Archiv für den Monat: Juni 2010

Welcome to my dream – TA 2010 (4)

06.04.2010 – Seetag

An diesem Tag verzichteten wir wieder auf das Frühstück und begaben uns nach dem Aufstehen und anschließendem Rumgammeln auf unserem Balkon gleich zur Küchenführung, die um 10.30 Uhr im Restaurant Raffaello startete. Ich war zuvor noch nie in der Küche eines Kreuzfahrtschiffes gewesen und war wirklich beeindruckt. Die Führung war sehr informativ und auch ziemlich lustig. Leider habe ich den Namen unseres „Führers“ vergessen (Es war wohl ein Österreicher^^).

Leckere Kuchenhäppchen ersetzten dann auch das ausgelassene Frühstück. Zur selben Zeit fand auf Deck 9 die „Große Zeremonie Taufe der Meere“ statt, die wir leider verpassten. Also dieses „Spektakel“ hätte ich gerne gesehen. Ich steh einfach auf sinnfreie Animationsspielchen, bei denen sich die Leute zum Affen machen. Das „Zertifikat vom Wendekreis des Krebses“, das am Ende der Zeremonie überreicht wurde, fanden wir netterweise später auf unserer Kabine. (Den Wendekreis des Krebses würden wir übrigens an diesem Tag gegen 19.30 Uhr überqueren.)

An diesem Tag wurden auch wieder die Uhren umgestellt und ich musste feststellen, dass mein Körper mittlerweile jegliches Zeitgefühl verloren hatte. Ist schon irgendwie geil, einfach so in den Tag rein zu leben und die Seele baumeln zu lassen.

Nach dem Mittagessen machten wir es uns auf Deck 9 am Heck des Schiffes bequem. Da wir das Wasser im Pool als zu kalt empfanden (Halleluja waren wir mittlerweile verwöhnt^^) verbrachten wir den halben Nachmittag lieber im Whirlpool. Leider nahm die Bewölkung etwas zu (dennoch hatten wir bis zu 27°C) und auch das Meer war etwas bewegter als die letzten Tage, was mich aber nicht im geringsten störte.

“Choose to be me
To be free to be my way
I saw the light shining right in my eyes
Choose to be me
To be free to be my way
With a smile on”

Der Abend verlief im Prinzip wie gewohnt: Ein Cocktail des Tages als „Starter“ (lecker Tequila Sunrise), beim Abendessen komplett überfressen und im Anschluss ein kleiner Spaziergang über die oberen Decks, bei dem ich tolle Fotos machen konnte.

Dann machten wir es uns an der Poolbar bei einem Cocktail des Tages bequem. An dieser Stelle sollte ich vielleicht erwähnen, dass es auf Deck 9 sowohl im Buffetrestaurant als auch an den Poolbars nur Plastikgeschirr gibt. Wie man immer wieder lesen kann, regen sich darüber viele Leute auf, mich stört das aber nicht im geringsten. Genau diese Leute möchte ich hören, wenn sie in eine Glasscherbe treten! Der Cocktail des Tages in der XL-Version wurde in einem Plastik-Weizenglas serviert, was mich jedes Mal wieder aufs Äußerste belustigte.

An „unserer“ Poolbar gab es diesen netten (fetten^^) Barkeeper von den Philippinen, der es immer besonders gut mit uns beim Mixen der Cocktails meinte. An diesem Abend meinte er es aber schon fast zu gut – nachdem eh schon die doppelte Menge an Schnaps ins Glas gewandert war, gab es später dann noch einen Nachschlag! Ich dachte für einen Moment schon, dass mir der Tequila wieder aus den Ohren raus kommen würde!

Unsere letzte Station war dann noch die grüne Bar, wo wir den Abend gemütlich ausklingen ließen.

07.04.2010 – Seetag

Dieser Tag begann etwas kühler als die Tage zuvor und bei meiner Morgenkippe am Balkon (selbstverständlich im Bikini^^) fröstelte ich bei 23,5°C ein bisschen… höhöhöhö! Nach dem Aufstehen gingen wir bald zum Frühstücken ins Buffetrestaurant und blieben anschließend bis zum Mittagessen gleich dort sitzen, da es draußen ziemlich bewölkt und unfreundlich war. Mittags gab es an diesem Tag übrigens deutsche Spezialitäten – der Sauerbraten und die böhmischen Knödel waren echt lecker! Müde und vollgefressen vertrieben wir uns die Zeit mit Lesen und Schreiben und rafften uns schließlich zu einem kleinen Spaziergang über die oberen Decks auf. Das Wetter wurde dann auch immer besser und wir beschlossen, uns in den Whirlpool zu legen. Immerhin schaffe es das Thermometer letztendlich doch noch auf 26°C. An diesem Tag wurden ausnahmsweise die Uhren nicht vorgestellt!!

