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Spanien, Marokko und die Inseln des Frühlings reloaded (3)

07.11.2009 – Santa Cruz de Teneriffe / Teneriffa

Gegen 8 Uhr legte die Costa Luminosa im Hafen von Santa Cruz de Teneriffe an. Für uns stand erst einmal lange ausschlafen auf dem Programm, da die letzte Nacht doch etwas länger geworden war. Wir hatten auf Teneriffa keinen Ausflug gebucht und so bestand auch keine Notwendigkeit, das Bett unnötig früh zu verlassen.

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Nach einem kleinen Frühstück gingen wir am Vormittag von Bord, um mit dem kostenlosen Shuttlebus – vorbei an der AIDAluna, die neben uns im Hafen lag – ins Stadtzentrum von Santa Cruz zu fahren. Gemütlich schlenderten wir durch die Stadt, machten Fotos und Blödsinn, bummelten durch Geschäfte (der freundliche Herr konnte uns allerdings nicht davon überzeugen, ein äußerst nerviges Spielzeugauto zu kaufen^^) und erstanden die obligatorischen Postkarten. Es war ziemlich warm, allerdings regnete es zwischendurch immer wieder mal leicht. Das war aber alles andere als störend, ganz im Gegenteil, ich empfand diese kurzen Erfrischungen als sehr angenehm (immerhin lagen die Temperaturen bei bis zu 25°C). An einem Kiosk organisierten wir uns etwas zu trinken und setzen uns an einen riesigen Brunnen, um dort das Treiben um uns herum zu beobachten (u.a. war da eine Gruppe Schülerinnen, die uns mit Tanz und Gesang erheiterte).

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Schließlich fuhren wir mit dem Shuttlebus wieder zurück zu unserem Schiff und begaben uns auf Deck 9, um unseren üblichen Beschäftigungen nachzugehen – essen und entspannen! (Himmel, wie faul und verfressen kann ein Mensch eigentlich sein?^^) Durch den immer wieder einsetzenden leichten Regen kamen wir auch in den Genuss eines wirklich tollen Regenborgens über dem Hafen. Leider verscheuchte mich später der Regen von meiner Liege am Lido Delphinus. Ich fand die leichte Abkühlung zwar immer noch recht angenehm, aber ich mag es dann doch nicht so besonders, wenn mein Buch nass wird. Also zog ich mich auf unsere Kabine zurück, wo eine Flasche Sekt bereits auf uns wartete (Danke CostaClub!). Während Gerald sein Nachmittagsschläfchen hielt machte ich es mir mit einem Glas Nuttenbrause und meinem mp3-Player auf dem Balkon gemütlich (und bekam einen Popgasm nach dem anderen^^). Wer mich kennt weiß, dass ich Sekt nicht vertrage und natürlich blieb es auch nicht bei einem Glas. Hähä! Und so kam es, dass ich nach dem Duschen gegen 17 Uhr nur mit einem Handtuch „bekleidet“, mit meinem Sektglas in der Hand und Kopfhörern im Ohr das Ablegen der Luminosa von unserem Balkon aus beobachtete und dabei freundlich den Leuten im Hafen bzw. auf dem Kriegsschiff, an dem wir vorbei fuhren, zu winkte! Muhahaha! („The wind is cam, the ocean sleeps, we must leave now. The sky is dark, others are gone, we must leave now…”)

Bester Laune zog ich dann mein Dirndl an und wir machten uns auf den Weg zum “Gala Kapitänsabendessen”. Das Menü an diesem Abend wurde übrigens von Ettore Bocchia kreiert, dem Küchenchef des Grand Hotels Villa Serbelloni in Bellagio am Comer See. Als Vorspeise gab es bei mir tropischen Fruchtsalat mit Hummer, grüner Apfelcreme, Honig und Balsamico. Danach folgten weiße und schwarze Fisch-Ravioli an Krustentiercremesauce und als Hauptgang Auberginenauflauf mit Tomaten und Parmesankäse. Etwas verwundert stellte ich beim Abendessen fest, dass wir uns wieder dem Land näherten, wobei ich zunächst nicht so ganz sicher war, ob ich meine Beobachtung nicht dem Sekt in meinem Kopf zu verdanken hatte. Es stellte sich aber heraus, dass wir tatsächlich wieder zurück nach Santa Cruz fuhren. Der Grund dafür war ein medizinischer Notfall an Bord wie uns der Maitre (ein sehr netter Mann übrigens) erklärte.

Nach dem Essen zog sich Gerald bald auf unsere Kabine zurück, während ich noch durch die Bars zog. Nicht einmal der immer heftiger werdende Seegang konnte mich davon abhalten (Es mussten sogar die Stabilisatoren ausgefahren werden und in den öffentlichen Bereichen wurden Kotztüten verteilt^^). Mir war das natürlich egal, eher im Gegenteil, es war sogar ziemlich amüsant, die anderen Passagiere zu beobachten. Mein Weg führte mich zunächst in die Pianobar Antares, wo das Duo Metropole Songs von ABBA spielte (schöööön) und ich die Bekanntschaft von einer Runde netter Münchnerinnen machte. (Danke auch an den Barkeeper für den Cocktail!!). Nach einem anschließenden Stop in der Mittelbar zog es mich zum Schluss noch in die Bar Libra, wo Francesco für mich „My Way“ sang (eines meiner absoluten Lieblingslieder!!). Der große Gala-Offiziersball um 23 Uhr im Theater ging natürlich an mir vorbei – aber egal, ist ja nicht so wichtig!

08.11.2009 – Funchal / Madeira

Gegen 8.30 Uhr erreichten wir am Morgen den Hafen von Funchal. Was Wetter war einfach traumhaft und wir gingen bald nach dem Frühstück von Bord. Im vergangenen Jahr waren wir hier aufgrund Geralds schlechter Verfassung nicht weit gekommen, aber an diesem Tag lief alles wunderbar und am Ende war ich richtig stolz auf meinen Gatten. Zunächst verließen wir das Hafengelände (mit uns im Hafen lagen noch die MSC Musica und ein Nachbau der Santa Maria, später kam noch die AIDAluna hinzu) und gingen Richtung Stadtzentrum. Nach einem kleinen Anstieg erreichten wir einen den Santa Catarina Park, wo wir eine kleine Pause einlegten. Während ich mit meiner Mutter telefonierte, die mir vom dichten Nebel in der Heimat erzählte, genoss ich die Wärme und die vielen Farben um mich herum. Alleine schon das Grün des Rasens war unbeschreiblich, dazu dann noch die bunten Pflanzen – Wahnsinn! Gemütlich spazierten wir dann weiter durch den Park, genossen den grandiosen Ausblick auf den Hafen und entdeckten u.a. die Capela da Santa Catarin und eine Statue von Christoph Columbus.

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Mich zog es dann natürlich an den Strand, den ich bereits im Vorjahr sehnsüchtig aus der Ferne beäugt hatte. Herrlich! Der dunkle Sand, das Wasser, die Wellen… Da gab es für mich kein Halten mehr – raus aus den Schuhen, Kopfhörer in die Ohren und ein paar Schritte rein ins warme Meer! (Welcome to my life…) Da ich die Wellen teilweise etwas unterschätzte war meine Hose nach kürzester Zeit klatschnass. Aber wen interessierte das in diesem Moment schon?! Die Schmerzen des vergangenen halben Jahres, die Angst, das ganze Elend, all das war aus meinem Kopf verschwunden und ich war einfach nur glücklich! (*happiness*)

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Barfuß und nass wie wir waren machten wir uns nach einiger Zeit wieder auf den Weg zurück zum Schiff und begaben uns ins Buffetrestaurant (wohin auch sonst?^^), wo es zu meiner großen Freude Oktopus gab. Sieht aus wie Unfall, schmeckt aber superlecker! Da ich das traumhafte Wetter (strahlend blauer Himmel und bis zu 23°C, die sich wie mindestens 28°C anfühlten) ausnutzen wollte führte mich mein nächster Weg natürlich zu meinem Lieblingsplatz am Lido Delphinus, wo ich es mir in der Sonne gemütlich machte.

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Den Abend begannen wir mit einem Cocktail des Tages (Eugenio „C“ mit Myers Rum, Triple Sec, Zitronen- und Ananassaft und Blue Curacao) in der Mittelbar. Pünktlich zum Abendessen um 18 Uhr verlies die Luminosa den Hafen von Funchal wieder und nahm Kurs auf Malaga. (Nur am Rande erwähnt: auch zum Abendessen wählte ich Oktopus, ich steh einfach auf das Zeug^^)

Auch an diesem Abend hatten wir etwas Seegang, der uns natürlich nicht von unserer obligatorischen Runde durch die Bars abhielt. Diesmal ging es zunächst in die Pianobar Antares, dann in die Bar Virgo (wo Babytiger sich schwer verliebte und von seiner Angebeteten eine kleine Serviettenblume bekam) und schließlich noch auf einen Abstecher in die Bar Lido Dorado am Hauptpool.

09.10.2009 – Seetag

An diesem Tag würden wir im Atlantischen Ozean navigieren und das Tagesprogramm sagte eine bewegte See voraus. Und tatsächlich – das Schiff wackelte ganz schön. Die Temperaturen sollten auf maximal 24°C steigen.

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Leider entdeckte ich den Vortrag von Richard Wünsch zu spät im „Today“ und so gingen wir eben auf Deck 9, um zu essen, zu lesen und uns zu bespaßen.

So faul war ich noch auf keiner Kreuzfahrt, ich musste mich sogar dazu zwingen wenigstens ein paar Notizen für diesen Bericht zu machen und meine versprochenen Postkarten zu schreiben.

Als ich mich nach dem Frühstück eigentlich in die Sonne legen wollte musste ich mit Entsetzen feststellen, dass wir auf eine schwarze Wolkenwand zu fuhren. Es war durchaus witzig zu beobachten, wie die Passagiere breitbeinig durch das Schiff schwankten. Das Wetter wurde zwar nach dem Mittagessen (Paella bis zum Abwinken^^) wieder besser, allerdings war das Schaukeln so einschläfernd, dass ich mich am Nachmittag auf unsere Kabine zurückzog, um etwas zu schlafen (außerdem fehlte mir wohl die eine Stunde, die uns in der vergangenen Nacht geklaut worden war).

Vor dem Abendessen wurden dann auch endlich die versprochenen Postkarten bei einem Weizen in der Mittelbar geschrieben. (Wer sich über meine wackelige Schrift gewundert hat, das lag nicht am Weizen sondern am Seegang^^)

Nach dem Essen spazierten wir mal wieder über die oberen Decks und gönnten uns bei einem Weißbier in der Scuderia Costa Bar das U17-Spiel Spanien gegen Uruguay. Später gingen wir noch in die Pianobar Antares und anschließend in die Cigar Lounge Bar. Leider wurde die hier sonst so ruhige und entspannende Atmosphäre durch Olga und ihren Klan gestört, die sich lautstark beim Kartenspiel amüsierten, und wir verschwanden bald wieder. Bei einem 8-Euro-Whiskey brauche ich echt keine lärmenden Russen mit Plastiktassen aus dem Buffetrestaurant, da benehmen sich ja sogar die Italiener besser. Hier sollte Costa ein bisschen besser aufpassen.

Nach einem letzten Cocktail des Tages (Carla „C“ mit Light Rum, Orangen-, Ananas- und Zitronensaft sowie Grenadine) in der Mittelbar gingen wir relativ früh ins Bett, auch um für den nächsten Tag fit zu sein (Würden wir es wohl schaffen von Bord zu kommen?? Im Vorjahr hatte ja bekanntlich die Faulheit gesiegt^^)

Fortsetzung folgt…

Spanien, Marokko und die Inseln des Frühlings reloaded (2)

04.11.2009 – Casablanca / Marokko

In der Nacht waren die Uhren umgestellt worden und wir hatten eine Stunde zusätzlich bekommen – daher fand ich das frühe Aufstehen auch gar nicht so schlimm. Gegen 7.30 Uhr kamen wir im Hafen von Casablanca an und bereits um 7.45 Uhr mussten wir uns wegen unseres Ausflugs „Casablanca und Moschee Hassan II.“ in der Grand Bar Elettra einfinden. Zuvor aber eilte ich noch schnell ins Buffetrestaurant, um uns etwas Marschverpflegung zu organisieren (Notiz an mich: das nächste Mal die Semmeln in eine Kotztüte packen. Kommt sicher gut an^^).

Im Hafen wartete schon unser Bus mitsamt unserem Führer Nasser auf uns. Der Bus, nun ja, was soll man sagen… es war eben kein Reisebus der neusten Generation, sondern ein älteres Gefährt, das innen arg nach Kamelkacke duftete. Uns störte das nicht, aber andere Passagiere hatten damit ein Problem und so wurde der Bus später während unserer Rundfahrt auch ausgetauscht. Zunächst aber fuhren wir entlang der Küstenstraße (wir sahen u.a. auch Rick’s Cafe aus dem Film „Casablanca“!!) und bewunderten die Hotels, Villen, Restaurants sowie die zahlreichen in den Fels gehauenen Swimmingpools. Bei einem kleinen Stop hatten wir auch Gelegenheit Fotos zu machen.

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Im Hintergrund war auch immer die berühmte Moschee Hassan II. zu sehen, die wir als nächstes ansteuerten. Sie ist nach der Moschee in Mekka die zweitgrößte der islamischen Welt, ihr Minarett ist mit seinen 210m sogar das höchste. Einfach nur noch beeindruckend! Die Größe, die Höhe, die Inneneinrichtung! Gigantisch – mehr kann man dazu einfach nicht sagen. Alleine in der Moschee ist Platz für bis zu 25.000 Gläubige!! Wie viele zusätzlich noch auf dem riesigen Vorplatz passen habe ich vergessen. (Infos zur Moschee kann man ja massig im Internet finden, da muss ich nicht auch noch meinen Senf dazu geben.) Wir besichtigten die Moschee mitsamt darunter liegendem Waschraum und unser Führer erzählte uns allerhand Wichtiges zur Moschee selbst und zum Islam im allgemeinen.

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Im Anschluss fuhren wir (mit einem neuen Bus, der nicht mehr so intensiv nach Kamelkacke duftete^^) zu einer Art „Apotheke“. Man könnte das ganze vielleicht auch Verkaufsveranstaltung nennen, ich fand die Erklärungen zu typischen Gewürzen, Kräutern und Heilmitteln aller Art allerdings recht interessant. Und kaufen musste man ja schließlich nichts – ich konnte es aber natürlich nicht lassen und erstand eine Gewürzmischung für Fleisch sowie eine Antischnarch-Kräutermischung. Beinahe wäre ich auch den Bayern-Anhänger an meinem Rucksack los geworden, auf den war nämlich einer der Angestellten ganz scharf. Weiter ging es dann zu diversen Palästen, von denen wir einen besichtigten. Ein kleiner Spaziergang durch die Altstadt durfte auf unserer Besichtigungstour natürlich auch nicht fehlen, genauso wenig wie ein Stopp an einem Souvenirladen. Was ist mir nun neben der Moschee Hassan II. besonders im Gedächtnis geblieben? Auf alle Fälle der Verkehr – ein einziges Chaos und die Zebrastreifen in Casablanca sind anscheinend nur Dekoration. Außerdem noch die kleine Straße in der Altstadt, wo sich ein muslimisches Haus direkt gegenüber eines jüdischen Hauses befand. Laut unserem Führer leben in Casablanca Moslems und Juden friedlich neben einander. Kann es nicht auf der ganzen Welt so sein?

