Da will man mal Blut spenden

Gestern hatte sich das DRK mal wieder im Keller der schicken Mensa von der Hochschule eingerichtet (die übrigends schon mal auf den 3. Platz für die beste Mensa des Jahres war). Da ich gestern auch viel Zeit hatte (danach keine Lehrveranstalltung mehr) habe ich mir mal gedacht, das ich auch Blut spenden könnte – wird ja schließlich auch dringend gebraucht.

Ich muss zugeben, das dies das erste Mal seit langer Zeit war (ich glaube mir wurde zuletzt vom Kinderarzt Blut gezapft, muss also schon ewig her sein), sodass ich etwas unerfahren mit der ganzen Prozedur war. Zuerst mußte man sich anmelden wozu man den Personalausweis benötigte (den doch jeder pflichtbewusst – vorallem hier in der Grenzregion – bei sich trägt). Bei der Anmeldung wurde ich gefragt ob ich schon einen Blut-Spende Ausweis habe – da ich – wie oben erwähnt – schon sehr lange Zeit nichts gespendet habe, musste ich das natürlich verneinen. Kein Problem, denn ich bekam dann einen Fragebogen sowie ein extra Zettel zur Einwilligung der Blut Weitergabe und die Aufforderung viel zu trinken. Auf dem Fragebogen standen schon ziemlich viele Fragen, von denen ich die meisten gleich mit „nein“ beantworten konnte. Doch bei merkwürdigen Fragen wie „Waren sie länger als 6 Monate in Großbritanien oder hatten sie eine Operation im Zeitraum von 1982-1996 in Großbritanien?“ wurde ich schon etwas stutzig. Hab ich natürlich mit nein angekreuzelt, weil ich ja lediglich auf einer „Sprachbildungsreise“ für 1 Woche dort war (und natürlich nicht opereriert wurde). Weiß jemand den Grund der Frage? Die Frage ob ich schwanger wäre bzw. war, entfiel ja aus bekannten Gründen. Nunja, Zettel fertig ausgefüllt, sowie die Datenschutzerklärung gelesen und unterschrieben, nun konnte es weiter gehen.

Zurück zur Anmeldung mit den Zetteln, wo dann über das Ohr die Körpertemperatur (exakt 37°C) und ich glaube der Blutzucker (ein winziger Pieks in den Mittelfinger) gemessen wurde. Anscheinend gibt es beim Blutzucker gewissen Kriterien die erfüllt sein müssen, damit man Blut spenden kann – ich hatte sie jedenfalls erfüllt. Der nächste Schritt war dann der erste Kontakt mit der Ärztin – sehr nette Dame, die irgendwie versuchte einen zu „bemutteln“. Sie wollte bei mir den Puls (linker Arm!) messen – ging denke ich schief, jedenfalls sagte sie mir ich solle nochmal viel trinken und in einer viertel Stunde wieder kommen. Machte mir ja nichts aus, ich hatte schließlich genug Zeit. Also wieder in den Warteraum gesetzt und getrunken bis nichts mehr rein ging (wie heißt es eigendlich wenn man genug getrunken hat?).

Naja zurück zu den Ärzten (die nette Ärztin war leider weg, ich musste zu einen anderen) wo dann das übliche überprüft wurde (Puls, Blutdruck, Atmung) – diesmal ohne Probleme. Da auch das nun geschafft war konnte ich mich endlich in die Reihe derer einreihen die dann auch tatsächlich Blut spenden dürfen. nach einer kurzen Wartezeit war es dann auch soweit und eine Liege war frei. Ich gab dort dann die Zettel ab und bekam einen Beutel für das Blut und entsprechende Röhrchen in die Hand gedrückt (alle natürlich edikettiert). Die Liege die frei war, war eine für den linken Arm!. Naja gut ich hab mich hingelegt und eine Schwester war dann auch schon mit da und suchte erstmal eine Ader… was so einfach nicht war. Sie hatte am Ende doch noch eine gefunden und es konnte losgehen – nach der Desinfizierung wurde dann die Kanüle angesetzt (Tipp: Wer Angst vor dem Stich hat, einfach wegschauen, dann bekommt man das nicht mit) und das erste Blut floß. Ich sollte dann kräftig „pumpen“ mit der Hand, doch nach ein paar Minuten kam dann das Ergebniss: Es kam zuwenig Blut raus. Toll. Das kleine Etwas was da doch noch im Beutel gelandet war, reichte dann gerade mal noch für die Blutgruppenbestimmung (ich wollte schon immer mal wissen welche Blutgruppe ich hab).

Fazit: Fast eine dreiviertel Stunde alles mitgemacht und dann streikt der Körper und gibt einfach nicht den „Saft“… Unnütz war das ganze dennoch nicht, den nun bekomme ich frei Haus den Blutspendeausweis und kann dann in 2 Monaten nochmal mein Glück versuchen (dann aber mit den rechten Arm ;-)). Außerdem gab es eine Marke womit ich dann heute einmal kostenlos Mittagessen konnte. Hat sich also trotz des nicht gespendeten Blutes (ich war wirklich net Schuld) rundum gelohnt.

Wer auch mal Blut spenden will: Keine Angst, es sind fähige Leute die das machen und jegliche Ängste sind im Nu verschwunden – zumal das (regelmäßige) Blut spenden wichtig ist, denn Blut ist sehr wichtig in der Medizin – man hört ja gelegentlich, das es über die Sommermonate zu einen Mangel an Blutkonserven gibt.