Um 16.15 Uhr stand der Vortrag „Ein Blick hinter die Kulissen der Costa Fortuna“ vom deutschsprachigen Host Stephan im Theater Rex auf dem Programm. Dort bekamen wir allgemeine Infos und Daten zu Costa und natürlich zur Costa Fortuna, inklusive Fotos von der Brücke und vom Maschinenraum. Am Ende kam auch noch der Kapitän auf die Bühne (habe ich bei diesen Vorträgen noch nie erlebt) und stellte sich den Fragen der Zuschauer. Der gute Massimo spricht mittlerweile sehr gut Deutsch, wie ich feststellen musste, und erheiterte das Publikum mit dem ein oder anderen Witz, z.B. meinte er, dass so ein Kreuzfahrtschiff eigentlich recht billig sei, jedenfalls wenn man den Preis pro Kilo betrachtet. Negativ fielen natürlich mal wieder ein paar Passagiere auf, die wirklich selten dämliche Fragen stellten. (u.a. Warum gibt es kein deutsches Fernsehprogramm mehr, nur noch ein italienisches?? Böse Diskriminierung der deutschen Passagiere!!… Tja, selbst das war am folgenden Tag weg und dann gab es gar nix mehr!! Ist schon Kacke so mitten im Atlantik!^^) Mir wurde das Ganze dann irgendwann zu dumm und ich klappte demonstrativ mein Netbook zu und wir gingen zurück auf unsere Kabine.

Nach dem obligatorischen Cocktail des Tages folgte dann wie immer das Abendessen und anschließend spazierten wir mal wieder über die oberen Decks und genossen wie warme Nacht. Ich legte mich auf eine der Liegen, blickte in den einfach unbeschreiblich schönen Sternenhimmel und wünschte mir, diese Nacht würde niemals enden.

„By the hand you take me through the night
We flow across the sky and taste the light
It’s you and I. We leave the world behind”

Später gingen wir noch in die grüne Bar, wo wir uns Weißbier und einige Jägermeister gönnten (auf meine Rechnung wegen einer verlorenen Wette^^). Der gute Silvio war dann auch mal wieder so nett, meine Musikwünsche zu erfüllen und so gab es u.a. „No woman, no cry“ für meinen Gatten.

Nicht mehr wirklich nüchtern gingen wir zum Abschluss dann auch noch ins Casino, wo wir verzweifelt versuchten, unsere (von Costa spendierten) Coins loszuwerden. Das ist uns übrigens trotz vieler Versuche bis zum Ende der Fahrt nicht gelungen.

08.04.2010 – Seetag

Auf Grund der „Jägermeister-Orgie“ der vergangenen Nacht begannen wir diesen Tag etwas ruhiger und schliefen erst mal relativ lange, bevor wir uns zum Frühstücken/Mittagessen ins Buffetrestaurant bequemten. Auch wenn mich manche für pervers halten, aber Pasta zum Frühstück ist eine feine Sache!^^

An diesem Tag wurden auch wieder die Uhren um 11 Uhr auf 12 Uhr umgestellt. Also langsam ging mir das auf den Senkel!

Wieder einmal sollte es für uns ein fauler Tag werden, den wir hauptsächlich am Pool auf Deck 9 am Heck des Schiffes verbringen wollten. Uns ging es mittlerweile einfach nur noch gut und wir genossen die Sonne und die Seeluft bei bis zu 26°C und verbrachten viel Zeit im Whirlpool (mit toller Aussicht aufs Wasser hinter uns^^).

„We can reach little higher
We can tear down the sky
If something comes on the way we face it as one
Through the tears and the clouds
Through the times when they doubt
If something comes on the way we fight ‘til dying”

Eine neue “Unsitte” gewöhnten wir uns auch an: nachmittags gab es immer noch eine „Kleinigkeit“ vom „Lido Grill“… ein paar Pommes mit Ketchup und Mayo, einen Hot Dog oder einen Burger. Verfressenes Pack!!^^

Später ging es dann zurück in unsere Kabine, wo wir uns für das Abendessen aufstylen mussten. Für 19 Uhr hatten wir einen Tisch im „Tuscan Steakhouse“ reserviert. Der Besuch in diesem Restaurant ist nicht im Reisepreis enthalten, da wir aber mittlerweile im CostaClub den Status „Pearl“ erreicht hatten, bekamen wir ihn von Costa geschenkt. (Notiz an mich: Bei der nächsten Fahrt frühzeitig reservieren und auf Galaabende achten!) Leider verpassten wir dadurch an diesem Abend sowohl das Küchenchef-Galaessen als auch den Club-Cocktail. Dennoch sollten wir unseren Besuch im „Tuscan Steakhouse“ keine Sekunde lang bereuen!