Da es am Ende doch recht schwül im Bus geworden war, war ich recht froh als wir gegen Mittag wieder an Bord gingen. Nach dem Mittagessen (Indische Spezialitäten^^) war zunächst Entspannung auf Deck 9 angesagt. Die Temperaturen lagen an diesem Tag bei bis zu 23°C.

Um 16.30 Uhr begaben wir uns in die Grand Bar Elettra zum Quiz „Danke liebe Welt“. Unser Ziel war es, eine Bauchtasche für Gerald zu ergattern und dafür wollten wir auf dieser Fahrt möglichst viele Spiele mit Gewinnmöglichkeiten mitmachen. Bei diesem Quiz nannte der Quizmaster das Wort „danke“ in verschiedenen Sprachen und die Teilnehmer mussten die jeweilige Sprache wissen bzw. erraten und auf ein Blatt notieren. Wir waren relativ gut, für den Sieg reichte es leider trotzdem nicht. Unseren Spaß hatten wir trotzdem v.a. bei „kiitos“ – lauter unwissende Gesichter, nur bei mir machte sich ein Grinsen von einem Ohr bis zum anderen breit. Wir entschieden uns dann auch noch am Quiz „Geschichte“ teilzunehmen, wo wir wiederum ganz gut, aber nicht erfolgreich waren.

Zur Geralds großer Freude gab es beim Abendessen Austern als Vorspeise. Ich verzichtete auf diesen „Genuss“ gerne, die Viecher sind einfach gruselig (wobei, das sagt Mama auch von meinen geliebten Tintenfischen^^).

Um 20.30 Uhr zog es uns wieder in die Grand Bar Elettra, wo das „Kamelrennen“ statt fand – zwar keine wirklich anspruchsvolle Unterhaltung, aber trotzdem lustig. Ich konnte sogar Gerald zur Teilnahme überreden und nachdem er zu Beginn weit zurück lag gewann er das Rennen am Ende doch. Der Preis: eine Bauchtasche!!! Ziel erreicht! (Eine Beschreibung wie das Kamelrennen genau ablief schenke ich mir mal^^)

Gerald besuchte später noch das „Klassische Konzert“ mit dem „Duo Armonia Strauss“ unter Mitwirkung des Tenors Antonio Colamorea im Theater und war begeistert. Ich hatte darauf wenig Lust und vergnügte mich lieber im Atrium und in der Bar Libra.

Gegen 22 Uhr verließen wir den Hafen von Casablanca und nahmen Kurs auf Lanzarote.

Später gönnten wir uns noch das ganz teure Zeug (einen Cognac für Gerald und einen Whiskey für mich) in der Cigar Lounge Bar, stilecht mit einer Zigarre natürlich. Also das hat echt was! Es ist relativ ruhig dort, nur leise Hintergrundmusik – also perfekt zum Entspannen. Zum Abschluss gingen wir dann noch auf einen Sprung in die Disco, wo ich eine nette Unterhaltung mit DJ Jack hatte. Ein echt sympathischer Kerl, der eindeutig bessere Musik auflegt als unser „Freund“ DJ Luca.

05.11.2009 – Seetag

Diesen Tag würden wir wieder komplett auf See verbringen. Trotzdem standen wir zeitig auf, um den Lichtbildvortrag „Atlantische Inseln – Lanzarote, Teneriffa und Madeira“ von Richard Wünsch im Theater Phoenix zu besuchen. Wirklich sehr interessant mit vielen landeskundlichen Informationen und schönen Bildern. Bei mir wurden da Erinnerungen an einige Landeskundevorlesungen während meines Studiums wach. Im Anschluss war es dann auch dringend an der Zeit, das Loch in unseren Mägen mit einem kleinen Frühstück zu füllen. Bis zum Mittagessen war dann mal wieder Entspannung angesagt, also lesen, schreiben, über die anderen Passagiere lästern etc.

Mittags traf uns dann fast der Schlag – am Poolbuffet gab es nämlich Austern bis zum Abwinken! Nichts für mich, aber Gerald futterte 13 Stück davon!!

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Danach war dann auch schon wieder Erholung angesagt, diesmal am Lido Delphinus in der Sonne. Dort konnte man es bei bis zu 22°C auch gut aushalten. Um 15 Uhr gingen wir ins Theater zum Vortrag „Hinter den Kulissen der Costa Luminosa“ von der deutschen Hostess Nadine. Wir erfuhren allerhand Wissenswertes über die Geschichte von Costa Kreuzfahrten und über unser Schiff (u.a. dass die Crewmitglieder aus 44 verschiedenen Ländern kamen und dass alleine 150 Personen in der Küche arbeiten). Zum Abschluss wurde auch noch ein interessantes Video gezeigt.

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Der Abend lief wie üblich ab. Nach dem wie immer leckeren Abendessen zogen wir durch die Bars. Leider gibt es auf der Luminosa keine Sportbar, aber wir entdeckten, dass in der Bar Scuderia Costa auf Deck 10 Fußball gezeigt wurde und so machten wir es uns an diesem Abend zunächst dort an der Bar bequem. Es war nur wenig los, was uns aber nicht im geringsten störte. Es stellte sich auch heraus, dass der Kellner im vergangenen Jahr auf der Costa Serena war – leider in der Bar, in der wir uns kaum aufhielten. Später gingen wir noch in die Piano Bar Antares, wo wir Annika kennen lernten, die an der Hochschule Bremerhaven „Cruise Industry Management“ studiert hatte. Um 23 Uhr zog es mich dann in die Bar Libra, wo Bani Lieder von Elvis (the one and only KING!) zum besten gab – leider viel zu wenige! Bei einem letzten Drink (es gab ja auch einen Grund zum anstoßen^^) an der Mittelbar ließen wir den Abend ausklingen.

06.11.2009 – Arrecife / Lanzarote

Gegen 8 Uhr erreichten wir den Hafen von Arrecife auf der spanischen Insel Lanzarote. Hier hatten wir den Ausflug „Abenteuer Unterseeboot“ gebucht – zwar nicht ganz billig, aber an diesem besonderen Tag war mir nichts zu teuer. Treffpunkt für den Ausflug (ohne Führer) war um 8.45 Uhr, daher blieb in der Früh nicht viel Zeit, ich eilte nur schnell ins Buffetrestaurant, um uns Proviant einzupacken (immer wieder erstaunlich wie dumm manche Leute schauen können^^).

Auf Lanzarote waren wir bisher noch nicht gewesen und ich muss gestehen, dass mich v.a. die Landschaft sehr beeindruckte. Es war nicht zu übersehen, dass die Insel vulkanischen Ursprungs ist.

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Mit dem Bus wurden wir nach Puerto Calero gebracht, wo wir uns zunächst ein Video mit Sicherheitsbelehrungen ansahen bevor wir uns dann an Bord des Unterseeboots begaben. Bereits bei der Beschreibung des Ausflugs hatten wir gelesen, dass dieser nicht für Personen mit motorischen Schwierigkeiten geeignet sei (hatten wir natürlich ignoriert^^) und nun wussten wir auch warum. Es war eine ganz schön wackelige Angelegenheit bis wir endlich auf unseren Plätzen im Inneren des Bootes saßen. Jeder hatte ein großes Panorama-Fenster vor sich und es gab Displays, auf denen man u.a. die aktuelle Tiefe und die Wassertemperatur ablesen konnte. Wir tauchten dann bis auf fast 30m Tiefe ab. Wahnsinn! So viele kleine und große Fische waren in kristallklaren Wasser zu sehen, zudem auch ein paar alte Schiffswracks. Als Höhepunkt „führte“ ein Taucher einen Rochen um das U-Boot herum.

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Nach der Fahrt hatten wir noch ein bisschen Freizeit in Puerto Calero, den man für einen kleinen Spaziergang durch den Hafen oder für einen Einkaufsbummel nutzen konnte. Wir deckten uns in einem Souvenirladen mit Postkarten ein und bewunderten die vielen Yachten, die im Hafen lagen (u.a. lag dort der ultimative Plan B^^).

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Mit dem Bus fuhren wir dann wieder zurück zur Costa Luminosa und ich konnte mich gar nicht an der faszinierenden Landschaft Lanzarotes satt sehen.

Wieder an Bord war es Zeit für die Mittagsfütterung und Gerald legte sich im Anschluss ins Bett während ich es mir auf dem Balkon gemütlich machte. Es war zwar etwas windig an diesem Tag, aber die Temperaturen kletterten auf bis zu 26°C – was will man mehr?!

Vor dem Abendessen gönnten wir uns einen CostaClub Spezial mit Wodka, Pfirsichlikör, Orangen- und Preiselbeersaft an der Mittelbar (feines Zeug!) und verfolgten das Ablegen gegen 17.30 Uhr. Während die Luminosa an Fuerteventura vorbei fuhr stopften wir uns beim Abendessen mal wieder die Mägen mit allerhand Köstlichkeiten voll. Das Leben kann manchmal so schön sein!

Nach dem Essen folgte das nächste Highlight des Tages – um 21 Uhr spielten „Boney M.“ im Theater. Bei den alten Hits wie „Daddy Cool“, „Rivers of Babylon“ oder „Rasputin“ amüsierten wir uns prächtig. Als wir zu Beginn unserer Reise gehört hatten, dass „Boney M.“ an Bord kommen sollten konnte ich das gar nicht so richtig glauben, aber es stimmte tatsächlich. Costa hatte sich für diese spezielle Fahrt wirklich so einiges einfallen lassen.

Nach dem Konzert gingen wir wieder in die Mittelbar, wo Alex so nett war und „Still got the blues“ für mich spielte (nun weiß ich ja wie das Lied heißt^^), und später zog es uns noch in die Disco, wo wir den Abend ausklingen ließen.

Fortsetzung folgt…

Spanien, Marokko und die Inseln des Frühlings reloaded (1)

Dieser Reisebericht beinhaltet meine persönlichen Erlebnisse und Gedanken während unserer Kreuzfahrt. Wer technische Details bzw. landeskundliche Informationen sucht möchte bitte die einschlägigen Internetseiten aufsuchen.

Vorfreude

Kurz nach unserer letzten Kreuzfahrt flatterte uns mal wieder ein supertolles Angebot von Costa ins Haus. Die Fahrt, die meinem Mann Gerald und mir besonders ins Auge fiel, war zwar nahezu dieselbe Route wie 2008 (nur eine Insel mehr), aber das Schiff, die Costa Luminosa, wollte uns nicht mehr aus dem Kopf gehen. Zu diesem Zeitpunkt war sie zwar noch nicht einmal in Betrieb, aber alleine schon die Vorankündigungen waren vielversprechend. Das Schiff im Zeichen des Lichts sollte ein ganz besonderes Schmuckstück der Costa-Flotte werden und nach einer nur kurzen Diskussion entschlossen wir uns, die Fahrt einfach zu buchen – was wir auch keine Sekunde bereuen sollten. (Ich gestatte mir an dieser Stelle einen kleinen Hinweis an all diejenigen, die meinten es wäre doch langweilig, noch einmal nahezu dieselbe Route zu fahren: Wer keine Ahnung hat sollte öfter mal die Klappe halten!!!)

Im Internet recherchierten wir regelmäßig nach den neusten Fotos „unserer“ Luminosa und waren sprachlos als wir die ersten Bilder der Inneneinrichtung sahen. Das war mal so gar nicht „Costa-bunt“. Am 05.06.2009 wurde die Costa Luminosa dann gemeinsam mit der Costa Pacifica in Genua im Rahmen einer spektakulären Zeremonie getauft, diese bisher einzigartige Doppeltaufe wurde sogar in das Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen.

Erst längere Zeit nach unserer Buchung erfuhren wir, dass es sich bei unserer Fahrt um „Die erste große Kreuzfahrt des CostaClub“ handeln würde. Laut Mitteilung sollten uns „besondere Überraschungen, außergewöhnliche kulinarische Highlights, glamouröse Galas und Shows“ erwarten. Was das genau bedeuten sollte konnten wir zu diesem Zeitpunkt nicht mal erahnen. (Und eigentlich war es uns auch völlig egal, für uns war eine Kreuzfahrt immer etwas ganz besonderes.)

Nun noch ein paar Kleinigkeiten zu Schiff und Route:

Die Costa Luminosa ist 294m lang, 32,3m breit und hat Platz für maximal 2826 Passagiere. Sie verfügt u.a. über ein Wellness-Center, 2 Swimmingpools, einer davon mit einfahrbarem Glasdach, 4 Whirlpools, ein Theater und einen Formel 1- sowie einen 18-Loch-Golf-Simulator.

Savona/Italien – Barcelona/Spanien – Casablanca/Marokko – Arrecife/Lanzarote – Santa Cruiz de Teneriffe/Teneriffa – Funchal/Madeira – Malaga/Spanien – Savona/Italien

31.10.2009 – Tag der Abreise

Nach einem Sommer mit nur wenigen Highlights (dafür umso mehr Qualen) war es schließlich endlich soweit und wir packten wieder einmal unsere Koffer. Meiner war erstaunlich leer – hatte ich wirklich alles Wichtige eingepackt??

Um 21.30 Uhr machten wir uns dann mit meiner Mutter auf den Weg Richtung München (Danke Mama!!) und nach einer kleinen Irrfahrt erreichten wir schließlich den Busbahnhof in München/Fröttmaning. Mit einer kleinen Verspätung trafen schließlich auch die Busse ein, die die wartenden Passagiere zu ihren Schiffen sowohl nach Savona als auch nach Venedig bringen würden.

01.11.2009 – Savona / Italien

Um 0.30 Uhr waren alle Fahrgäste und ihr Gepäck in den Bussen verstaut und wir konnten los fahren. Bis zur ersten Pause in der Nähe von Innsbruck verbrachte ich die Zeit mit Lesen und Musik hören, später schlief ich dann schnell ein. Als ich im Morgengrauen erwachte traf mich zunächst fast der Schlag. Alles weiß!!! Böse Erinnerungen an das Schneechaos vom vergangenen Jahr kamen hoch bis ich erkannte, dass es sich nur um extrem dicken Nebel handelte. Dieser verschwand aber später und als wir noch vor 10 Uhr Savona erreichten lachte die Sonne vom zunächst nahezu wolkenlosen Himmel. Es war ein wirklich beeindruckender Anblick, der sich uns bei der Einfahrt in den Hafen bot – dort lagen neben „unserer“ Costa Luminosa noch die Costa Mediterranea und die Costa Concordia.

Meine dicke Winterjacke stopfte ich dann auch schnell in den Rucksack, für die hatte ich bei 17°C keinerlei Verwendung mehr. Im Hafenterminal warteten wir auf die Einschiffung, die um 12 Uhr begann. Zur Unterhaltung der Passagiere gab es Tanzvorführungen, wobei wir ja nicht all zu lange warten mussten, da wir Einschiffungsnummer 2 hatten. Alles ging sehr zügig vonstatten und gegen 12.30 waren wir bereits an Bord. (Und das sogar ohne die uns eigentlich zustehende bevorzugte Einschiffung!)

Route

Mein erster Eindruck der Costa Luminosa lässt sich wohl am besten mit „wow“ beschreiben! Alleine schon das Atrium mit den gläsernen Aufzügen und der 910 kg schwere Bronzestatue „Donna sdraiata 2004“ von Fernando Botero in der Mitte ist einfach der Wahnsinn.

Da wir bewusst auf ein Frühstück verzichtet hatten war unser erster Weg auf Deck 9 ins Buffetrestaurant Andromeda. Schnell fand ich auch meine geliebten Pizzastücke und musste feststellen, dass diese noch besser als im vergangenen Jahr auf der Costa Serena schmeckten.

Später machten wir uns auf die Suche nach unserer Kabine mit der Nummer 4397, wo wir zeitgleich mit unserem Gepäck eintrafen. Perfektes timing nenne ich das!

