich umsonst). Danach war es dann natürlich wieder an der Zeit, uns in die Fluten zu stürzen… bzw. auf einer Liege im Schatten zu relaxen.

Wen es interessiert, die Temperaturen lagen an diesem Tag bei 28,5°C! Entsprechend hatte sich im Laufe des Tages auch der Sand und v.a. die Gehwege aufgeheizt – so war von mir des öfteren ein lautes „auauauaua“ zu hören, wenn ich mal wieder meinen Hintern von der Liege bekam und herum spazierte bzw. mich ins pisswarme Wasser begab.

Mit einem der letzten Tenderboote kehrten wir letztendlich zur Costa Fortuna zurück – natürlich nur unter Protest!!!

Etwas verspätet setzten wir gegen 17 Uhr Kurs auf St. Maarten.

Dieser perfekte Tag hatte allerdings ein paar fiese Nebenwirkungen, nämlich einen fetten Sonnenbrand! Ich hatte mehr Glück als mein Gatte – während bei mir aus „rot“ im Laufe der nächsten Tage ein schönes „braun“ wurde, konnte sich Gerald die Haut in großen Fetzen vom Rücken ziehen. Aber egal!

Beim Abendessen lernten wir dann auch noch zwei weitere Tischgenossen (im wahrsten Sinne des Wortes^^) kennen, die an diesem Tag erst angereist waren. Leider war es uns nicht möglich, mit diesem Ehepaar aus Thüringen ins Gespräch zu kommen und so war es uns allen auch ziemlich egal, dass die beiden nur zwei Abende an unserem Tisch verbrachten.

Nach dem Essen gingen wir noch in die grüne Bar und die Mittelbar und ich anschließend (nach einem kleinen Spaziergang an der „frischen“ Luft) noch alleine in die Poolbar, wo ich Luigi kennen lernte, der mir netterweise einen Cocktail spendierte. Ich muss gestehen, zu diesem Zeitpunkt hatte ich keine Ahnung wer Luigi war…

01.04.2010 – Philipsburg / St. Maarten

Die Wettervorhersage versprach uns an diesem Tag Temperaturen bis zu 29°C und so genossen wir am Vormittag die Sonne auf Deck 9 und 10 (mit kleinen Unterbrechungen für die Nahrungsaufnahme natürlich).

Gegen 13 Uhr erreichte die Costa Fortuna den Hafen von Philipsburg, der Hauptstadt des niederländischen Teils der karibischen Insel Stint Maarten/Saint-Martin, die zu den Niederländischen Antillen zählt. Wir hatten hier keinen Ausflug gebucht, da v.a. Gerald nur ein einziges Ziel hier kannte – Maho Beach!

Wir gingen baldmöglichst von Bord, begutachteten die Freedom of the Seas, die neben uns im Hafen lag und machten uns auf die Suche nach einem Taxi. Der Taxistand war kaum zu übersehen und eine Art „Einweiser“ platzierte uns an der richtigen Stelle. Für insgesamt 18 Dollar sollte uns dann eine sehr nette Taxifahrerin an unser Wunschziel kutschieren, was sich als ziemlich schwierig herausstellte, da an diesem Tag in der Stadt ein (unerklärliches) Verkehrschaos herrschte. So ging es dann durch zahlreiche Seitenstraßen aus der Stadt hinaus, wo wir dann das Taxi wechselten (die Taxi-Lady wollte wieder zurück ins Zentrum). Taxifahrerin Nr. 2 fuhr uns dann letztendlich zum Maho Beach.

Was ist nun das Besondere an diesem Strand, werden sich vielleicht ein paar Leute fragen. Nun, dieser Strand liegt direkt am Flughafen „Princess Juliana“ – nur getrennt durch eine schmale Straße und einen Zaun. Die landenden Flugzeuge müssen sehr niedrig über den (für Touristen freigegebenen) Strand fliegen. Das lockt natürlich zahlreiche Flugzeugliebhaber an, die dann direkt unter den Flugzeugen stehen, um diese zu fotografieren. Es gibt auch ein Surfbrett, auf dem die Ankunftszeiten der Flüge angekündigt werden (feine Sache).

Unseren Nachmittag am Maho Beach verbrachte ich natürlich im Wasser (einfach supergeil, wenn die Flieger über deinen Kopf donnern, während du im warmen Meer planschst) bzw. in der „Sunset Bar“ direkt am Strand. Meine Lust auf Sonne hielt sich an diesem Tag in Grenzen, da mein Rücken doch etwas schmerzte. Wir konnten aber auch von der Bar aus die landenden Flugzeuge beobachten. Es stehen übrigens überall Warnhinweise und das nicht nur zum Spaß!! Beim Fotografieren einer startenden 747 hätte es mich beinahe umgeworfen. Da laut Surfbrett um 16.15 Uhr MD-83 landen sollte begaben wir uns rechtzeitig zurück an den Strand, wo es sich Gerald auf einer der Liegen bequem machte, während ich unruhig hin und her hibbelte und immer wieder ins Wasser hüpfte. Die Landung der MD-83 dokumentierten wir schließlich mit zahlreichen Fotos.

Leider mussten wir uns dann auch schon auf den Rückweg machen, wir wollten nicht aufgrund eines Staus oder einer gesperrten Brücke das Schiff verpassen (wobei… hmmm… ^^). So schlossen wir uns ein paar (vermutlich) Österreichern an, die von einem Großraumtaxi abgeholt wurden.