Das Restaurant befindet sich auf Deck 11 und ist sehr stilvoll eingerichtet. Was mich aber am meisten faszinierte war der exzellente Service und die dezente Hintergrundmusik von einem Pianospieler!! Leute, die öfter mal in exklusiven Restaurants speisen, mögen das „Tuscon Steakhouse“ vielleicht nicht so besonders finden, für mich aber war dieser Abend eines der Highlights der Reise.

Als Vorspeise wählte Gerald einen Riesengarnelen-Cocktail und ich Büffel-Mozzarella mit Tomaten. Absolut lecker! Als Hauptgang entschieden wir uns beide für ein Rib-Eye-Steak (16 oz.) mit grünem Spargel als Beilage. Dazu konnte man noch aus zahlreichen Saucen wählen, wobei wir uns beide für eine angenehm scharfe entschieden. Das Steak war butterweich und genau nach unseren Wünschen (medium) gebraten. Ein Traum! Auf die Nachspeise wollten wir eigentlich verzichten – das riesige Stück tote Kuh füllte unsere Mägen dann auch mehr als gut aus – aber die sehr nette Bedienung überzeugte uns letztendlich doch noch, uns wenigstens eine Nachspeise zu teilen. Und so gab es dann zur Krönung des Abends einen Traum aus weißer und dunkler Schokolade in Pyramidenform mit einer Himbeere. Wahnsinn! Das ganze war für mich nicht nur einfach ein Abendessen, es war ein Fest für die Sinne!

Nach dem Essen zog es uns zunächst in die grüne Bar, wobei ich ständig Angst hatte, dass mein Abendkleid platzen würde, dann ins Casino (wieder kaum Coins los geworden^^) und zum Abschluss noch in die Mittelbar. Für Gerald war hier der Abend zu Ende und er zog sich in die Kabine zurück.

Ich entschloss mich, noch einen kleinen Spaziergang über die oberen Decks zu machen und unglaublich – ich musste doch tatsächlich eine Jacke anziehen, da es relativ frisch geworden war. Bei meinem Rundgang traf ich auch eine kleine Gruppe junger Amerikaner am Bug des Schiffes, von denen einer auf einem Saxophon spielte. Einfach schön! Ich lauschte eine Zeit lang der Musik und träumte vor mich hin bevor ich mich dann auch ins Bett begab.

09.04.2010 – Seetag

Der letzte Tag bevor wir wieder festen Boden unter den Füßen haben würden begann ziemlich kühl. Der Himmel war auch bedeckt und teilweise regnete es sogar leicht.

Wir ließen das Frühstück ausfallen und gingen dafür um 10.30 Uhr ins Theater, um uns den wirklich sehr interessanten Vortrag „Europa & die Seefahrt“ der Hostess Katharina anzuhören.

Da um 11 Uhr mal wieder die Uhren auf 12 Uhr umgestellt wurden, war es danach auch schon Zeit für die Mittagsfütterung.

Um 13.30 Uhr ging Gerald in den „Salon Leonardo da Vinci“ zur Kinovorführung von „X-Men: Wolverine“. Ich wühlte mich zunächst durch die Fotos auf Deck 4, fand aber nichts, was mich zum Kaufen animierte, und spazierte dann über die oberen Decks. Auf Deck 11 machte ich es mir schließlich auf einer Liege bequem und hörte etwas Musik. Es war zwar etwas frisch und auch windig, aber bei 24°C lies es sich doch gut aushalten.

“So today I’m free
Feeling fine all the time
Don’t have to wait and see
We’re on a one way dream”

Das Wetter wurde dann immer besser und ich beschloss, mich am Partypool etwas zu amüsieren. Also die Band „Tropical Vibes“ mit ihren Steeldrums war einfach gut. Die Jungs verbreiteten eine so gute Laune, dass es immer wieder Spaß machte, ihnen zuzuhören.