Unsere Kabine war sehr geschmackvoll eingerichtet (nicht das gewohnte Costa-Orange!) und auch das Bad war nicht wie gewohnt türkis, sondern dunkelrot. Aber das wirklich beeindruckendste war der riesige Balkon. Ist schon was tolles, wenn man preisgleich eine höhere Kabinenkategorie bekommt. Danke Costa!

Als nächstes stand eine kleine Besichtigungstour auf unserem Plan. Hier wurde uns dann auch die Länge der Luminosa so richtig bewusst, was ja nicht unbedingt ein Nachteil ist, wenn man sich wegen des leckeren Essens etwas bewegen will. Das gesamte Schiff ist wunderschön eingerichtet und weniger bunt als die Costa-Schiffe, die wir bereits kennen.

Leider wurde das Wetter immer schlechter, was uns aber kaum interessierte. Während in der Heimat die Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt lagen war auf der Luminosa das Dach am Lido Dorado sogar teilweise geöffnet – was will man mehr? Dort gönnten wir uns dann auch ein Weißbier an der Bar – zu unserem Schrecken gab es leider kein Fanziskaner mehr, sondern lediglich Paulaner-Plörre. War uns aber auch egal!

Was ab 16 Uhr am Hauptpool auf Deck 9 stattfand lässt sich nur schwer in Worte fassen. Ich zitiere mal die Bordzeitung „Today“: „Party zur Abfahrt des Schiffes mit vielen speziellen CostaClub-Überraschungen! Leinen Los! – CostaClub Party unter Mitwirkung unseres Kapitäns Mauro Bellomo“. So etwas habe ich noch nie in meinem Leben erlebt! Der Kapitän begrüßte persönlich die Passagiere und es wurden Videogrüße von allen (!!) Kapitänen der Costa-Flotte gezeigt. Zudem bekam jeder einen Luftballon, an den er einen Zettel mit seinen Wünschen hängen konnte. Als wir um 17 Uhr zu „Time to say goodbye“ ablegten (auf der Leinwand wurde live die Brücke gezeigt) ließen alle ihre Luftballons fliegen und die Mediterranea und die Concordia verabschiedeten uns lautstark. Dieser Moment war so emotional aufgeladen, dass ich Tränen in den Augen hatte. (Wer wissen will, was auf meinem „Wunschzettel“ stand – ich werde es nicht verraten^^)

Party

Abschied

Danach war es auch schon an der Zeit, uns fürs Abendessen her zu richten und das Restaurant Taurus zu suchen. Auf dem Weg ins Restaurant lernten wir auch noch unseren Kabinensteward Kamaludin kennen, der uns die gesamte Reise über immer wieder mit seinem perfekten Service und kleinen Aufmerksamkeiten erstaunte.

Das Abendessen war wie gewohnt superlecker und auch mit unseren Tischnachbarn – einem lustigen Ehepaar aus Berlin sowie zwei netten Herren (Bill + Johnny?^^) – verstanden wir uns auf Anhieb gut (bis auf die etwas reservierteren Kärntner, die allerdings nur an diesem Abend gemeinsam mit uns am Tisch speisten).

Nach dem Essen gönnten wir uns noch Weißbiere an der Bar Atrium Supernova (wird künftig von mir als „Mittelbar“ bezeichnet) und ich schoss mir dann letztendlich an der Bar Lido Dorado auf Deck 9 mit einem Long Island Iced Tea die Lichter aus, da ich etwas verstimmt war, nachdem ich erfahren hatte, dass unser Ausflug ins Camp Nou ausfallen würde. (Würde ich es wohl jemals schaffen, in dieses verd***** Stadion zu ******????)

02.11.2009 – Barcelona / Spanien

Nachdem ich in der Nacht wie ein Baby geschlafen hatte (bei offener Balkontüre!!!) begaben wir uns in der Früh zunächst zum Tour Office. Leider erfuhren wir dort, dass unser Ausflug komplett abgesagt worden war und auch in keiner anderen Sprache stattfinden würde. Da ich keine Lust auf einen anderen Ausflug hatte erstand ich lediglich zwei Tickets für den Shuttle-Bus. Gegen 9.45 Uhr fand die obligatorische Rettungsübung statt – langweilig wie immer und natürlich konnten es auch mal wieder ein paar Italiener nicht lassen, sich die Pfeifen ins Maul zu stecken. Bähh! Da sich der Hunger bei mir nun deutlich bemerkbar machte begaben wir uns im Anschluss auf Deck 9 und füllten unsere Mägen. Lachs zum Frühstück ist echt was feines! Die kurze Zeit bis zur Mittagsfütterung verbrachten wir mit Lesen und Schreiben auf Deck 9 und beobachteten wie wir uns dem Hafen von Barcelona näherten, den wir gegen 13 Uhr erreichen sollten. Als ich für meinen Gatten Sushi (jaaaaa, es gab Sushi!!!) organisieren wollte musste ich mich einmal wieder über das seltsame Verhalten einiger italienischer Passagiere wundern. Glauben die, dass es schneller geht, wenn man seinem Vordermann permanent das Tablett in den Rücken rammt? Abstellen lässt sich so was allerdings ganz einfach indem man seinem Hintermann so ganz aus Versehen auf den Fuß tritt. Hähä!

Um 13.15 Uhr erhielten wir unsere Aufkleber im Theater Phoenix und verließen das Schiff (die Aufkleber waren allerdings komplett fürn Arsch, hatte nichts mit der Verteilung in die Shuttlebusse zu tun, jeder steigt halt irgendwo ein). Neben uns im Hafen sahen wir die Wind Surf, die MSC Splendida und die  MSC Orchestra.

Mit dem Bus wurden wir zum World Trade Center gebracht. Auf dem Weg entdeckten wir noch die Rotterdam und direkt beim WTC die Crystal Serenity und zu meiner großen Freude auch die Seabourne Legend (sowie einen netten „Plan B“). Bei 22°C schlenderten wir zunächst durchs WTC und setzten uns anschließend ans Wasser.

Barcelona

Später spazierten wir noch ein bisschen durch Barcelona und erstanden Postkarten. Der Weg zu Sagrada Familia war für meinen Mann leider zu anstrengend, aber wir werden sicher noch mal nach Barcelona kommen (allein schon wegen der Stadion-Sache).

Wieder an Bord registrierten wir dann noch schnell unsere Kreditkarten an einem der Automaten – schneller und einfacher geht es echt nicht.

Vor dem Abendessen gönnten wir uns einen Cocktail of the Day („Andrea C“ mit Light Rum, Pfirsichlikör, Orangen- und Zitronensaft) an der Mittelbar, wo wir freudig vom Gitarrenspieler Alex begrüßt wurden – was besonders Gerald erstaute („Woher kennst jetzt den schon wieder??“^^).

Während des Abendessens verließen wir so gegen 19 Uhr den Hafen von Barcelona und nahmen Kurs auf unser nächstes Ziel, den Hafen von Casablanca.

Nach dem Essen fanden wir eine kleine Überraschung auf unserer Kabine: aus unseren Klamotten waren kleine Kunstwerke entstanden und Wuschl hatte Geralds Sonnenbrille auf. Meinen Lachanfall beim Anblick meines alten Hundes kann sich keiner vorstellen. Den restlichen Abend verbrachten wir in den diversen Bars und der Disco Altair. (I need my dose! I need my dose!^^)

03.11.2009 – Seetag

An diesem Tag fuhren wir entlang der spanischen Küste Richtung Straße von Gibraltar. Für uns sollte es ein Tag der Entspannung und Erholung werden.

Nach dem Frühstück vertrieben wir uns die Zeit mit Lesen, Schreiben und Lästern bis um 12.50 Uhr am Hauptpool das Neptunfest statt fand, bei dem das Animationsteam allerhand Späße veranstaltete. Zum Beobachten einfach herrlich, mitmachen wäre aber nichts für mich gewesen.

Zum Mittagessen gab es an Buffet Muscheln bis zum Abwinken. Besonders gefallen hat mir hier die Präsentation mit den vielen Früchteschnitzereien.

Früchte

Im Anschluss legten wir uns am Lido Delphinus (am Arsch des Schiffes^^) in der Sonne. Herrlich! Der Himmel war nahezu wolkenlos und die Temperaturen lagen bei ca. 20°C. Allerdings war es sehr windig, was mich aber nicht im geringsten störte. Ich weiß gar nicht wie lange ich auf der Bank am Heck des Schiffes gesessen bin und einfach nur aufs Wasser gestarrt habe… jedenfalls lange genug, um all die Probleme und quälenden Gedanken abzuschütteln. (It’s so damned easy!)

Den Gala-Willkommenscocktail ließen wir wie im Jahr zuvor ausfallen, uns fehlte einfach die Zeit und wir wussten ja, dass es noch einen weiteren Cocktail-Empfang speziell für CostaClub-Mitglieder geben würde. So zogen wir uns nach unserem Sonnenbad auf unsere Kabine zurück und stylten uns in aller Ruhe für das Abendessen auf, was eine gewisse Zeit dauerte, da an diesem Abend Galagarderobe angesagt war.

Beim Gala-Willkommensabendessen gab es für mich Krebsauflauf mit Krabbensauce, Pasta mit geräuchertem Lachs und Wodka und als Hauptgang gegrilltes frisches Seebarschfilet an mediterraner Sauce serviert mit sautiertem Spinat, Karottenpüree und Petersilienkartoffeln.

An diesem Abend passierten wir übrigens (mal wieder^^) die Straße von Gibraltar – immer wieder ein gigantischer Anblick (v.a. so ganz ohne Nebel^^)!

Später gönnten wir uns Cocktails in der Mittelbar, der Piano Bar Libra (bei netter musikalischer Unterhaltung durch Francesco bzw. Bani) und der Bar Lido Dorado am Hauptpool und gingen zeitig ins Bett, da wir am nächsten Tag früh raus mussten.

Wie bereits erwähnt handelte es sich bei dieser Fahrt um „Die erste große Kreuzfahrt des CostaClub“. Was waren aber nun die Überraschungen und Highlights konkret? Als erstes fällt mir da der Tanzwettbewerb „Dance with the Stars“ ein. Ähnlich wie in den diversen Fernsehshows (denk ich mir mal, ich guck die Kacke nicht^^) konnte man sich in Castings bewerben und dann gemeinsam mit Profitänzern sein Können in Shows unter Beweis stellen. Speziell für die deutschen Gäste war Anna Karina Mosmann an Bord. Es gab auch die Möglichkeit, privaten Tanzunterricht zu nehmen oder an öffentlichen Tanzstunden teilzunehmen. Für mich war das zwar nichts, dennoch verfolgte ich teilweise die Wiederholungen der Shows im Bord-TV. Des weiteren gab es die Möglichkeit zur Teilnahme an diversen Kursen aus dem kreativen Bereich z.B. malen, Schmuck gestalten etc. Es fanden auch viele, interessante Vorträge statt wie z.B. über Astronomie. Leider waren diese entweder zu früh oder zu spät für mich. Hmpf! Besonders erwähnenswert sind auch die vielen speziellen Buffets auf Deck 9 mit wunderbaren Früchte- bzw. Eisskulpturen. Insgesamt war das Essen auf dieser Reise einfach himmlisch – Sushi, Austern, Hummer hatte ich bis jetzt noch auf keiner Fahrt mit Costa! Und auf Deck 2 gab es eine Austellung mit vielen Illustrationen zur Geschichte von Costa. Über sämtliche spezielle Angebote wurden wir durch ein Beiblatt zur täglichen Bordzeitung „Today“ informiert.

Fortsetzung folgt…

Fußball und Meeresfrüchte – unterwegs auf der Costa Serena 2008 (4)

06.12.2008 – Malaga

In der Nacht passierten wir erneut die Straße von Gibraltar und die Sicht war wie ein paar Tage zuvor wieder ausgezeichnet. Ich war erneut beeindruckt von der Passage und beobachtete die Lichter an beiden Ufern von Deck 9 aus. Ein einfach grandioser Anblick!

Nach nur wenig Schlaf bewunderte ich in der Früh den tollen Sonnenaufgang und das Einlaufen in den Hafen von Malaga, der zweitgrößten Stadt Andalusiens und sechstgrößten Stadt Spaniens.

Da Gerald ja am Vortag etwas geschwächelt hatte, gab es keine Pläne für einen Landgang. Nach dem Frühstück legten wir uns auf Deck 10 in die Sonne – eingehüllt in schwarz-gelbe Wolldecken – und genossen die Sonne. Der Hafen von Malaga wurde seit letztem Jahr anscheinend umgebaut, jedenfalls kannte ich dieses neue Terminal noch nicht. Eigentlich wäre ich ja gerne zu dem Strand in Sichtweite spaziert, aber in der Sonne war es so schön und entspannend und so lies ich nach einem Telefonat mit meiner Mutter den Strand Strand sein und kuschelte mich in meine Decke (besser gesagt Wullis Decke^^).

Mittags gab es spanische Spezialitäten im Buffetrestaurant: Paella bis zum Abwinken! Fein!

Leider verließen wir um 13.15 Uhr den Hafen von Malaga bereits wieder.

Der Magen voll, die letzte Nacht kurz – da gibt es doch nichts schöneres als sich in die Sonne zu legen, was ich auch tat. Das Ende vom Lied war natürlich ein ziemlich rotes Gesicht zum Abendessen! Aufgrund der Temperaturen von ca. 18°C war auch keine Wolldecke mehr notwendig.

Um 15.30 Uhr gab es einen Vortrag zur Ausschiffung in Savona, die wie immer ablaufen sollte: farbiger Kofferanhänger in der Kabine und die jeweiligen Treffpunkte in Today. Im Anschluss holte ich unser kostenloses Foto vom CostaClub-Cocktail. Maaaann, warum müssen manche Leute immer drängeln und schieben, davon geht es auch nicht schneller. Das Foto nimmt einem ja keiner weg. Immer wieder dasselbe!

Zum „Auf Wiedersehen-Gala-Abendessen“ war mal wieder elegante Kleidung angesagt. Da ich aber mein Abendkleid bereits drei Mal an hatte entschied ich mich für mein Dirndl (= mein Hochzeitskleid). Auf unseren letzten beiden Kreuzfahrten hatten ja viele aus unserer Gruppe Tracht getragen (auf der Costa Mediterranea auch die Schotten^^), hier aber war ich so ziemlich die einzige und wurde auch dementsprechend angestarrt. Besonders zwei ältere italienische Damen auf der Toilette waren begeistert, während eine der deutschen Gäste bei meinem Anblick etwas pikiert schaute und sich einen entsprechenden Kommentar nicht verkneifen konnte. Mein Dirndl war ihr wohl nicht „Gala“ genug – egal, ihr „topschickes“ Twinset war auch nicht gerade der Reißer.

Vor dem Essen gönnten wir uns einen Cocktail des Tages an der Mittelbar (Mamas Lieblingscocktail „Sex in the Beach“). Der Pianospieler Valerio konnte es nicht lassen, sich über mich lustig zu machen und hauchte grinsend „Luca Toni! Amore!“ in sein Mikro als er mich sah. Ich sollte im Suff einfach meine Klappe halten!

Das Essen selber war an diesem Abend einfach traumhaft. Seit über einem Jahr hatte ich mich auf das Jakobsmuschel-Gratin gefreut. Wahnsinn, ich könnte das Zeug tonnenweise in mich rein schaufeln! Am Ende des Essens gab es die obligatorische Eisbombe mit Wunderkerzen (und Zuckerschock-Gefahr). Das Eis ist ja ganz lecker, aber dieses Zuckerzeug – wähhh! Gehört nun aber dazu, also einfach runter mit den Kalorien!

