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Über NickHavoc

Are you ready for some darkness? Die einen kennen mich schon, die anderen wissen wo man mich findet...

Die Welt steht nicht mehr lange…

Wie der Titel schon so schön sagt: die Welt steht nicht mehr lange.

Aber nicht wegen Wirtschaftskrisen, Kriegen oder weil die Computer wie Weltherrschaft an sich reißen (übrigens: „Tom“, das Macbook einer Freundin, hat damit wohl begonnen. Er tut nur noch was er will – seid wachsam), sondern weil Uri Geller Kontakt aufnimmt.

Ich denke jetzt einfach mal spontan das die meisten sich hier verwirrt am Kopf kratzen und mit dem Gedanken spielen das Fenster zu schließen. Bitte warten.
Lassen Sie mich erklären.
Und die, die wissen wovon ich spreche, kratzen sich jetzt vielleicht auch am Kopf, aber sie wissen wovon ich rede.

Also morgen, am 15 Tag des 11 Monats des 8 Jahres des 2 Jahrtausend der neuen Zeitrechnung wird ein selbsternannter Wundermagier namens Uri Geller, der so toll ist das nur noch Pro7 ihm einen Anstellung gibt, Kontakt mit Aliens aufnehmen. Wir erinnern uns schnell flüchtig daran das er bereits vor kurzem neue Zauberer live anwerben wollte, wobei das Publikum mitsprechen durfte, und drehen uns schon selber einen Strick um dieser Qual zu entgehen.
Und jetzt will dieser Zauberer auch noch Kontakt aufnehmen.  Fragt sich nur wie? Vielleicht mit einer Kristallkugel wie bei Nostradamus-TV? Oder blickt er angestrengt in die Kamera und überlegt sich welche gehirnamputierten Personen starr zurückblicken?
Mag vielleicht sein das das eintritt, lassen wir uns überraschen.
Ich will hier die andere Schiene des Seins betrachten.

Nehmen wir einmal an wir sind eine hoch entwickelte außerirdische Rasse auf der Suche nach anderem Leben im All und empfangen plötzlich Signal von Uri Geller. Was würden wir tun?
Also ich zumindest würde nicht freudig durchs Raumschiff turnen wie es Menschen in Houston bei der NASA tun würden wenn Aliens mit uns Kontakt aufnehmen. Ich würde mich verwirrt am Kopf kratzen und wenn Uri Geller weiter seinen Senf in die Kamera quatscht schon mal den Todeslaser auf die Erde ausrichten.
Denn intelligentes Leben hin oder her, wer nichts besseres zu senden hat als das, kann so intelligent nicht sein. Dabei ist anzumerken das die Aliens sich vielleicht entscheiden uns zu versklaven, aber da stellt sich dann wieder die Frage ob sterben nicht ein einfacherer Weg ist.

Wie auch immer.
In Anbetracht dieser Tatsache habe ich mich nun entschieden, da die Welt morgen ja spätestens nach Ende der Sendung von bösartigen Aliens zerstört oder versklavt wird, ein paar Dinge zu tun. Erstens habe ich meine Hausbar ausgeräumt, sogar den teueren Stoff.
In der Pfanne bruzelt ein gutes Steak und in Kürze treffen die meisten von denen Leuten ein, die mir was bedeuten. Zwar fehlen mir viele, die ich gerne hier hätte, aber die Zeit hat leider nicht gereicht.
Diesen Personen schicke ich hiermit schöne Grüße und hoffe dass ihre Apokalypse nicht zu schmerzhaft wird. Und sollte ich mich irren und kein intelligentes Leben reagiert auf Uri Gellers „ET-nach-Hause-Telefonierer“ (vielleicht weil sie intelligent genug sind den Anrufbeantworter einzuschalten), hatte ich trotzdem einen schönen Abend mit meinen Freunden.

Und sollte Darth Vader das lesen: mein Lichtschwert ist länger als deins – ätsch!
Noch einen schönen Tag

Das erste Mal mit 16

Achtung: dieser Artikel ist sehr oberflächlich und alles andere als objektiv.

Das erste Mal mit 16.
Das ist doch eine wunderbare Umschreibung für die Tatsache dass Parteien auf Stimmfang entschieden haben bei der Nationalratswahl am 28. September 2008 auch 16- und 17-jährige „Kinder“ ihre Stimme abgeben dürfen.

Doch sind die Jugendlichen bereit?
Seit Wochen zerbrechen sich Zeitungen den Kopf darüber und es zeigte sich ein eindeutiges Bild. Weit mehr als die Hälfte der Jugendlichen in dem Alter interessiert sich nicht für Politik, hat keine Ahnung von den Zielen der Parteien oder gar den Vorsatz zur Wahlurne zu schreiten.