Wir wurden auf dem Rückweg zum Hafen von Philipsburg durch eine Einkaufsstraße kutschiert, in der sich ein Schmuckgeschäft an das andere reihte – nur unterbrochen durch Schnapsläden. Wahnsinn! Erwähnenswert im Zusammenhang mit dieser Fahrt ist dann auch noch das Grinsen unseres Fahrers als die anderen mit Euro bezahlen wollten – Wechselkurs 1:1!! Idioten!

Ich wäre noch gerne ein bisschen durch die Geschäfte im Hafengelände geschlichen, da hätte es sicher allerhand Plunder für mich gegeben, aber Gerald wollte nicht auf das Abendessen im Restaurant verzichten und so gingen wir gleich an Bord und machten uns schnell für den Abend fertig. (Es blieb nicht mal Zeit für den obligatorischen Cocktail des Tages vor dem Essen.)

Ein kleines „Problem“ entdeckte ich an diesem Tag auch noch: überall war mittlerweile Sand! In meinen Turnschuhen, in meinem Rucksack, in der Kabine auf dem Boden, im Schrank… ja sogar an meinen Füßen NACH dem Duschen! Muhahahaha!

Nach dem Essen begaben wir uns ins Theater Rex, wo an diesem Abend der Film „Sinatra The Main Event“ (Frank Sinatra, live from Madison Square Garden NYC 1975) gezeigt wurde. Für mich als alten Sinatra-Fan natürlich ein absolutes MUSS! Außerdem konnte ich so wenigstens sagen, dass ich auch mal abends im Theater war. Die Shows sind ja bekanntlich nicht so das meine. Im Anschluss gingen wir dann noch in die grüne Bar und später auf Deck 9, wo an diesem Abend „Tropische Nacht“ mit karibischer Musik von der „Tropical Vibes Band“ angesagt war. Später gab es noch das Buffet unter den Sternen – schön wie immer! Irgendwann gingen wir dann glücklich und zufrieden in unsere Kabine.

“Happiness is here with me
It’s made for all the days I see
Happiness is holding me around and round and round and round”

02.04.2010 – Point-a-Pitre / Guadeloupe

Gegen 8 Uhr erreichten wir den Hafen von Point-a-Pitre. Da wir einen Ausflug gebucht hatten, blieb keine Zeit für ein ausgedehntes Frühstück – wir holten uns lediglich ein paar Semmeln für die Fahrt. Um 8 Uhr war bereits der Treffpunkt für den Ausflug „Entdecken Sie Guadeloupe“ im Theater, auf dem wir die Insel Basse-Terre kennen lernen würden.

Mit dem Bus ging es zunächst in den botanischen Garten „Domaine de Valombreuse“, wo wir einfach nur noch überwältigt von der Pflanzenvielfalt waren. Die Luftfeuchtigkeit war allerdings auch mal wieder hart an der Schmerzgrenze, doch langsam gewöhnten wir uns an das typische karibische „Kleben“ am ganzen Körper! Neben den vielen grünen und bunten Pflanzen aller Art gab es auch noch ein paar nette Tiere zu beobachten wie z.B. eine Ziege, die gemütlich über ein Schwein spazierte… hähä! Wir bekamen auch noch leckere Fruchtsäfte angeboten, die nicht nur uns Touristen anlockten, sondern auch einen Kolibri. Leider wurde der von einer der Angestellten verscheucht bevor wir ein Foto machen konnten.

Anschließend ging es mit dem Bus weiter durch den Nationalpark von Guadeloupe. Der nächste Halt war am „Flusskrebs-Wasserfall“ (Cascade aux Écrevisses), den man von der Straße aus nach einen kurzen Fußmarsch durch den tropischen Wald erreicht. Hier waren die Temperaturen (an diesem Tag um die 30°C) auch etwas besser zu ertragen. Nachdem ich noch Postkarten, Souvenirs und Mineralswasser an einem Kiosk erstanden hatte ging es auch schon weiter durch zahlreiche Zuckerrohrplantagen zu unserem letzten Ziel: der Rumbrennerei „Domaine de Séverin“. Zu sehen gab es zwar nicht all zu viel, aber die Verkostung war so ganz nach meinem Geschmack. Und natürlich wanderte auch eine Flasche in unseren Rucksack!!

Wieder zurück im Hafen stöberte ich noch ein wenig durch die dort aufgebauten Stände und lies mir eine Ladung Gewürze aufschwatzen.

Dann trieb uns der Hunger an Bord und ins Buffetrestaurant und im Anschluss zogen wir uns auf unsere Kabini zurück. Verzweifelt suchte ich die alten Todays (eins blieb letztendlich verschwunden) und ärgerte mich mal wieder über unsere Kabinen-Stewardess Vanessa. Auf dem Balkon war es kaum auszuhalten, wenn die Sonne durch die Wolken kam – die Hitze wäre ja noch zu ertragen gewesen, aber die hohe Luftfeuchtigkeit war schrecklich. So machte ich es mir dann lieber in der Kabine gemütlich, schrieb an meinem Bericht und lauschte den Sägegeräuschen, die aus dem Bett kamen.

Gegen 18 Uhr verlies die Costa Fortuna den Hafen von Point-a-Pitre und setzte Kurs auf Barbados.

Der Abend verlief wie immer: Abendessen, grüne Bar, Spaziergang über die oberen Decks und zum Abschluss ein letzter Cocktail des Tages in der Poolbar.

Fortsetzung folgt…