An dieser Stelle möchte ich ein paar Worte zu den Franzosen am Nebentisch sagen: Ich verstehe es wirklich, dass man nicht so leicht schicke Abendgarderobe für Schwangere bekommt, auch dass man in diesem „Zustand“ nicht unbedingt gerne hohe Schuhe trägt. ABER jeden Abend diese grässlichen roten Turnschuhe? Und eine weiße, knielange Sporthose hat nun wirklich nichts mit Gala-Kleidung zu tun!!! Außerdem gehört es sich nicht, permanent eine halbe Stunde zu spät zum Essen zu kommen. So nicht, Froschfresser-Lady! Über die Tischmanieren und das ständige Gemotze will ich jetzt mal lieber gar nichts sagen.

Nach dem Essen gingen wir auf Shopping-Tour, gönnten uns einen Cocktail in der Mittelbar und bespaßten uns beim „Spiel des Apollo“. Es sollte der jeweilige Rhythmus verschiedener Lieder erraten werden und ich musste mich natürlich blamieren, da ich von zwei Leuten falsche Informationen bekam (nix Rumba, das war ein fucking Bossa Nova!!). Dann ging es weiter in die Sport-Bar, wo das Spiel Lazio gegen Inter lief und Lazio leider 0:3 verlor. Gut, dass wir nur den Schluss sahen. Dafür hatten wir mal wieder das Vergnügen mit unserem besoffenen Engländer. Dieser war uns schon öfter aufgefallen, besonders mir nachdem er mich darauf aufmerksam gemacht hatte, dass ein großes Tier auf meinem Rücken rumkrabbeln würde (*kicher*). Leider hatte der Typ einen fürchterlichen Dialekt und ich verstand ihn fast nicht. Konnte aber auch daran liegen, dass er einfach nur aufgrund seines Alkoholkonsums „etwas“ lallte. Nach ein paar Mitternachtssnacks gönnten wir uns noch einen Absacker in der Mittelbar und gingen dann auf unsere Kabine.

07.12.2008 – 4. Seetag

Für unseren letzten Tag auf der Costa Serena hatte uns Kapitän Paolo Benini etwas ganz besonderes versprochen: er würde uns ganz nahe an Mallorca vorbei fahren! Daher zog es mich auch verhältnismäßig früh aus dem Bett und ins Freie. Gegen 10 Uhr erschien tatsächlich die bekannte Urlaubsinsel vor uns. Obwohl es etwas frisch war waren viele Leute auf den oberen Decks, um den Ausblick zu bewundern. Ich schnappte mir eine Decke und machte zahlreiche Fotos bis mir der Akku finito meldete. So was muss natürlich immer dann passieren, wenn man es am wenigsten braucht.

Ich holte Gerald, der ein bisschen länger geschlafen hatte, in der Kabine ab und begab mich wieder „nach oben“, um eine Kleinigkeit zu frühstücken während wir an Mallorca vorbei schipperten. Beim Pool Lido Urano trafen wir auch wieder auf unseren englischen Freund, der zunächst am Pool schlief und sich dann an der Wassergymnastik erfreute (Der alte Spanner!!^^).

Mittags gab es italienische Spezialitäten, was für uns Muscheln, Calamari und Meeresfrüchtesalat ohne Ende bedeutete. Dieses Leckereien würde ich zu Hause wirklich vermissen!

Eigentlich hatte ich ja vor den Rest des Tages bratend in der Sonne zu verbringen, aber leider war es mir draußen doch etwas zu windig und so beschloss ich, einfach ein wenig durch das Schiff zu schleichen. Später war es dann auch Zeit, die Koffer zu packen.

Nachdem Abendessen verabschiedeten wir uns von unseren Kellnern im Restaurant Ceres (deren Namen ich mir leider die ganze Fahrt über nicht merken konnte) und gingen ins Buffetestaurant. Nein, wir hatten keinen Hunger mehr, nur einfach Lust auf ein letztes Stück Pizza und auf eine weitere Ladung von dem leckeren Meeresfrüchtesalat. Zum krönenden Abschluss durfte natürlich ein Cocktail an der Bar Lido Sole nicht fehlen. Da mir der Cocktail des Tages nicht zusagte („Pina Colada“) gab es für mich „Margarita“ und für Gerald Gin Tonic.

In der Sport-Bar wurde das Spiel irgendwer (ich nannte die Mannschaft der Einfachheit halber „Schalke“) gegen Genua übertragen. Also ich muss schon sagen, von der Serie A hätte ich mehr erwartet. Total langweiliges Gekicke. Dafür konnten wir mal wieder unseren englischen Freund und seine besondere Art einen Cocktail zu trinken beobachten. Bei ihm lief das folgendermaßen ab: Früchtedekoration entfernen – Strohhalm entfernen – Glas zwei Mal schwenken – runter mit der Plörre und zwar auf ex! Da war es natürlich auch kein Wunder, dass der gute Mann auffallend oft einen sitzen hatte. Ich labte mich derweilen an „Long Island Iced Tea“ und es war ein Wunder, dass ich noch halbwegs gerade durchs Schiff laufen konnte.

Zwischendurch musste ich noch in unsere Kabine, um mich umzuziehen (bequeme Klamotten für die Heimreise) und die Koffer vor die Kabine zu stellen (werden in der Nacht abgeholt).

Unseren letzten Abend ließen wir in der Mittelbar ausklingen. Nachdem wir noch ein paar Fotos mit unseren Kellnern und natürlich auch mit Valerio gemacht hatten hieß es schließlich endgültig von allen Abschied nehmen.

08.12.2008 – Savona

An unserem letzten Morgen an Bord erreichte die Costa Serena gegen 9 Uhr den Hafen von Savona. Zuvor wurden wir bereits unsanft durch lautes Rufen und Klopfen geweckt. Mit unserem Handgepäck (die Koffer waren bereits in der Nacht geholt worden) verließen wir unsere Kabine und frühstückten schnell eine Kleinigkeit im Buffetrestaurant, wo natürlich ziemlicher Andrang herrschte, da sich wohl die meisten noch ein letztes Mal den Magen voll schlagen wollten. Im Salon Luna warteten wir anschließend auf unsere Ausschiffung, die wie immer schnell und problemlos ablief. Bevor wir es überhaupt richtig mitbekamen waren wir schon von Bord und unser Urlaub war endgültig vorbei. Schade!

Unsere Koffer fanden wir auch ziemlich schnell und nachdem wir die italienischen Horden vorbei gelassen hatten machte ich mich auf die Suche nach unserem Bus während Gerald vor dem Terminal auf mich wartete und das Gepäck bewachte. Die wartenden Busse waren gut sichtbar mit den einzelnen Haltepunkten beschildert und so hätte ich unseren Bus auch ohne die Hilfe einer netten Costa-Mitarbeiterin gefunden. Er war natürlich der letzte in der Reihe. Nach einem kurzen Gespräch mit den Busfahrern bekamen wir auch einen schönen Platz unten im äußerst komfortablen „Reisebus der neusten Generation“. Da wir die ersten Passagiere waren vertrieben wir uns die Wartezeit bis zur Abfahrt mit einem Spaziergang bei 12°C und strahlendem Sonnenschein durch den Hafen und bewunderten ein letztes Mal die Costa Serena . Ich wäre so gerne wieder an Bord gegangen!

Über den Brenner fuhren wir schließlich Richtung Heimat. Auf der problemlosen Fahrt vertrieb ich mir die Zeit mit Musik hören und dösen. Nebenbei liefen auch Filme und um 20 Uhr konnten wir dank Satellitenempfang auch die Tagesschau sehen. Gegen 21 Uhr erreichten wir München-Fröttmaning. Nachdem wir uns von unseren Mitreisenden verabschiedet hatten fuhren wir nach kurzer Wartezeit mit dem Taxi zum Hauptbahnhof. Da unser Zug erst um 22.44 Uhr abfahren sollte nutzten wir die Zeit und stopften uns beim Burger King die Mägen voll. Um 00.30 Uhr hatte uns schließlich die Heimat wieder und wir wurden von meiner Mutter am Regensburger Hauptbahnhof in Empfang genommen.

Jetzt, nachdem ein paar Wochen seit unserer Reise vergangen sind, kann ich rückblickend sagen, dass es eine wirklich schöne Kreuzfahrt auf einem tollen Schiff war. Auch wenn ich gerne mehr Ausflüge gemacht hätte so war es insgesamt ein nahezu perfekter Urlaub. Im Dezember in Sommerklamotten in der Sonne liegen und sich die Meerluft um die Nase wehen lassen – was will man mehr?

Am Ende meines „kleinen“ Reiseberichts möchte ich mich bei Kapitän Paolo Benini und der gesamten Crew der Costa Serena für diese unvergessliche, wunderschöne Kreuzfahrt bedanken.

Mein besonderer Dank gilt den Ärzten, Schwestern und Therapeuten, die meinen Mann nach seiner Erkrankung wieder auf die Beine gebracht haben, so dass er mit mir diese Reise machen konnte, sowie meiner Mutter und meinen Freunden, die mich in dieser schlimmen Zeit unterstützt haben.

Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit! Falls es die Götter gut mit uns meinen werde ich mich Ende des Jahres mit „Spanien, Marokko und Atlantische Inseln reloaded“ wieder melden…

Fußball und Meeresfrüchte – unterwegs auf der Costa Serena 2008 (3)

04.12.2008 – Funchal

Gegen 7 Uhr lief die Costa Serena in den Hafen von Funchal ein. Ein toller Anblick, v.a. wenn man dabei noch im Bett liegt. (Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass eine Balkonkabine etwas tolles ist?^^)

Funchal ist die Hauptstadt der portugiesischen Insel Madeira, die ca. 1.000 km südwestlich von Lissabon und ca. 700 km westlich der marokkanischen Küste im Atlantik liegt. Madeira ist v.a. für seine üppige Vegetation bekannt.

Nachdem auch Gerald endlich aufgestanden war begaben wir uns zum Frühstücken auf Deck 9 und später auch auf Deck 10, wo wir uns dann auch die Zeit bis zum Mittagessen mit Schreiben und Lesen vertrieben. Mit uns im Hafen lagen die „Splendour of the Seas“ und die „AIDAcara“. Das Wetter war wirklich traumhaft: blauer Himmel, Sonnenschein und bis zu 20°C warm. So muss ein Urlaub sein! Ich wäre in der Sonne auf Deck 10 beinahe eingeschlafen.

Mittags gab es „mediterrane Spezialitäten“: Muscheln und Tintenfisch bis zum Abwinken! Lecker! Wieder einmal stellte sich mir die Frage, wie viel ein Mensch eigentlich essen kann bevor er platzt. An diesem Tag war ich nahe dran das heraus zu finden.

Leider zogen bis zum Nachmittag ein paar dunkle Wolken auf, es blieb aber dennoch schön und angenehm warm. Wir gingen gegen 14 Uhr von Bord um Funchal etwas zu erkunden. Obwohl ich gerne etwas mehr von der Stadt gesehen hätte kamen wir leider nicht all zu weit, da es Gerald nicht so gut ging und er nach kurzer Zeit doch arg zu schwanken begann. Also spazierten wir lediglich ein bisschen in Hafennähe herum, begutachteten die AIDAcara und die Splendour otS und verzogen uns schließlich wieder auf Deck 10 in die Sonne.

Ich muss schon sagen, Anfang Dezember im kurzen Rock und Top in der Sonne zu liegen hat wirklich was. Nachdem ich meinen mitgebrachten Roman von Dan Brown innerhalb kürzester Zeit gelesen hatte beschränkte ich mich die letzten Tage der Fahrt darauf einfach nur Musik zu hören und die Sonne zu genießen.

Gegen 18 Uhr verließen wir den Hafen von Funchal wieder und nahmen Kurs auf Malaga. In der Abendsonne sah die Stadt wirklich schön aus.

Nach einem wie immer äußerst üppigen Abendessen gingen wir auf Deck 9, um dort eine Tasse Tee bzw. Kaffee zu trinken. Der Tee bzw. Kaffee dort ist umsonst und besonders der Kaffee soll nicht so unbedingt der Brüller sein. Über den Tee kann ich mich nicht beklagen, schmeckte bei mir eh meist nur nach Zitrone.

Anschließend erstanden wir ein paar Fotos vom ersten Galaabend und gönnten uns einen Cocktail des Tages („Planters Punch“) in der Mittelbar. Ich lese ja immer wieder in Berichten, dass die Fotografen an Bord so schrecklich aufdringlich und die Preise für die Fotos fürchterlich überzogen wären. Mit den Fotografen hatte ich noch auf keinem Costa-Schiff Probleme (wobei sie auf der Mediterranea manchmal schon nervten), man sagt einfach höflich „nein danke“ und gut ist es oder lächelt einfach in die Kamera. Klar sind die Bilder schweineteuer, aber man MUSS sie ja auch nicht kaufen. Wir gönnen uns eigentlich von jeder Fahrt das ein oder andere Bild, v.a. die mit der Reiseroute drauf haben es mir angetan, die machen sich so schön im Eingangsbereich unserer Wohnung.

Da Gerald an diesem Tag etwas schwächelte ging er früh zurück auf unsere Kabine während ich endlich meine Postkarten zum Fotoshop brachte, ein wenig durchs Schiff schlenderte, einen Italiener abblitzen ließ und mir zum Schluss noch die „Tropical Party“ (mit „warmen Sommer-Rhythmen“ und bunten Blumenketten für die Gäste) auf Deck 9 gab. Da sich meine Feierlaune aber irgendwie auch in Grenzen hielt war mein Aufenthalt nur von kurzer Dauer. Die anderen Leute schienen aber ihren Spaß zu haben, v.a. die Italienerin mit der Pferdefresse am Nebentisch. Ich glaube, jeder 25jährige Ackergaul hat bessere Zähne als diese Tante. Eigentlich wollte ich ja noch das „Buffet unter den Sternen“ plündern, aber in meinem Magen war leider kein Platz mehr. So schlenderte ich nach einem Cocktail mitsamt meiner Beute (geschenktes Cocktailglas vom netten Kellner) Richtung Kabine.

05.12.2008 – 3. Seetag

Während die Costa Serena auf dem offenen Meer mit Kurs auf die Straße von Gibraltar navigierte war bei uns mal wieder (oder wie immer?) Erholung und Entspannung angesagt. Wie schliefen relativ lange – uns wurde ja auch in der Nacht eine Stunde „geklaut“ – und machten es uns es nach dem Frühstück auf Deck 9 beim Pool Lido Urano bequem. Zu unserer Belustigung gab es Wassergymnastik und auch unser Freund Gully leistete uns mal wieder Gesellschaft (*kicher*). Während Gerald auf einer der Ligen am Pool etwas döste verzog ich mich auf eine Liege einen Stock höher in der Sonne. Es war einfach herrlich – Sonnenschein, der Atlantik, der frische Wind! Immer mehr Menschen lockte die Sonne auf die oberen Decks – teilweise im Badeanzug, aber auch mit Winterjacke und Mütze (Italiener sind Weicheier!!).

Mittags gab es im Buffetrestaurant laut „Today“ indianische Spezialitäten (Oder sollten eigentlich indische gemeint sein? Danach sah es jedenfalls eher aus^^). Bei Gerald gab es an diesem Tag ausnahmsweise amerikanische Spezialitäten: Burger und Hot Dog. Ist auch mal ganz lecker, allerdings bevorzuge ich im Urlaub generell die Speisen, die ich zu Hause nicht bekomme.