An diesem Tag beschlossen wir, nach dem Abendessen mal wieder ins Theater zu gehen, was wir nicht bereuen sollten. Bei der „Römischen Nacht“ stellten die Kreuzfahrtgäste ihr Können unter Beweis und boten eine wirklich gute Show. (Vielleicht kann sich der ein oder andere Leser mein Grinsen vorstellen, als ich den Kerl im Löwenkostüm gesehen habe^^)

Später zogen wir noch durch die Bars und lachten uns über diverse Gäste in ihren Togas schlapp.

Fortsetzung folgt…

Star Trek Browserspiele von Gameforge – 2011?

Die GameForge AG hat bekannt gegeben, das sie sich die weltweiten Lizenzrechte für Star Trek™ Browserspiele von den CBS Studios Inc. gesichert hat.

Laut Gamerlive.tv werden die ersten Star Trek Spiele wohl im Jahr 2011 veröffentlicht werden. Es soll dabei ein Spiel in der Zeitlinie von TOS (dem ‚orginalen‘ Star Trek) geben als auch ein Spiel im Zeitrahmen von DS9 – Deep Space Nine.

Das Spielen wird auf kostenloser Basis möglich sein. Jedoch wird es auch wieder Möglichkeiten geben mit echtem Geld sich mehr oder weniger gute Vorteile in den Spielen über einen ItemShop zu erwerben – das sogenante Micropayment. Die Zielgruppe ist vorallem die USA – aber da auch der europäische Markt recht Star Trek begeistert ist, wird es wohl auch europäische Versionen geben. Zumal vorallem die Deutschen in Sachen Onlinespiele ganz bewandert sind – und auch recht viel dafür bereit sind auszugeben.

Das kostenpflichtige MMO Star Trek Online (STO) bleibt aber weiter bei Atari.

Die Gameforge ist als größer europäischer Onlinespiele Anbieter bekannt – vor allem mit dem MMO Metin2 – das eine große Fan Community besitzt: Metin2 Fan Blog. Die Star Trek Browserspiele werden dann daher in die Fußstapfen etlicher anderer mehr order weniger erfolgreich von Gameforge publizierten Browserspiele wie Ogame oder Ikariam treten.

Dies bedeutet natürlich auch, das alle so angebotenen Star Trek relevanten Browserspiele – egal ob kostenpflichtig oder nicht geprüft werden müssen ob sie nicht gegen die Lizenz verstoßen – und damit geschlossen werden (müssen). Dies bedeutet auch, das unser eigenes Community Spiel nicht mehr neu starten wird.

Wir warten daher gespannt auf das was da auf uns zu kommen mag.

Welcome to my dream – TA 2010 (3)

03.04.2010 – Bridgetown / Barbados

An diesem Morgen erreichten wir gegen 8 Uhr den Hafen von Bridgetown. Mit uns im Hafen lagen noch die „Sea Princess“ und die „Royal Clipper“ (geiles Teil!!).

Nach einem schnellen Frühstück gingen wir von Bord und machten uns zu Fuß auf den Weg zum Hafenausgang, um von dort aus mit einem Großraumtaxi ins Stadtzentrum zu fahren.

Ohne großen Plan schlenderten wir gemütlich durch die Straßen und machten zahlreiche Fotos. Im Vergleich zu z.B. Nassau ging es in Bridgetown vergleichsweise hektisch zu – jedenfalls auf den Hauptstraßen. Besonders fasziniert war ich von den vielen pastellfarbenen Häusern im Kolonialstil.

Wir erstanden auch eine schicke Sonnenbrille für meinen Gatten, der seine alte zwei Tage zuvor geschrottet hatte. Ich war froh, dass wir relativ früh losgegangen waren, denn gegen Mittag war die Hitze (bis 31°C) und v.a. die extreme Luftfeuchtigkeit fast unerträglich. Besonders Gerald machte dies schwer zu schaffen und ich merkte, dass er einfach nicht mehr konnte. Ich war dennoch wahnsinnig stolz auf ihn!

“Hey man I can see you standing tall on your feet again.
There were those dark days
but you’re far over them.
Say can you remember all the mess far behind you?
They were all so sure
you’d never find your way through.”

Wir beschlossen, uns ein Taxi zu suchen und zum Hafenterminal zurückzukehren. Ein Taxi muss man in Bridgetown übrigens nicht lange suchen, da man sowieso alle 3 Meter von einem Taxifahrer angequatscht wird.