P.S: Einziger körperlicher Nachweis des Blutspendens ist lediglich ein winziger Bluterguß der aber auch nicht weiter schlimm ist.

14 Gedanken zu „Da will man mal Blut spenden

  1. Lanar

    Ich darf leider noch kein Blut spenden. Sonst hätte ichs bereits
    getan^^ Kling auf jedenfall interessant 😀

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  2. spookie2 Beitragsautor

    @Georg: Danke, hat wohl mit der Eisenmangel Anämieim Blut zu tun.
    Stimmt so spart man sich dann das ganze Prozedere, wenn man gleich
    am Anfang weis ob jemand genug Eisen im Blut hat. @Lanar: Warum?
    Medizinischer Grund oder anderes?

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  3. Megalith

    Webby ich finde es toll von dir das du zum Blutspenden gehst. Ich
    bin auch schon seit ewigkeiten einer und bei mir gabs die
    Blutprobleme noch nie. Aber das ganze Theater, das man mitmachen
    muss ist eigentlich überall gleich *g*. Aber das ganze hat ja auch
    seinen medizinischen Hintergrund. Ich würde dir empfehlen es
    nochmal zu versuchen. Auf jedenfall finde ich es stark von dir.

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  4. spookie2 Beitragsautor

    Ja klar werde ich es nochmal versuchen, doch man darf ja nur aller
    x Wochen (Monate)? Blutspenden gehen – jedenfalls fragen die da ja
    mit danach wann man zuletzt spenden war. Ich hätte ja auch net da
    gleich auf ne andere Liege gehen können und mal den anderen Arm
    versuchen lassen – auch wenn die abgezapfte Menge ja verschwindend
    gering war.

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  5. azi

    Das Wort für „nicht mehr durstig“ wurde vor einigen Jahren erst
    erfunden und heißt „sit“. Blutspenden darfst glaub ich nur einmal
    in ? Monaten, Plasma hingegen kannst ca alle zwei Wochen spenden
    gehen, weil dein Blut kriegst dabei wieder zurück.

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  6. Megalith

    Also meines Wissen dürfen Frauen bis zu vier mal und Männer bis zu
    sechs mal im Jahr Blutspenden (auch Vollblutspende genannt). Die
    Plasmaspende kann man bis zu 40 mal Jährlich abgeben.

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  7. Isi_Diana

    Ich finds gut von dir das du soviel initiative hast und blutspenden
    gehst 🙂 Das ist ja leider viel zu selten. Ich würde gerne aber
    darf niemals… 1. Alter 2. krankheit 🙁 mir wird alle paar monate
    blut abgenommen ich finds schon ne leistung so ruhig zu bleiben
    spooksche, ich hab da immer ne höllen panik.. ka wieso.

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  8. Samjaneway

    Erstmal Glückwunsch zur Erfolgreich absolvierten Blutspende. Du
    hast in deinem beitrag eine Frage bezüglich Gb gestellt. Nun im
    Grund gibt es eine einfache Antwort darauf. BSE. Sicher schon mal
    gehört oder. Deswegen fragen die nach, weil es ja sein könnte, dass
    du mit der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit in Berührung gekommen bist.
    Bei mir an der FH macht das rote Kreuz auch einmal im Jahr so eine
    Blutspende Aktion. Da ich wegen Krankheit nicht spenden darf. Mach
    ichd a nie mit. Aber so einens chicken Pass bekommt man auch so, wo
    dann die Blutgruppe drinsteht. kann sehr hilfreich sein, falls man
    mal ne Transfusion benötigt.

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  9. spookie2 Beitragsautor

    Aha – der Pass ist bisher noch nicht angekommen, keine Ahnung
    warum. Danke für die Erklärung mit Groß Britanien.

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  10. Pingback: Kurzinfos » Von spookie2 » Hochschule, Banner, Gymnasium, Semester, Blutspende, Studienrichtung, Husten, Gegenbeweis » STVC Blog

  11. Annonym

    Ich finde es sehr gut, dass so viele Leute sich dazu bereit
    erklären Blut zu spenden. Es ist sinnvol und natürlich auch gut für
    die Medizin. Ich wollte das auch schon immer mal machen, ich habe
    mich aber noch nicht getraut. Da mir immer nicht wohl bei der Sache
    war. Danke für deinen detaillierten Bericht 🙂

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  12. NickHavoc

    Die Fragen wegen der Bluttransfusion zwischen 1982-1996 liegt nicht
    am BSE, wie oben erwähnt, sondern an einem Fall von unreinen
    Bluttransfusionen in einem Krankenhaus. Dabei wurden mehrere
    dutzend Patienten mit Aids infiziert. Doch keine Angst, es erfolgt
    nur ein weiterer Test des Bluts falls die Antwort „Ja“ lauten
    sollte, um zu garantieren dass man nichts hat. Denn auch wenn Aids
    ein Schläfer ist, nach 12 Jahren zeigen sich einfach kleinere
    Symptome, die in dem Fall richtig gedeutet werden würde. Euer
    Vampir und Sani-töter Nick P.S.: Blutspenden rettet Leben. Also
    wenn ihr dürft, geht so oft ihr könnt! Denn vielleicht rettet ihr
    damit mal euer eigenes Leben

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