Leider verschwand die Sonne im Laufe des Nachmittags und es wurde immer dunkler. So wurde es nichts aus einem erneuten Sonnenbad und Gerald hoffte wie immer (vergeblich) auf einen schweren Sturm. Nun gut, Kotztüten waren ja überall auf in den Treppenhäusern und Gängen verteilt (eignen sich hervorragend als Mitbringsel^^). Leider hatten wir um 13 Uhr die Vorführung mit den Eisskulpturen-Schnitzereien verpasst, da ich da noch in der Sonne gelegen hatte.

Was also tun an diesem Seetag? Da ich generell kein Fan von Spielen und sonstigen Animationsgeschichten bin entschloss ich mich einfach gar nichts zu tun und mich nebenbei über die anderen Passagiere zu amüsieren – wie über den Typ mit dem Flachmann am Tisch nebenan (kein Witz! Der hatte echt einen in seiner Jacke^^) sowie immer wieder neue Dinge auf dem Schiff zu entdecken (Waaaas, da ist auch ein Klo? Und ich renne immer quer durchs ganze Schiff!^^).

Dass Italiener immer in lärmenden Horden auftreten und nach dem Essen einen riesigen Saustall mit lauter noch halb vollen Tellern hinter lassen hatten wir ja bereits bei unseren letzten beiden Kreuzfahrten mit Costa bemerkt. Daran hatte sich auch nichts geändert. Aber so sind sie eben und mich darüber aufzuregen ist mir prinzipiell zu dumm. Es wäre allerdings echt mal schön, wenn sie ihre Kinder nicht ständig in den für Erwachsene reservierten Pool lassen würden. Auffällig war auch, dass sich die Wahl der Kleidung insgesamt eindeutig zum schlechteren gewandelt hatte. Gerade von den Italienern war ich da besseres gewohnt. Es befanden sich auch relativ viele deutsche Passagiere an Bord (v.a. aus der Generation 50+), die aber kaum auffällig wurden. Insgesamt konnte man mit allen Passagieren gut auskommen. Wer nervte wurde ignoriert oder ihm wurde einfach ein Ohr abgeschnitten. Als sehr angenehm empfand ich, dass man immer irgendwo ein stilles Plätzchen finden konnte, auch an Seetagen. Ja, ihr ewig nörgelnden Mitreisenden, wer suchet der findet – sogar ein stilles Plätzchen (und damit meine ich nicht die Toiletten^^). Wenn ich mich allerdings direkt dort hinlege, wo die Animatösen ihre Auftritte haben brauche ich mich auch nicht über die laute Musik etc. beschweren.

Und weil wir schon mal bei Beobachtungen sind, das Personal war wie gewohnt immer äußerst freundlich und bemüht, uns den Aufenthalt auf dem Schiff möglichst angenehm zu machen. Großes Lob an dieser Stelle! Sauberkeit wurde groß geschrieben, immer war irgendwo einer am Putzen. Das Essen war auch einfach gigantisch. Wer hier nicht satt wurde, dem ist nicht mehr zu helfen. Wie viel Kilo ich mir letztendlich auf dieser Reise angefressen hatte wird nicht verraten. Besonders mit den Kellnern in unseren „Stammbars“ hatten wir immer unseren Spaß (ich denke hier besonders an den netten Kellner aus der Sport-Bar, der nun weiß, dass Hefe wichtig für die Schönheit ist^^).

Das Schiff selber ist einfach riesig! Was aber nicht von Nachteil ist, da man so ausreichend Bewegung hat (Wenn ich jetzt eine Runde drehe, dann müsste eigentlich noch ein Stück Pizza in mich rein passen^^). Die Einrichtung mag manchen zu bunt sein, mir persönlich gefiel sie total gut (die Costa Mediterranea fand ich da schlimmer). Ich bin ja hier schließlich im Urlaub und nicht auf einer Trauerfeier. Ich werde es auf alle Fälle niemals bereuen, dass ich mich für eine Fahrt mit der Costa Serena entschieden hatte. Mit diesem Schiff würde ich jederzeit wieder eine Kreuzfahrt machen.

Um 17.30 Uhr waren wir zum CostaClub-Cocktail eingeladen. Kapitän Paolo Benini begrüßte seine Gäste in den verschiedenen Sprachen, deutsch muss er allerdings noch etwas üben. Es gab wie immer Gratis-Getränke und Häppchen.

Im Anschluss war italienischer Abend im Restaurant Ceres. Natürlich dufte die Show der Kellner am Ende des Essens nicht fehlen (immer wieder nett anzusehen, v.a. die „sexy“ Tanzeinlage).

Danach verschwanden wir schnell in unserer Kabine, um Anzug bzw. Abendkleid gegen ein bequemes Outfit zu tauschen, denn heute stand das Bundesliga-Spitzenspiel FC Bayern gegen Hoffenheim auf dem Plan – sofern es übertragen werden sollte. In der Sport-Bar warteten auch schon ein paar deutsche Gäste und wir erfuhren, dass alles davon abhängen würde, welcher Satellit angesteuert werden würde. Also Daumendrücken und die Rezeption mit Anrufen bombardieren! Und es klappte tatsächlich – wir konnten das Spiel auf „Dubai Sports“ verfolgen! Es war einfach zum Brüllen! (und ich bin mir sicher, der Kommentator sagte „Scheißdreck“^^) Das Spiel selber war spannend, das Ergebnis in Ordnung und die Stimmung einfach toll. Man muss sich das einmal vorstellen: wir mitten im Atlantik auf einem italienischen Schiff, der Kellner kam von den Philippinen und wir gucken deutsche Bundesliga auf einem Sender aus Dubai! Zu meiner besonderen Freude gewannen die Bayern das Spiel 2:1 nach einem späten Treffer von meinem Liebling Luca Toni.

Nach dem Spiel versumpften wir noch in der Mittelbar bei Bier und einigen Cocktails des Tages („Tequila Sunrise“) und ich lies sämtliche anderen Passagiere und Angestellte an meiner guten Laune teilhaben.

Fortsetzung folgt …

Mehr Fotos unter:

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Fußball und Meeresfrüchte – unterwegs auf der Costa Serena 2008 (2)

01.12.2008 – Casablanca

Ich wurde relativ früh wach (jedenfalls für meine Verhältnisse und wohl auch dank der Zeitumstellung) und konnte im Morgengrauen das Einlaufen in den Hafen von Casablanca beobachten – und zwar vom Bett aus, höhöhöhö! Nun waren wir also in Afrika!

Casablanca ist die größte Stadt Marokkos und das wirtschaftliche Zentrum des Landes. Wenn man über die Stadt blickt fällt einem sofort die Hassan-II.-Moschee ins Auge, die das höchste Minarett der Welt besitzt.

Wir hatten hier keinen Ausflug gebucht (v.a. da hauptsächlich Touren von 10 und mehr Stunden angeboten wurden) und wollten nur ein wenig den Hafen erkunden. Aber zunächst war Frühstück, Entspannung und Mittagessen (orientalische Spezialitäten) angesagt und ich konnte fast spüren wie sich die Kilos um meine Hüften legten.

Nachdem wir einen kurzen Regenschauer abgewartet hatten gingen wir von Bord. Meine Füßen betraten das erste Mal afrikanischen Boden, was ich auch gleich bildlich festhalten musste. Bei teilweise blauem Himmel und ca. 15°C spazierten wir im Hafen herum, unterhielten uns mit einem lustigen Uniformierten (Polizei? Zoll?), der uns sofort als Deutsche erkannte, und machten Fotos. Ebenfalls im Hafen lag die MTS Coral, die im Vergleich zur Serena wie ein Spielzeug wirkte, und die gesamte marokkanische Kriegsflotte (*kicher*).

Wieder an Bord ging es zum Lesen, Schreiben und Entspannen zum Lido Urano am Arsch des Schiffes. Ich merkte wie ich langsam immer ruhiger wurde und der Stress der vergangenen 14 Monate von mir ab fiel.

Bevor ich über die restlichen Aktivitäten des Tages besser gesagt Abends berichte möchte ich gerne ein bisschen was zum Thema Abendessen auf der Costa Serena erzählen. Gegessen wird im Allgemeinen in zwei Sitzungen. In welcher Sitzung man ist und in welchem Restaurant („Ceres“ bzw. „Vesta“) sowie an welchem Tisch erfährt man bei der Ankunft. Wir hatten bei unserer Buchung bereits angegeben, dass wir die erste Sitzung bevorzugen, was auch berücksichtigt wurde. Alternativ dazu kann man auch in die Pizzeria auf Deck 9 gehen (bis 1 Uhr geöffnet). Zudem gibt es noch das Restaurant „Samsara“ (für die Gäste der Samsara-Kabinen) und den „Club Bacco“ (gegen Aufpreis).

Das „normale“ Abendessen steht meist unter einem bestimmten Motto und besteht aus mehreren Gängen, pro Gang kann man aus zwei bis vier unterschiedlichen Gerichten auswählen (es ist auch immer ein vegetarisches Gericht dabei!). Mein typisches Abendessen bestand meist „nur“ aus einer Vorspeise (z.B. Rinderfilet-Carpaccio), einem Nudelgericht (z.B. ganz einfache Pasta mit Basilikumsauce) und dem Hauptgericht (z.B. Ente à l’Orange oder Lachsfilet), für mehr war in meinem Magen einfach kein Platz. Daneben werden noch Suppen, Gemüse als Beilage, Salate und eine Auswahl an Käsen angeboten. Und natürlich diverse Desserts – verschiedene Eisbecher und Sorbets, Obst und andere mehr oder weniger kalorienreiche Köstlichkeiten.

An besonderen Abenden gibt es auch Showeinlagen des Personals.

Nach dem „mediterranen Abendessen“ bespaßten wir uns in der Mittelbar bei einem Cocktail des Tages („Blue Margarita“ YES!) und einem seltsamen Spiel. Es ging wohl um das Erraten verschiedener Gewürze, aber wie das Ganze genau funktionierte entzog sich unserer Kenntnis. Satz des Abends wurde jedenfalls „schnuffel die Gewurze“ von einer der Animationsdamen, was für uns einfach zum Brüllen klang.


Das Auslaufen aus dem Hafen von Casablanca gegen 22 Uhr verfolgten wir im „Salone Luna“, wo ich mir die Nase an der Fensterscheibe platt drückte. Auch unser ständiger Begleiter, der uns in jede Bar zu verfolgen schien, war wieder dabei: der mysteriöse Gestank, den wir „Gully“ tauften! (Neeeeiiin, das werde ich jetzt nicht näher erläutern^^). Da wir den nächsten Tag wieder auf See verbringen würden sprach auch nichts dagegen etwas länger Party zu machen.

02.12.2008 – 2. Seetag

Der zweite Seetag begann mit einem gigantischen Sonnenaufgang. So etwas schönes hatte ich noch nie gesehen. Für einen solchen Ausblick zahle ich gerne auch etwas mehr und bewundere ihn von meinem eigenen Balkon aus.

Nach dem Frühstück besuchten wir das „gemütliche Bier Fest“ mit deutschen gastronomischen Spezialitäten (*schauder* das einzige Essen, das mir an Bord nicht geschmeckt hat) und Unterhaltungsmusik am Lido Sole und gönnten uns dort ein paar Franziskaner. Ohne Bier wäre das „Spektakel“ auch nicht zu ertragen gewesen. Falls das deutsche Unterhaltungsmusik hätte sein sollen, müsste ich mich mal mit den Verantwortlichen über die aktuellen Grenzen Deutschlands unterhalten (*kicher*). Zumindest ein paar deutsche Klassiker hatten sie im Programm: „Ja mir san mim Radl da“, „Rosamunde“ sowie das eine Lied, von dem ich den Originaltext nicht kenne (höhöhöhöhö!). Gesungen von einer Italienerin klang das alles zum Abbrechen. Ich hatte mich sicherheitshalber mit meinem Lazio-Cap getarnt, um nicht als Deutsche erkannt zu werden. Trotzdem wurde es ein lustiger Vormittag, an dem wir uns gut amüsierten. Zu unserer großen Freude war auch mein Skorpi mehrere Male auf der großen Leinwand zu bewundern als wir gefilmt wurden.

Zum Mittagessen gab es logischerweise dann auch deutsche Spezialitäten, wir blieben allerdings beim Franziskaner (ist ja schließlich auch eine deutsche Spezialität^^).

Am Nachmittag legte sich Gerald ein wenig hin während ich auf Shopping-Tour ging, von der ich mich anschließend in der Mittelbar erholen musste. Dort traf ich zwei nette Engländer aus Manchester, die jetzt in Marbella leben (gegenüber des geilen Yachthafens) und die mich mit Schampus abfüllten. Wir hatten viel Spaß und unterhielten uns über Tattoos („wow, lovely“), Fußball („You like Arsenal??? It was nice to meet you, bye!“), unsere Heimatländer und das Schiff. Leider verpasste ich dadurch den Vortrag „Hinter den Kulissen der Costa Serena“, der mich wirklich interessiert hätte. Aber man kann nicht alles haben und der Nachmittag war auch so sehr schön. Die Temperaturen lagen übrigens tagsüber bei ca. 16°C.

Nach dem „Romantischen Abendessen“ gingen wir noch mit unseren Tischgenossen in die Mittelbar, um den Tag dort ausklingen zu lassen. Cocktail des Tages war „Harvey’s Walbenger“.

Vielleicht fragt sich ja manch einer, was generell auf einem Schiff so geboten wird (außer Mahlzeiten vom Frühstück für Frühaufsteher bis zum Mitternachtsbuffet^^). Eigentlich ist den ganzen Tag über immer irgendwo etwas los, die Informationen zum Tagesprogramm entnimmt man der Bordzeitung „Today“, die jeden Abend auf die Kabine gebracht wird (da steht überhaupt ALLES drinnen, was man wissen sollte/muss, von den Öffnungszeiten der Bordgeschäfte und Bars über Wissenswertes zu den jeweiligen Landgängen bis hin zur Kleiderempfehlung für den Abend). Für die Sportlichen gibt es neben dem Fitnessstudio und dem Joggingparcours auch die verschiedensten Gymnastikkurse oder z.B. Tanzunterricht oder Tischfußball- oder Basketball-Tourniere. Auch die verschiedensten Wellnessangebote kann man gegen Aufpreis nutzen. Quizspiele, Italienischunterricht, Bingo, Bastel-Kurse, Eis- bzw. Gemüseskulptur-Demonstrationen, Modenschauen u.v.m. werden ebenfalls angeboten. Oder man verzockt einfach seine Ersparnisse im Casino oder gibt sie beim Shopping in den Bordgeschäften aus. Man findet aber auch tagsüber immer irgendwo ein Plätzchen wo man seine Ruhe hat. Mir gefällt auf Costa-Schiffen besonders, dass man alles kann, aber nichts muss.

Abends ist im Theater immer Showtime mit einem täglich wechselnden Programm – vom klassischen Konzert bis zur Big Band Show, es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Zudem gibt es in diversen Bars Livemusik und verschiedenste Veranstaltungen wie Masken-Paraden, Karaoke, Tanzwettbewerbe oder Bauchtanzvorführungen. Wer will kann aber auch ganz in Ruhe seinen Cocktail genießen oder Fußball gucken – so wie wir meistens.

03.12.2008 – Santa Cruz de Tenerife

Diesen Morgen liefen wir gegen 8 Uhr in den Hafen von Santa Cruz de Tenerife ein. Das Wetter war zwar nicht so berauschend (bedeckt, ab und zu ein bisschen Regen), aber dennoch waren die Temperaturen angenehm bei bis zu 18°C.

Santa Cruz de Tenerife ist die Hauptstadt der spanischen Insel Teneriffa, der größten der Kanarischen Inseln. Die Insel liegt vor der Küste Marokkos und ist ca. 1300 km vom spanischen Festland entfernt.