Zwar rufen alle Parteien die Jugendlichen auf der Wahl nachzukommen, doch anscheinend will niemand etwas gegen die Bildungslücke unternehmen.
So läuft eine Informationssendung für Jungwähler heute, an diesem Tag, um 23:30. Welcher Schüler oder Lehrling wird solange aufbleiben um einige politische Dinosaurier zu belauschen. Ich würde es nicht tun!
Ein normaler Mensch würde einfach die Sendezeit ins Hauptabendprogramm verlegen. Doch anscheinend sind CSI, Monk, Greys Anatomy, Men in Trees und so weiter wichtiger als die politische Zukunft des Landes.
Auch die zusätzlichen Schulstunden in politische Bildung werden den Jungwählern wohl kaum helfen. Denn politische Bildung wird nur an höheren Schulen unterrichtet, in den letzten Jahrgängen. Die wenigsten Schüler haben zu der Zeit noch nie die Möglichkeit gehabt zu wählen.

So muss man sich als Jungwähler auf die Parteiwerbung in den Fußgängerzonen verlassen. Diese Informationsstände sprießen vor Wahlen schließlich auf dem Boden wie Unkraut. Doch in einer von mir durchgeführten Feldstudie habe ich festgestellt das der Informationsgehalt sehr gering ist.
Die Fürsprecher einer Partei brachen das Gespräch sofort ab als ich meinen Standpunkt zu weichen Drogen einbrachte. Anscheinend fühlte sich der nette Mann mit den Rastalocken vor den Kopf gestoßen.
Ein anderes Gespräch endete mit der Aufforderung zu verschwinden. Anscheinend ist es leicht die Parteiziele auswendig aufzusagen, doch Tiefenwissen soll wohl nicht vermittelt werden. Mich hätte nur interessiert was ein Listenkandidat da gemacht hätte.
Die Liste ließe sich beliebig fortführen, denn ich habe mit den meisten der 10 Parteien, die sich dieses Mal aufstellen lassen, gesprochen. Doch die Ausbeute an Wahlgeschenken ist sehr gering. Denn außer eine Feuerzeug wurden mir entweder alle „Wahlzuckerl“ wieder entrissen oder gar keine verteilt.

Gut, ein Jungwähler würde die Fürsprecher nicht in solche Gespräche verwickeln. Wie auch? In diesem Alter interessiert man sich noch für Flatratepartys und nicht für langweilige Politik.  Und jedes Mittel den Jugendlichen ein bisschen Mittel zu vermitteln kommt wohl zu spät im Fernsehprogramm.
Aber die Gesellschaft ist eben so geworden wie ihr Fernsehprogramm – oberflächlich und beknackt, zumindest wenn man mehr im Kopf hat als Flatratepartys.

In einer Woche schreiten wir dann zu den Urnen. Die einen wählen, was sie seit 50 Jahren wählen. Die anderen wählen die, die ihre eigenen Ziele am ehesten ansprechen. Und einige 1000 Jugendliche werden wählen was Mama oder Papa ihnen vorschreiben, was ihnen grad durch den Kopf geht oder was wohl am öftesten der Fall sein wird: gar niemanden, weil sie sich gar nicht erst zum Wahllokal begeben.

Ich sehe es schon in ein paar Monaten. Wenn wieder alle jammern weil sich nicht geändert hat. Nur dann werde ich aufstehen und sagen: „Ich habe es euch ja gesagt.“

Good night, and good luck.

Warum Frauen keine Raumschiffe fliegen sollten und Männer auf Außenmissionen sterben müssen