Für diesen Tag hatten wir einen Ausflug gebucht: „Teneriffa: Eine Kostprobe seiner Kultur, Landschaft und typischen Produkte“. Mit dem Bus fuhren wir um ca. 9 Uhr zuerst nach La Laguna, wo wir zu Fuß die Stadt erkundeten. Wir spazierten durch die Calle Obispo Rey, eine schöne, von Adelspalästen des 18. Jahrhunderts mit prächtigen Fassaden gesäumte Straße und konnten in einen wunderschönen Innenhof blicken, wo uns zwei kostümierte Damen grüßten. Zum Abschluss hatten wir ein bisschen freie Zeit in einer Markthalle. Komische Tiere blickten uns aus den diversen Auslagen an und zahlreiche seltsame Früchte und Gemüse wurden angeboten. Vielleicht hätten wir sogar etwas gekauft, aber wir Idioten hatten beide (!!!) unsere Geldbörsen an Bord vergessen. Wie blöd kann man eigentlich sein?

Von La Laguna aus fuhren wir durch üppige Gebirgsvegetation und typische kanarische Pinienwälder zum Naturschutzgebiet „Las Mercedes“. In circa 1000 m Höhe konnten wir bei den Aussichtspunkten „Mirador Jardina“ und „Pico del Ingles“ den grandiosen Ausblick über Wälder, Berge und Täler bis zum Atlantik genießen und Fotos machen. Hier hätte ich mir allerdings ein etwas besseres Wetter gewünscht.

Wieder zurück in der „Zivilisation“ kamen wir zur letzten Station des Ausflugs, einer typischen „bodega“. Umgeben von alten Weinfässern und zum Trocknen aufgehängten Schinken und Käsen durften wir verschiedene Sorten Wein probieren und bekamen belegte Brote und Kartoffeln mit einer leckeren, scharfen Sauce zu essen. Mir persönlich mundete v.a. der Rose. Nach Wein und Häppchen bis zum Abwinken war es viel zu schnell wieder Zeit zu fahren. Schade, hier hätte ich es länger ausgehalten. Wahrscheinlich hätte ich mir auch die ein oder andere Flasche Wein gekauft, aber ich bin ja blöd!

Zurück im Hafen gingen wir nicht gleich wieder an Bord sondern erklommen die Hafenmauer, wobei eine verschlossene Tür kein Hindernis darstellte. Von der Mauer aus hatte man einen guten Blick auf die Costa Serena oder konnte auch einfach nur auf das Meer schauen und die Wellen beobachten. Nachdem wir es vorgemacht hatten kletterten immer mehr Leute über die versperrte Tür und spazierten auf der Mauer herum.

Zurück an Bord hatten wir sogar noch Zeit für ein spätes Mittagessen (französische Spezialitäten). Total überfressen mit Oktopus legte ich mich auf eine Liege am Lido Urano und schlief dort schließlich ein.

Abends stand Captains Dinner auf dem Programm, also Bauch einziehen und wieder mal rein ins Abendkleid. Der Übersetzer der Speisekarte hatte anscheinend keinen so guten Tag, so entdeckten wir u.a. die besondere Spezialität: „Vollgestopfter Huhnbrust Costa füllte sich mit Pilz Duxelle und Ricotta käse, serviert mit einer reichen weißen Wein Soße, Kartoffelpüree, Erbsen und Karotten“. (*kicher*)

Nach dem Essen gönnten wir uns einen Cocktail des Tages („Mai Tai“) und sahen das Spiel AC Mailand gegen Lazio Rom an. Wir waren als Lazio-Fans eindeutig in der Unterzahl, was uns aber nicht im geringsten störte. Zurück auf unserer Kabine erwartete uns dann noch eine kleine Überraschung: Eine Falsche Sekt! (Geschenk des CostaClubs, da lohnt sich die kostenlose Mitgliedschaft^^)

Fortsetzung folgt …

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Fußball und Meeresfrüchte – unterwegs auf der Costa Serena 2008 (1)

Vorfreude

Obwohl mein Mann Gerald nach seiner schweren Erkrankung noch nicht einmal richtig gehen konnte musste ich ihm bereits Ende 2007 Prospekte über Kreuzfahrten ins Krankenhaus bringen, da er unbedingt 2008 wieder eine Fahrt machen wollte. Unseren Gedanken an die ursprünglich geplante Atlantiküberquerung mussten wir zwar vorerst auf Eis legen, aber der Wunsch wieder in See zu stechen war bei uns beiden groß. Ich wollte gerne den Atlantik wieder sehen und Gerald träumte davon, mir in Casablanca in die Augen zu schauen. Als im Frühjahr dann ein supertolles, megagünstiges Angebot von Costa ins Haus flatterte schob ich alle Bedenken bzgl. des Gesundheitszustands meines Mannes beiseite und die Reise wurde gebucht. Für mich würde sogar ein zweimaliges Highlight dabei sein – die Passage durch die Straße von Gibraltar! Würde es mir wohl auf dieser Kreuzfahrt vergönnt sein, endlich einmal mehr als nur Nebel zu sehen?

Unser Schiff, die Costa Serena, die erst im Mai 2007 getauft wurde, ist 290m lang, 35,5m breit und bietet Platz für 3780 Passagiere. Hatten wir nicht im vergangenen Jahr die Costa Magica als schon fast zu groß empfunden? Nun sollte es also noch mal eine Nummer größer werden…

Die Wochen vergingen und als wir schließlich unsere Reiseunterlagen erhielten wurde mir erstmals so richtig bewusst, dass wir in Kürze wieder auf Kreuzfahrt gehen würden. Endlich wieder das Meer sehen, endlich wieder den Luxus an Bord genießen, endlich wieder zur Ruhe kommen…

27.11.2008 – Tag der Abfahrt

Um 20 Uhr waren die Koffer endlich gepackt und meine Mutter fuhr uns zum Regensburger Bahnhof. Hier schloss sich uns ein netter junger Mann an, der unser Bayern-Ticket mit nutzen wollte. Geld wollten wir keines dafür, allerdings wurde Johannes zwangsverpflichtet, uns mit unseren Koffern zu helfen. Hat er gut gemacht!

Am Hauptbahnhof in München stärkten wir uns erst einmal mit Bier und Fleischpflanzlsemmeln bevor wir mit dem Taxi nach Fröttmaning fuhren. Am Busparkplatz angekommen mussten wir zunächst einen guten Platz im Bus ergattern, den wir dank Geralds Behinderung auch bekamen. Gemeinsam an einem Tisch mit Sebastian und Karin aus Wörth a.d. Donau ging gegen Mitternacht die Fahrt Richtung Savona los.

28.11.2008 – Fahrt nach Savona

Die Nacht verbrachte ich im Halbschlaf und bewunderte am San Bernadino Pass die wunderschöne Winterlandschaft. Da fand ich den Schnee auch noch toll, was sich in der Früh allerdings ändern sollte – in Italien herrschte nämlich das ultimative Chaos aufgrund eines Wintereinbruchs.

Bei der Rast auf einer Tankstelle konnten wir die italienischen Angestellten bei einer Schneeballschlacht beobachten und erstanden coole Lazio-Caps. Da die Autobahnen für Busse und Lkws gesperrt wurden versuchten uns unsere Busfahrer über Schleichwege nach Savona zu bringen, aber ca. 60km vor unserem Ziel war Schluss – angeblich war die Landstraße für uns nicht passierbar. Ich hätte heulen können.

Ab Mittag saßen wir an der Mautstelle bei Ovada fest. Zwar wurde der Schneefall weniger, doch die Carabinieri verweigerten uns die Durchfahrt auf die Autobahn. Stunde um Stunde verging und langsam machte sich Verzweiflung breit. Sollte die Fahrt wirklich 60 km vor dem Ziel zu Ende sein? Ein paar Mitreisende älteren Semesters waren natürlich die ganze Zeit über schlauer als die Busfahrer, die wirklich bemüht waren einen Weg nach Savona zu finden und selbst vor Bestechung der Carabinieri mit Kaffee nicht zurückschreckten. Um 17 Uhr hätte die Costa Serena normalerweise abgelegt, da aber noch etwa die Hälfte der Passagiere fehlte wurde dies verschoben. Ich war nervlich und körperlich am Ende, zu Rücken- und Knieschmerzen kam die Befürchtung, dass wir wieder nach Hause fahren müssten. Besonders die älteren Mitreisenden wollten nicht noch eine Nacht im Bus verbringen und meuterten, worauf der Bus sich auf den Weg zu einer Pizzeria mit Hotel in Ovada machte. Unser Busfahrer bekam allerdings von seinem Chef telefonisch die Anweisung, uns unter allen Umständen nach Savona zu bringen und da wir mittlerweile auch erfahren hatten, dass die Landstraße eventuell doch für uns passierbar war begaben wir uns auf eine abenteuerliche Fahrt über einen verschneiten Pass – landschaftlich äußerst reizvoll und unter anderen Umständen hätte mir diese winterliche Berglandschaft auch sehr gefallen. Aber so wollte ich nur noch aufs Schiff. Alles an mir klebte, da die Temperatur im Bus bei gefühlten 38°C lag und ich hatte Hunger und war müde.

Unser Busfahrer schaffte tatsächlich das Wunder, wir überlebten die Fahrt und konnten schließlich endlich auf die Autobahn nach Savona. Seltsamerweise war nach kurzer Zeit kein bisschen Schnee mehr zu sehen. Hmpf! Gegen 19 Uhr erreichten wir schließlich Savona, die drittgrößte Stadt Liguriens an der italienischen Riviera, und beim Anblick der Costa Serena waren auf den Schlag alle Strapazen der letzten Stunden vergessen.

Das Einschiffen verlief extrem schnell (ein Zollbeamter grinste mich bei der Passkontrolle mit den Worten: „Bayern Munchen“ an – dem gefiel wohl mein Schal) und innerhalb kürzester Zeit waren wir an Bord und in unserer Kabine. Ich konnte es kaum fassen, wir hatten es tatsächlich geschafft! Erst einmal gönnte ich mir eine Kippe auf dem Balkon, nachdem ich mir schnell bei unserer Kabinen-Stewardess einen Aschenbecher organisiert hatte. Da unsere Koffer noch nicht auf der Kabine waren gingen wir asozial wie wir waren auf Deck 9 zum Buffetrestaurant „Prometeo“, um uns die Mägen mit Pizza und Salat zu füllen. Das Abendessen im Restaurant „Ceres“ hatten wir ja aufgrund unserer „etwas“ verspäteten Ankunft verpasst, was uns aber ziemlich egal war – Hauptsache wir waren überhaupt an Bord. Beim Blick aus dem Fenster entdeckten wir die Costa Atlantica, die neben uns im Hafen lag. Ein toller Anblick!

Nachdem also das „Wichtigste“ erledigt war gingen wir noch mal kurz auf unsere Kabine, um endlich die Klamotten zu wechseln (zwei Koffer waren mittlerweile da, die beiden anderen organisierte ich kurzer Hand selber). Dann war es Zeit für einen kleinen Rundgang zur allgemeinen Orientierung – die Schokoladen-Bar „Juventas“(kaum zu verfehlen aufgrund des intensiven Schokoladengeruchs) sowie die Sport-Bar „Victoria“ waren schnell gefunden – und einen Cocktail des Tages („Vento di Ponente“) an der „Bar Pantheon“. Diese Bar im Atrium wird künftig von mir meist als Mittelbar bezeichnet.

Immer noch kamen Passagiere an Bord und das Auslaufen des Schiffes wurde immer wieder verschoben bis wir schließlich gegen 22 Uhr (?) den Hafen von Savona verließen und Kurs auf Barcelona nahmen.

Da wir beide ziemlich kaputt waren wurde es nur ein kurzer Abend an der Bar. Um Mitternacht organisierten wir uns noch schnell ein paar Überraschungshäppchen auf Deck 5 bevor wir ins Bett und in einen tiefen Schlaf fielen.

29.11.2008 – Barcelona

Noch vor 8 Uhr wurde ich wach und genoss bei frischen 11°C den grandiosen Ausblick auf dem Balkon. Leider erfuhren wir, dass unser Ausflug zum Camp Nou ausfallen musste, da wir später als eigentlich geplant in Barcelona einlaufen würden. Gerade auf diesen Ausflug hatte ich mich so gefreut.

Wir begaben uns auf Deck 9 um zu frühstücken und waren gerade damit fertig als der Aufruf zur obligatorischen Rettungsübung kam. Also diese schnell hinter uns gebracht und dann wieder auf Deck 9 zum Lesen, Schreiben und Relaxen. Es war auch einiges an „Unterhaltung“ geboten: zunächst wurde erklärt wie man diverse Cocktails mixt, danach wurde so eine Art „Reise nach Jerusalem“ gespielt: Leute mit selten bescheuerten grünen und orangen Hüten tanzten in einer Art Polonaise um den Pool rum bis die Musik gestoppt wurde, dann mussten sie zurück zu den Stühlen. Ich hätte vor Lachen beinahe meine Kippe gefressen. Das Treiben wurde natürlich vom typischen Italiener mit Schmalzfrisur und Sonnenbrille beobachtet. Hier sei erwähnt, dass wir zu diesem Zeitpunkt gerade durch eine dunkle Wolke fuhren und es regnete.

Mittags gab es im Buffetrestaurant mexikanische Spezialitäten. Ich hätte am liebsten gar nicht mehr zu essen aufgehört. Das Frühstück wie auch das Mittagessen würden wir die ganze Reise über immer im Buffetrestaurant einnehmen. Man könnte dazu auch ins Restaurant „Ceres“ gehen, aber wir bevorzugen eindeutig das Buffet mit den täglich wechselnden Spezialitäten und traumhaften Pastagerichten. (Zum Thema Abendessen auf der Costa Serena folgen an späterer Stelle noch ein paar Infos.)

Im Anschluss ging es zum Registrieren unserer Kreditkarten bevor wir einen Verdauungsspaziergang über die oberen Decks machten, wo wir auch den Formel 1-Simulator entdeckten. Es war ganz schön windig, als ich kurz mit meiner Mutter telefonierte flog sogar ein Stuhl an mir vorbei. Während das Schiff immer mehr schwankte fuhren wir in die „Mittelbar“, wobei der Aufzug auf einmal so krachte, dass mir ganz anders wurde. Dafür schmeckte das Franziskaner danach umso besser.

Aufgrund der Verzögerungen in Savona liefen wir erst gegen 16 Uhr in den Hafen von Barcelona, der Hauptstadt der Autonomen Region Katalonien und zweitgrößten Stadt Spaniens, ein.

Wir entschlossen uns an Bord zu bleiben. Um wirklich etwas von der Stadt zu sehen war die Zeit einfach zu kurz, da wir nicht schon wieder das Abendessen verpassen wollten, das für uns um 18.45 Uhr im Restaurant „Ceres“ auf dem Programm stand. Außerdem war Gerald noch ziemlich fertig von der strapaziösen Anreise und auch ich fühlte mich nicht wirklich fit. Eigentlich schade, Barcelona soll wirklich eine schöne Stadt sein. Ich hoffe aber, dass wir hier wieder einmal vorbei kommen.

Wir spazierten über die oberen Decks, um Fotos zu machen. Das Wetter war auch wieder besser geworden und die Sonne kam durch. Hinter uns (Oder vor uns? Wo zur Hölle ist bei diesem Schiff eigentlich vorn und hinten?) lagen zwei weitere Kreuzfahrtschiffe (die Oceanic und möglicherweise die Voyager of the Seas, konnte ich von Bord aus nicht erkennen). Nach einem Stückchen Pizza sowie Tee und Kaffee lauschten wir den Geschichten über Seekrankheit vom Nebentisch, die von mir mit einem dreckigen Grinsen kommentiert wurden.