Janeways Schiff der Amazonen ist der Beweis, dass Frauen nicht fliegen können, und auch nicht sollten.
Als Beweis gilt wohl, dass die USS Voyager in den Delta-Quadranten verschlagen wurde. Das Steuer hatte damals aber noch nicht Tom Paris, der später durch unzählige erstklassige (und auch sehr selbstmörderische) Manöver brillierte, sondern eine Betazoide, die normalerweise wohl eher nur als Schokoladenfressende Berater taugen.
Dann weiters das erste Verhalten im Delta-Quadranten. Ein männlicher Captain hätte sich wohl einfach den erstbesten Kazon gepackt, ihn unter den Tisch gesoffen (wie ein Scotty die Invasoren auf der alten Enterprise) und ihm danach Schiffe, Sternenkarte und Frau gestohlen.
Doch Captain Janeway zerstörte das einzige Ticket nach Hause, offiziell um die Ocampa zu schützen, doch innoffizell wohl eher um den Kazon zu beweisen, dass sie es kann.
Als ob das nicht reichen würde, also gleich zwei Crews zu einer elends langen Reise mit vielen Feinden zu verdammen, flog man zuerst auch noch in die falsche Richtung, um ein paar stellare Phänomene zu überprüfen.
Danach legte man sich natürlich bei jeder Gelegenheit mit den Kazon an, obwohl die Folge, in der Seskas Verrat auffliegt wohl Beweis genug ist, dass die Kazon mit der Technologie sowieso nicht hätten umgehen können. Also was soll da schon schlimmes passieren? Oder anders gefragt: wer soll verraten, dass etwas passiert ist?
Beeindruckend bildlich dargestellt wird auch, dass immer die Männer sterben müssen wenn es mal eine Außenmission gibt. Egal ob Sicherheitsoffizier Durst, der unfreiwillig sein Gesicht einem Vidianer spenden muss, zweiter Chefingenieur Kerry, der als Snack für einen Prä-dinosaurischen Riesenkäfer endet, oder der arme Penner…ähm Ensign, den Tuvok auf dem Planeten mit den umgekehrt alternden Aliens beerdigen muss (Sie wissen schon, die beknackte Folge mit den Kindern, die zum Sterben da ausgesetzt werden weil sie eigentlich uralt sind – absoluter Bullshit, selbst für eingefleischte Fans). Da wir gerade bei sterbenden Männern sind: wissen Sie, dass Lieutenant Kerry zwei Mal stirbt? Einmal wird er gefressen (das wissen die meisten, weil es der Cliffhanger der letzten Folge der zweiten Staffel ist) und einmal erschossen (am Ende der siebten Staffel). Der Typ ist also entweder unsterblich oder Captain Janeway hat alle unwichtigen Männer in den sieben Staffeln verbraucht, sodass der Doktor Lieutenant Kerry klonen musste, damit wieder jemand sterben kann.
Die einzigen Frauen, die mir auf Anhieb einfallen, die sterben, sind entweder Feinde und Verräter (wie Seska), oder die Dame, die in „Die Kooperative“ von dem bösen Ex-Borg mit der Riesenknarre erschossen wird. Aber wer verlässt unter Beschuss schon seine Deckung, liebe Frauen?
Na gut, und Q steckt auch hinter dem einen oder anderen Tod. Aber das ist eben Q, und wenn ich weiterschreibe laufe ich Gefahr so wie die Damen und Herren zu Enden, die mit Q zu tun hatten. Also lasse ich es lieber und kehre zum Sachverhalt zurück.
Weiters bemerken will ich, dass im Schnitt mindestens 12 von 24 Folgen pro Staffel vom Zyklus der Frauen abhängig zu sein scheinen. Denn Captain Janeway sprengt regelmäßig Fürsorger, Kazon, Hirogen, Borg oder Spezies 8472 weg. B’Elanna begnügt sich mit Schiffssystemen, landet fast in der Hölle weil sie auf ihr Erbe spuckt, oder freundet sich mit Captain Schönling (korrigiere: Captain Proton) an.
Seven wieder reißt wenigstens nur einen Mann oder ein paar Borg auf. Seltsam wie viele Borg insgesamt hinter ihr her sind, von den Männern abgesehen. Liegt das vielleicht an der Oberweite?
Wenden wir uns dem Ende der Serie zu. Ich weiß nicht wie es Ihnen geht, aber ich hätte erwartet, dass am Ende irgendwann ein halbzerschossenes Kazonschiff auftaucht und Maha Cullah seinen kazon-cardassianischen Sohn abliefert und sagt die Voyager solle diesen nervigen Carassianer gefälligst mitnehmen.
Aber es gab ja Endgame, die größte Folge laut Episodenguide. Für ein Ende fand ich persönlich sie ja nur mittelmäßig. Vor allem wie sich die Voyager am Schluss aus der Borgsphäre sprengt war sehr kitschig (vor allem weil die Sphäre plötzlich groß genug war die Voyager zu verschlucken).
In Endgame beschwert sich die alte Janeway, ihres Zeichens nun Admiral, bei der Queen, dass sie graue Haare hat. Nun, ich würde sagen das kommt mit dem Altern. Und die Borg für alles, wie zum Beispiel das Altern und Wechseljahre (denn ansonsten würde man wohl nicht zu einer solchen Mission aufbrechen) verantwortlich zu machen, ist wohl zu viel verlangt. Sonst sagt noch jemand die Borg sind daran Schuld, dass im Moment Projekt StarWars wieder ins Kino kommt.
Kommen wir zum Ende.
Zum Glück denken die Borg als ein Geist, in dem die Frauen noch nicht die Überhand haben. Sonst würden sie wohl bald freiwillig in schwarze Löcher fliegen um das Leiden zu beenden. Denn wären die Borg keine Gesellschaft, strukturiert wie ein Insektenstaat, wäre ihre Vernichtung wohl (wie in „Die Zähne des Drachen“ angedeutet) vor 900 Jahren erfolgt.
Doch lautet nun die Antwort für alle Männer sich assimilieren zu lassen? Für jemanden, dem seine Individualität liegt wird es schwer zu glauben sein, aber die Antwort lautet ja.
Nur als Frau darf und kann man weiter ohne Plan im Deltaquadranten rumgurken. Vielleicht findet man zufällig einen Weg nach Hause, ein Phänomen, ein Wurmloch der Borg oder doch einen Schuhladen?
Schuhladen gefunden, Mission beendet.