Danach ging es schnell in die Kabine zum Umziehen und dann in die Sport-Bar, um vor dem Abendessen noch einen Cocktail des Tages zu testen („Costa Brava“). Leicht angedüdelt begaben wir uns ins Restaurant „Ceres“ und im Anschluss ging es auf Bar-Tour: Mittelbar, Sport-Bar und Discoteca „Pan“, wo uns DJ Luca mit seiner Musikauswahl „erfreute“. Ganz ehrlich, nüchtern war ich an diesem Abend nicht.

30.11.2008 – 1. Seetag

Nach einem langen, erholsamen Schlaf standen wir spät auf und ließen das Frühstück fast nahtlos ins Mittagessen (Griechische Spezialitäten) übergehen.

Gerald beschloss mir eine Ohrenkette zu basteln – jeder Passagier, der uns blöd anglotzte würde dafür ein Ohr „spendieren“. Höhöhö!

Die Wellen schienen etwas höher zu werden wovon man aber zunächst auf dem Schiff so gut wie nichts merkte. Die Temperatur lag bei ca. 15°C und Sonne und Wolken wechselten sich ab.

Den restlichen Nachmittag verbrachten wir auf Deck 9 bzw. auf unserer Kabine. Leider sollten Geralds Hemden erst um 18 Uhr von der Wäscherei gebracht werden, daher beschlossen wir auf den Kapitäns-Gala-Cocktail zu verzichten, wir würden Kapitän Paolo Benini ja beim CostaClub-Cocktail noch sehen. Zum Willkommens-Gala-Abendessen musste der Anzug mit T-Shirt genügen – etwas ärgerlich, aber auch kein Beinbruch. Wir nahmen es mit Humor und Geralds Outfit war immer noch besser als das manch anderer Passagiere. Beim Essen lernten wir auch endlich unsere Tischgenossen, die am Abend zuvor in der Pizzeria gespeist hatten, kennen. Die beiden waren sehr nett, kamen aus Thüringen und hatten bereits drei Kreuzfahrten mit Costa hinter sich.

Nach dem Essen gingen wir noch schnell in die Kabine, wo Geralds Hemden schon warteten. So konnte er sein Outfit meinem anpassen. Dann aber schnell in die Sport-Bar! Die anfänglichen Probleme mit dem Fernsehempfang konnten schnell behoben werden und unserem Fußball-Gala-Abend stand nichts mehr im Weg. Es spielten die „Schwuchteln“ Palermo (in rosa Trikots!!) gegen den AC Mailand. Mailand war erschreckend schwach und so überraschte das Ergebnis von 3:1 nicht.

Die Bar war anscheinend voll mit Mailand-Fans, deren Gesichter während des Spiels immer länger wurden. Besonders erstaunt hat mich, dass die sonst ständig plappernden, lärmenden Italiener total still waren und nur selten Kommentare zum Spiel abgaben. Ich hätte schon mit etwas mehr Stimmung gerechnet. Gleichzeitig lief das Spiel Irgendwer gegen die Glasgow Rangers, das ich allerdings nicht weiter verfolgte.

Im Anschluss fuhren wir auf Deck 9 um die Fahrt durch die Straße von Gibraltar, die Meerenge die das Mittelmeer mit dem Atlantik verbindet, zu bewundern. Und unglaublich aber wahr – kein Nebel! Ich hatte es also geschafft, ich war mitten zwischen Europa und Afrika und konnte die Lichter auf beiden Seiten bestaunen (an der engsten Stelle ist die Straße von Gibraltar lediglich 14km breit!). Ein gigantischer Anblick!

Nach einem letzten Cocktail des Tages („Campari Orange“) gingen wir ins Bett.

Fortsetzung folgt…

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EHC! EHC!

Seit Wochen war der 11.10. schon fett im Kalender markiert, denn an diesem Tag sollte das erste Punktspiel des EHC Regensburg (Spiders Regensburg) in der Landesliga stattfinden. Ich selber hatte bereits das Vergnügen, den EHC live in Aktion zu erleben (damals noch in irgendeiner Dorfweiher-Liga), für meinen Mann und meine Mama sollte es das „erste Mal“ werden.

So fuhren wir also an besagtem Tag zur Donau Arena. Es ging nicht wie gewohnt über die Rampe in die Arena, sondern an der Rückseite in die Trainingshalle. (Im Gegensatz zum allmächtigen EVR bestreitet der EHC seine Spiele in der Trainingshalle) Aber zuvor mussten noch die Eintrittskarten organisiert werden und zwar beim Sohn von Mamas Chef, der seinen 16 Geburtstag lieber in einem Kassenwagen anstatt mit seiner Verwandtschaft verbringen wollte. Billig war es schon … dank des Schwerbehindertenausweises meines Gatten! Dann noch schnell eine gequalmt und mit ein paar Bekannten gequatscht und schon ging es in die Halle. Die Trainingshalle ist schon was anderes als die „Haupthalle“, da gibt es keine Sitzplätze und alles ist klein, etwas beengt und es ist arschkalt. So muss es beim Eishockey sein! Ich persönlich mag die Trainingshalle, v.a. weil man da direkt an der Bande das Spiel verfolgen kann. Es ist einfach endgeil, wenn zwischen Dir und einem Spieler, der gerade gecheckt wird, nur eine Plexiglasscheibe ist *kicher*

In der Halle trafen wir wieder auf massig bekannte Gesichter und auch Tommilein war da und gab mir (wie am Tag zuvor besprochen) sein Trikot – ich wollte einfach das Spiel nicht „nackig“ (also ohne Trikot) verfolgen und vom EHC habe ich keines (was sich aber Gerüchten zufolge an meinem Geburtstag ändern soll). Also Trikot angezogen und Bier organisiert – ich war bereit und es konnte losgehen. Vor Spielbeginn mussten wir allerdings noch mal vor die Türe raus zum Aufwärmen. Unglaublich aber wahr – ein Standardsatz des Abends war „Gehma raus, mir ist kalt“.

Der Gegner der Spiders war übrigens der EHC Straubing (also die 1B-Mannschaft des DEL-Klubs Straubing Tigers). Ganz nebenbei erwähnt spielten die Straubing Tigers am Abend zuvor gegen die Kölner Haie – ebenfalls in der Donau Arena, weil das Straubinger Eisstadion (von mir gerne als Zuckerrübenvollernter-Garage bezeichnet) derzeit aufgrund eines Brandes renoviert wird. Aus Köln angereist waren daher auch die Mitglieder des Fanclubs Spiders Colonia – sehr nette Leute!!

Irgendwann ging dann auch das Spiel los. Wir hatten uns einen schönen Platz direkt beim Bierstand ausgesucht (auf kurze Versorgungswege muss man schon achten!). Leider gab es nur die grässliche Bischofshofer Plörre zu trinken, die auch noch unverschämte 3,10 Euro kostete. Meinen ersten Lachanfall bekam ich als irgendwer laut „EHC! EHC!“ brüllte. Ähm, ja, welcher EHC war da eigentlich gemeint?? Sehr bald entdeckte ich dann auch meinen Liebling des Abends – den Porno-Schiri! Original mit längeren Haaren und Oliba und nicht nur ich war der Meinung, dass der eindeutig aussah wie ein Pornodarsteller.

Zum Spiel selber will ich gar nicht viel erzählen, Landesliga eben und am Ende stand es 1:1. Wobei, erwähnenswert ist da noch einer der Spiders-Trainer – stilecht in bayrischer Tracht – der leicht psycho wirkte wie er seine Mannschaft motivierte (das meinten jedenfalls die beiden Rüben, die neben uns standen).

Für meinen Gatten war es das erste Eishockey-Spiel seit seiner Gehirnblutung vor einem Jahr und das lange Stehen war natürlich eine große Anstrengung (auch wenn er das erst nicht zugeben wollte). Aber da kann man was dagegen unternehmen und so hat mir Tommilein nach dem Spiel versprochen, einen Barhocker zu organisieren (da kommt sogar sein Name drauf). Oder er soll sich einfach beim nächsten Mal zu den Spielern auf die Bank setzen (Idee vom Trainer^^).

Nach dem Spiel fuhr meine Mama meinen Mann nach Hause während ich noch eine Zeit lang vor der Donau Arena stand und Osser Bier (ähm ja, kannte ich bis zu diesem Abend auch nicht) für einen Euro pro Flasche trank. Dabei durfte ich auch noch einiges lernen: Köln ist gar nicht so nahe bei Dortmund wie ich dachte und in Eishockeyhosen kann man hervorragend sein Bier und seine Kippen unterbringen *kicher* (leider gibt es davon kein Foto, da der Akku meines Handys leer war *flenn*)

Später bin ich dann noch mit Tommilein in die Bowling Bahn (komisch, ich lande da irgendwie nach JEDEM Spiel), wo wir bei einem Bier den Abend ausklingen ließen.

Nun – wieder nüchtern – muss ich sagen, dass es ein wirklich toller Abend war. Wir durften ein schönes Spiel sehen, hatten viel zu lachen (v.a. über Porno-Schiri), ich musste feststellen, dass es auch nette Rüben gibt und die Leute vom EHC sind alle supernett (aber das wusste ich ja schon vorher).

Wir kommen wieder! Versprochen!

Auf hoher See 2007 (Teil 3)

23.09.2007 Cadiz / Spanien

Gegen 9 Uhr lief die Costa Magica in den Hafen von Cadiz ein.

Aufgrund unseres gebuchten Ausflugs „Jerez-Weinkeller und Arcos de la Frontera“ mussten wir heute etwas früher als gewohnt aufstehen. Nach einem schnellen Frühstück ging es auch schon los.

Unser spanischer Führer entpuppte sich als die ultimative Spaßkanone. Ständig riss er Witze und brachte den ganzen Bus zum Brüllen, v.a. wenn er wieder Wörter in seinem elektronischen Wörterbuch nachschlagen musste. Zuerst machten wir eine Stadtrundfahrt durch Cadiz, auf der wir Informationen zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Plätzen der Stadt bekamen. Palmen, Gärten, exotische Pflanzen, wunderschöne Gebäude – Cadiz ist wirklich einen Besuch wert! Schade, dass wir das alles nur vom Bus aus im Schnelldurchgang bewundern konnten.

Anschließend fuhren wir nach Arcos de la Frontera. Die Stadt liegt auf der Spitze eines steil aufragenden Felsens über einem weitläufigen Tal. Besonders beeindruckend waren hier die schneeweißen Häuser und sehr schmalen Gassen. Die Autofahrer dort kann man nur bewundern! An den Straßenrändern wachsen Orangenbäume (klar dass Gerald es nicht lassen konnte, eine zu „ernten“) und überall sieht man bunte Blumen und Kakteen. Die Temperaturen waren allerdings ganz schön heftig, über 30°C Ende September bin ich nicht wirklich gewohnt.

Danach führte uns unser Ausflug nach Jerez de la Frontera, der Heimatstadt des berühmten Sherrys. Sherry wird aus trockenem Weißwein hergestellt, der nach der Gärung mit Brandwein versetzt wird und während seiner Reife in Fässern aus Weinen verschiedener Jahrgänge verschnitten wird. In Jerez de la Frontera besuchten wir die Weinkeller „González Byass“, dem weltweit größten Produzenten von Sherry, der vielen durch das von Picasso entworfene Firmen-Logo, das „Tío-Pepe-Männchen“, bekannt ist. Hier wurde uns genau erklärt, wie der original Sherry hergestellt wird (vom Anbau bis zur Abfüllung in die Flaschen) und wir hatten Zeit, die Fässer zu bewundern und den Geruch zu genießen bevor es zur Verkostung ging. Leckeres Zeug sag ich da nur! Logischerweise deckten wir uns im Laden der Kellerei mit Sherry und Brandy ein. Erwähnenswert im Zusammenhang mit den Weinkellern sind auch noch die mit Wein überwucherten Laubgänge zwischen den Gebäuden, die von zahlreichen Berühmtheiten (z.B. Franco, Churchill, Hemingway, Martin Luther King und zahlreichen Mitgliedern des spanischen Könighauses) handsignierten Fässer sowie das Sherry-Glas mit der Leiter für die Mäuse in einem der Keller (hier müsste man Maus sein^^).

Viel zu früh waren wir wieder zurück an Bord, wo ich zunächst einen Rundgang über die oberen Decks machte bevor ich mich zum Braten auf unseren Balkon begab.

Während des Abendessens verließen wir gegen 20 Uhr den Hafen von Cadiz Richtung Malaga. Danach war Party angesagt, einerseits weil ich vom Cocktail des Tages („Margarita“ bzw. „Blue Margarita“ mit Tequila, Triple Sekt/Curacao blue und Zironenmix) nicht genug bekommen konnte, andererseits weil ich mir die Zeit bis zu meinem persönlichen Highlight der Reise vertreiben musste. Zunächst besuchten wir unsere Lieblingsbars bis wir zum Schuss auf Deck 9 landeten, wo unter freiem Himmel am Pool eine große Fete stieg. Hier beobachteten wir an der „Bar Maratea“ das Treiben und ich konnte Arschfotos von Führungsoffizieren machen (sogar vom Küchenchef hehe). Anschließend zogen wir uns auf unsere Kabine zurück. Mit einem Glas Portwein wollte ich auf dem Balkon unsere Passage durch die Straße von Gibraltar, die die europäische von der nordafrikanischen Küste trennt und an ihrer engsten Stelle nur 14 km breit ist, genießen. Darauf hatte ich mich seit Monaten gefreut und gegen 1.30 Uhr sollte es soweit sein. In der Bordzeitung stand: „Vor uns werden die imponierenden Felsen von Gibraltar zu sehen sein, eindrucksvoll angestrahlt von mehreren Lichtern.“ Doch alles, was ich sehen konnte war plötzlich auftauchender dichter Nebel! ********************!!!

24.09.2007 Malaga / Spanien

Am Morgen gegen 8.00 Uhr legten wir im Hafen von Malaga, dem kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum der Costa del Sol, an. Bereits um 7.45 Uhr mussten wir am Treffpunkt für unseren Ausflug „Marbella und Puerto Banus“ sein. Eindeutig zu früh für mich v.a. nach der langen Nacht auf dem Balkon.

Nach einer Fahrt durch Malaga brachte uns unser Bus nach Puerto Banus, einem bekannten Yachthafen bei Marbella. Die Fahrt nutze ich für ein kleines Nickerchen, was mir den Spott meiner Familie einbrachte. In Puerto Banus fielen mir beinahe die Augen aus dem Kopf beim Anblick der zahlreichen Yachten. Aber hallo! Da ankerten echt die Millionen. Kurz spielte ich mit dem Gedanken, eins der Schmuckstücke zu entern und mich einfach abzusetzen.

Nach einem kleinen Hafenrundgang mussten wir auch schon wieder weiter nach Marbella selbst, wo uns unsere Führerin (eine spanische Finnin oder so) durch die Altstadt des berühmten Badeorts der „Reichen und Schönen“ führte. Schön! Verwinkelte kleine Gassen, schneeweiße Häuser und bunte Blumen. Auch hier wachsen Orangenbäume mitten in der Stadt! Wir mussten natürlich mal wieder eine „ernten“. Nach der offiziellen Führung hatten wir noch etwas Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Nach einem kurzen Blick in ein paar Schaufenster zog es mich Richtung Strand. Auf dem Weg dort hin kamen wir an einem gefliesten (!!!!) Park vorbei, der an einen exotischen Urwald erinnerte. Faszinierend!

An der Strandpromenade angekommen parkte ich Gerald einfach und rannte barfuss ans Meer. Einfach traumhaft! Warm, Sonnenschein, Strand, Meer und ich mitten drin. Ein unglaublich schöner Moment, den ich wohl so schnell nicht vergessen werde. Ich sammelte noch ein paar Steine und Muscheln (eine davon ist nun ein Anhänger) bevor ich wieder zu Gerald und meinen Schuhen zurückging. Leider war es dann auch schon wieder Zeit zum Bus zurückzugehen. Schade, ich hätte es am Strand von Marbella schon noch länger ausgehalten (so drei Wochen^^).

Der Bus brachte uns dann wieder zur Costa Magica zurück und bereits gegen 13 Uhr verließen wir den Hafen von Malaga.

Nachdem wir uns die Mägen am Buffet vollgeschlagen hatten zogen wir uns auf eines der oberen Decks zurück, um in der Sonne zu lesen und zu relaxen. Da ich die Sonnencreme vergessen hatte wurde ich so richtig schön rot^^.

Am Abend war dann das Gala-Abschiedsessen angesagt, was bedeutete, dass wir uns wieder in Schafe werfen mussten (im Gegensatz zu unserem Tarnhemdfreund^^). Nach dem Essen (mit der obligatorischen Eisbombe am Ende, die eigentlich nur aus Zucker besteht *schauder*) waren wir noch zum CostaClub Cocktail im Theater eingeladen, wo Kapitän Massimo eine Ansprache hielt und sich mit den Passagieren fotografieren lies. Ja, ich habe auch ein tolles Bild mit dem Kapitän! (auf dem ich hochschwanger aussehe *Augen verdreh*) Im Anschluss gingen wir zum letzten Auftritt der Ursprung Buam und später noch auf einen kleinen Rundgang durch die Bars. Cocktail des Tages war der „Amber Sunset“ (Rum, Aprikotbrandy, Kokoscreme, Fruchtpunsch).

25.09.2007 3. Seetag

Heute war der letzte Seetag und zugleich auch unser letzter Tag auf See.

Der Tag begann mit strahlendem Sonnenschein, doch leider sollte das Wetter nicht halten, was meine Pläne (braten in der Sonne) durchkreuzte.

Nach dem Frühstück musste ich mit Entsetzen feststellen, dass wir auf eine riesige schwarze Wolkenwand zusteuerten. Als es zu tröpfeln begann ergriffen die „Erfinder des Rückzugstiefels“ schnellstens die Flucht. Noch nie habe ich Italiener so schnell laufen sehen. Dabei war das doch nur ein bisschen Regen. Meine gute Laune lies ich mir durch das immer schlechter werdende Wetter nicht verderben. Anstatt faul rumzuliegen spazierten wir durch das Schiff und plünderten die Geschäfte. Außerdem wurde es auch Zeit, die Koffer zu packen. Das Wetter wurde immer unangenehmer und die Costa Magica schaukelte teilweise ganz schön, was man auch an den bleichen Gesichtern einiger Passagiere merkte. Ich persönlich fand das toll und wegen mir hätte der Seegang noch heftiger sein können.

Beim Abendessen schlugen wir uns ein letztes Mal den Magen voll und dann hieß es Abschied nehmen von unseren Kellnern und Musikern und den letzten Cocktail des Tages („Singapore Sling“ mit Gin, Peter Heering, Zitronensaft und Soda) zu genießen.

Eine gigantische Reise ging langsam aber sicher zu Ende. Nach einer letzten Kippe auf dem Balkon ging ich traurig ins Bett.

26.09.2007 Savona / Italien

Gegen 8 Uhr erreichten wir den Hafen von Savona und mussten auch schon unsere Kabinen verlassen.

Ab 9 Uhr begann das Ausschiffen und bevor wir es richtig merkten saßen wir schon im Bus und fuhren Richtung Heimat. Das Wetter war auch nicht sonderlich aufbauend und daher zog ich es vor, mir die Zeit mit Musikhören und Schlafen zu vertreiben. In München fuhr uns der Zug nach Regensburg vor der Nase weg und so mussten wir dort auch noch eine Stunde lang unnötigerweise abhängen. Aber auch das ging vorbei und gegen Mitternacht waren wir schließlich zu Hause.

Total geschafft und voller Eindrücke von wunderbaren Orten gingen wir bald ins Bett. Ich hatte vor der Reise doch einige Erwartungen an diese Kreuzfahrt und die wurde alle noch übertroffen.

Leider konnte keiner zu diesem Zeitpunkt ahnen, dass nur wenige Tage später das Schicksal erbarmungslos zuschlagen würde…

Am Ende meines kleinen Urlaubsberichts möchte ich noch ein paar Worte an einige Leute richten.

Vielen Dank an die gesamte Crew der Costa Magica für den tollen Service und die unvergesslichen Stunden, die wir an Bord verbringen durften, sowie an das Team von Alex Travel (Strass im Zillertal) für die tolle Organisation.

Besonders möchte ich mich an dieser Stelle bei Franz und Barbara aus Wien sowie Stephan und Sabine vom Ursprung Buam Fanclub Franken für die Fotos und Videos bedanken (besonders das Video von unserer nächtlichen „Flugstunde“ bringt mich noch immer zum Lachen).

Und zu guter letzt ein Dankeschön an Andreas, Martin und Manfred von den Ursprung Buam für die tolle musikalische Unterhaltung und den Spaß, den wir miteinander hatten.

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Auf hoher See 2007 (Teil 2)

19.09.2007 Le Havre / Frankreich

Gegen Mitternacht überquerten wir den Greenwich Meridian und erreichten gegen 8 Uhr den Hafen von Le Havre, der Hauptstadt der Region Seine-Maritime und einer der wichtigsten Seehäfen Frankreichs. Da es noch finster war konnte ich mich nicht dazu aufraffen, das Bett zu verlassen. Ich bewunderte nur kurz die „Jewel of the Seas“, die neben uns lag und gönnte mir dann noch eine Mütze voll Schlaf.

Dem späten Frühstück folgte fast übergangslos das Mittagessen bevor wir uns um 13.45 Uhr zu unserem Ausflug trafen. Eigentlich wollten wir heute zu den Landungsstränden der Normandie (darauf hatte sich Gerald besonders gefreut), aber dieser Ausflug war natürlich ausgebucht, so dass wir uns für „Etretat und Fécamp“ entschieden.

Durch die wunderschöne Landschaft der Normandie fuhren wir zu unserem ersten Ziel, dem Palais der Äbte mit Benediktiner-Museum in Fécamp. Hier wird der berühmte Benediktiner-Likör gebrannt (von dem ich persönlich noch nie etwas gehört habe). Mit mäßigem Interesse ging ich durch die verschiedenen Räume mit diversen Ausstellungsstücken. Erst die verschiedenen Kräuter, die für die Herstellung des Likörs benötigt werden, erweckten mein Interesse. Nach der Besichtigung des mit Eichenfässern gefüllten Kellers und der Brennerei kamen wir schließlich zum wichtigsten Teil unserer Besichtigungstour, der Schnapsverkostung. Das Zeug rinnt runter wie Öl, schmeckt ganz mild (also nix Asbach!) und macht sicher in ausreichender Dosis tierisch besoffen. Mama konnte natürlich nicht widerstehen und kaufte sich im Geschenkartikelladen auch gleich eine Flasche.

Abtei der Äbte in Fecamp

Im Anschluss fuhren wir über die Küstenstraße mit tollen Ausblicken nach Etretat, einem wunderschönen Ort mit tollen Fachwerkhäusern in einer gigantischen Küstenlandschaft. Die Küste mit ihren einzigartigen Felsformationen und dem unbeschreiblichen Licht beeindruckte bereits zahlreiche Künstler wie z.B. Monet. Nachdem ich es mit eigenen Augen bewundern durfte verstehe ich auch warum. In Etretat hielten wir uns fast ausschließlich am Strand auf und beobachteten die Wellen. Ein wunderschöner und beruhigender Anblick! Am liebsten wäre ich gar nicht mehr weg.

Etretat

Mit dem Bus ging es dann wieder zurück zur Costa Magica und da wir relativ spät dran waren wurde es bis zum Abendessen noch richtig stressig. Pünktlich zum Essen verließen wir den Hafen von Le Havre und nahmen Kurs auf die spanische Küste.

Den Abend verbrachten wir in unseren Stammbars und labten uns am Cocktail des Tages „(La Croisette“ mit Gin, Pernod, grape juice), dessen Wirkung nicht zu verachten war.

20.09.2007 Seetag

Unsere heutige Fahrt führte uns durch den Golf von Biscaya (bis zu 4000 m tief!). Diesen Tag wollten wir so richtig zum Relaxen nutzen.

Nach dem Frühstück schnappten wir uns erst mal eine Liege auf Deck 9 am Pool. Dort entdeckten wir etwas, wonach ich schon immer gesucht hatte: das Zentrum des Wahnsinns! Ja, genau dort ist es! Zu den Rhythmen besch****** Musik tanzten Massen von Italienern jeglichen Alters mit angemalten Gesichtern. Das ganze nennt sich laut Bordzeitung: „Wir tanzen“. Einfach zum Brüllen! Der absolute Gipfel war, als die Italo-Meute bei DJ Ötzis „Hey Baby“ völlig ausflippte. Ich wäre beinahe von meiner Liege gekippt.

Den Rest des Tages verbrachten wir entweder auf den oberen Decks in der Sonne bzw. in unserer Kabine oder auf unserem Balkon mit Musik hören und lesen.

Nach dem Abendessen zog sich Gerald bald zurück, während ich zum Auftritt der Buam ging und anschließend noch ein wenig durchs Schiff spazierte. Ich wurde sogar von einem der Angestellten aus Costa Rica mit seinem privaten Handy fotografiert, da dieser total fasziniert von meinem Dirndl war.

Cocktail des Tages war „Bahama Mama“ mit Rum, Brandy, Fruchtpunsch und Kokoscreme.

21.09.2007 Vigo / Spanien

Gegen 8 Uhr erreichten wir den Hafen von Vigo (Galizien), ein wichtiges Handels- und Fischereizentrum an der spanischen Atlantikküste. Die Silhouette der Stadt bei Sonnenaufgang war wirklich beeindruckend.

Nach dem Frühstück und einer kleinen Wartepause auf Mama, deren Kabinentüre sich nicht mehr öffnen lies, gingen wir von Bord, um die Altstadt von Vigo auf eigene Faust zu erkunden. Ausgestattet mit Prospekten und Stadtplan gingen wir durch schmale Gassen Richtung Castro. Trotz Plan konnte es Mama nicht lassen, zwei nette Polizisten nach dem Weg zu fragen, wobei ich erwähnen möchte, dass Mama kein Wort Spanisch spricht und die Polizisten natürlich kein Deutsch, Englisch war bei allen Fehlanzeige. Aber auch mit Händen und Füßen kann man sich unterhalten! Auch wenn der Aufstieg durchaus anstrengend war so hat er sich auf alle Fälle gelohnt. Der Castro hat an seinen Hängen einen Garten mit einer üppigen Sammlung von Bäumen und es gibt zahlreiche Aussichtspunkte auf Terrassen, von denen man eine gigantische Aussicht über die Stadt und den Hafen hat. Auf dem Gipfel legten wir in einer schönen Parkanlage eine kleine Pause ein und genossen die Aussicht bevor wir durch verwinkelte Gassen wieder zum Hafen zurück spazierten. Auch wenn unser Ausflug nur kurz war, er war dennoch toll!

 Das Monument der Anker am Castro

Wieder an Bord stürzten wir uns hungrig auf das Mittagsbuffet, wo es heute spanische Spezialitäten gab. Mehr als lecker! Den Rest des Nachmittags verbrachten wir in der Sonne bratend auf Deck 10. Um 18 Uhr verlies die Costa Magica den Hafen von Vigo und nahm Kurs auf Lissabon. Nach einem wie immer äußerst üppigen Abendessen machten wir die übliche Barrunde und ließen und ein paar Cocktails des Tages munden („Melon Ball“ mit Wodka, Melonenlikör, Ananassaft). Nach einem kurzen Abstecher in die „Diskothek Grado“, wo DJ Luca seinen üblichen Mist auflegte, zog ich mich in unsere Kabine zurück.

22.09.2007 Lissabon / Portugal

Ob die Kreidefelsen in Dover, der Hafen von Le Havre mit der „Jewel of the Seas“ neben uns oder die Silhouette von Vigo, der morgendliche Blick aus dem Fenster stellte immer ein besonderes Highlight des Tages dar. Was uns aber an diesem Morgen erwartete, als wir gegen 8 Uhr den Hafen von Lissabon (Hauptstadt und zugleich Haupthafen von Portugal) erreichten, war einfach unbeschreiblich! Im ersten Moment wusste ich gar nicht so richtig, wo wir uns befanden. War es Rio de Janeiro oder doch San Francisco? Jedenfalls fiel mein Blick auf eine riesige Brücke und eine monströse Christusstatue am gegenüberliegenden Ufer des Tejo.

Lissabon am Morgen

Da auch hier unser eingeplanter Aufflug ausgebucht war wollten wir wieder einmal alleine losziehen. Also gingen wir nach den Frühstück zu einem der Shuttlebusse, der uns direkt in die Altstadt von Lissabon bringen sollte.

Bei herrlichstem Wetter gingen wir erst einmal am Tejo einlang und beobachteten ein paar Angler (und besoffene Vögel^^) bevor wir uns vom Praca do Comércio aus in das Getümmel der Altstadt stürzten. Über das blank polierte Pflaster spazierten wir durch die typischen „Touristen-Straßen“ mit Souvenirläden ohne Ende (ein wahres Paradies für mich), sowie Boutiquen und Fresstempeln und bewunderten die wunderschönen alten Gebäude. Mama wollte eigentlich auf den Castelo de Sao Jorge, aber mir reichte ein Berg pro Woche völlig und daher streikte ich hier. Lieber wollte ich einfach in der Stadt ein wenig abhängen und die Schaufenster bewundern, was normalerweise nicht so mein Ding ist. Als wir so durch die Straßen schlenderten stand er plötzlich vor uns: der ultimative blau-weiße Partybus! Also ich muss schon sagen, portugiesische Polizisten sehen echt lecker aus!^^ Unter viel Gelächter und dem passenden Gesang machte ich sogar ein paar Fotos von den Schnuckelchen. (Für alle, die beim Lesen jetzt fragend auf den Bildschirm starren: das ist mal wieder ein Insider^^). Auf einem größeren Platz stießen wir auf eine folkloristische Aufführung mit Musik und Tanz, die uns in Ihren Bann zog. Gemütlich spazierten wir anschließend wieder zurück zu den Shuttlebussen und gingen dann wieder an Bord, nachdem wir uns im Hafen mit Portwein eingedeckt hatten (dieser sollte die Reise nicht überleben^^).

Lissabon

Nach dem späten Mittagessen (portugiesische Spezialitäten) ging ich alleine wieder von Bord, um durch eine Reihe von Fresstempeln zur Brücke und wieder zurück zu spazieren und die Zollbeamten im Hafen zu begutachten (*kicher*).

Costa Magica

Den Rest des Tages bis zum Abendessen verbrachte ich in der Sonne auf Deck 10 und im Pool.

Der weitere Verlauf des Abends war typisch: fressen bis kurz vorm Platzen und der anschließende Zug durch die Bars. Da der Cocktail des Tages („Sea Breeze“ mit Wodka, Pampelmusensaft und Heidelbeeren) besonders mundete waren wir ein wenig länger als geplant unterwegs bevor wir sanft in den Schlaf geschaukelt wurden.

Fortsetzung folgt …

Weitere Fotos unter: http://bilder.stvc.de/thumbnails-215.stvc