Im Hafenterminal mit seinen zahlreichen Geschäften angekommen bekam ich den Auftrag, unsere restlichen Dollar unters Volk zu bringen. Und mein Gatte konnte stolz auf mich sein: nach kurzer Zeit war ich eingedeckt mit Mitbringseln, Postkarten, einem Kraken, einem Stapel T-Shirts und 2 Stangen Zigaretten. Die letzten 4 Dollar gab ich dann noch für 2 Flaschen Mineralwasser aus und war zufrieden. Mit einem kostenlosen Bus fuhren wir dann zurück zur Costa Fortuna.

Wieder zurück an Bord mussten wir zunächst unseren Hunger im Buffetrestaurant stillen bevor wir es uns am Lido Oceania bequem machten. Es ist einfach herrlich bei tropischen Temperaturen im Pool zu plantschen, während daneben die Band „Tropical Vibes“ karibische Musik spielt.

Später gingen wir dann in unsere Kabine, um uns fürs Abendessen herzurichten, und dann war es auch schon Zeit für den obligatorischen Cocktail des Tages (Margarita! Yeah!).

Gegen 18 Uhr verließen wir den Hafen von Bridgetown und nahmen Kurs auf Funchal – die Überfahrt über den Atlantik konnte beginnen!! Die nächsten 6 Tage würden wir kein Land zu sehen bekommen…

Beim Abendessen bekam auch unser neues „Kind“ seinen Namen: Sara und Joe beschlossen, dass der grüne Krake ab sofort Roger heißen sollte. Thank you very much!

Später wollte sich Gerald das „Classical Concert mit dem Summer Trio“ im Theater ansehen, während ich mich in der Poolbar auf Deck 9 mit Luigi vergnügte. Der Kerl wurde mir immer sympathischer und das nicht nur, weil er mir Cocktails spendierte. Er war total nett und erzählte mir viel über das Leben an Bord, ohne dabei aufdringlich zu werden.

Später ging ich mit Gerald noch in die grüne Bar und „nötigte“ dort den guten Silvio, „My Way“ für mich zu spielen. Hat er natürlich gerne gemacht!

Als wir später dann auf unsere Kabine zurück kehrten fanden wir noch eine kleine Überraschung: auf unserem Bett lag ein gigantisches Osterei!

04.04.2010 – Seetag

Den Ostersonntag begannen wir ruhig und gemütlich und schliefen etwas „länger“ (wobei ich normalerweise darunter etwas anderes verstehe). Nach einem kleinen Frühstück meldeten wir uns bei der deutschen Hostess Katharina für die Küchenführung an und spazierten anschließend über die oberen Decks. Am Partypool war mal wieder fröhliches Tanzen angesagt – immer wieder ein lustiger Anblick! Wir machten uns es aber dann doch lieber im Buffetrestaurant gemütlich, um etwas zu lesen und zu schreiben. Da um 11 Uhr die Uhren auf 12 Uhr vorgestellt wurden, war es dann auch schon bald Zeit fürs Mittagessen. Aber zuvor bespaßte ich mich noch beim Superbingo am Partypool und trat fast den guten Massimo um (was schleicht sich der auch von hinten an mich ran??^^).

An dieser Stelle möchte ich mich auch ganz herzlich bei meinen Kurzgeschichten-Schreiberlingen Vögelchen, Michi und Nick bedanken! Eure Geschichten haben mir sehr gut gefallen und ich hatte großen Spaß beim Lesen.

Später setzte ich mich alleine ein bisschen auf unseren Balkon, hörte Musik und starrte aufs Wasser. Und dann sah ich sie plötzlich – Delfine!! Wahnsinn! Unglaublich! Unbeschreiblich! Diesen Anblick werde ich niemals in meinem Leben vergessen! Die Delfine schwammen einige Zeit lang neben uns her bevor sie wieder verschwanden und ich schaffte es sogar Fotos zu machen.

Da Gerald Lust auf den „Kino Nachmittag“ („The Great Buck Howard“) hatte, spazierte ich später alleine über die oberen Decks und legte mich schließlich bei ca. 27°C in die Sonne und genoss diesen wunderbaren Tag. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie verdammt gut es mir in diesem Moment ging!

“Feels like – life for you today is only perfect.
Seems like – sorrow and shame never was really there.
These are the moments that you keep insinde your heart
to guide you then-
the day you fail again…”

Später sprangen wir noch in den Pool Lido Oceania. Wir mitten im Meer im Pool bei 27°C und karibischer Musik – life could be worse!

Leider war es dann auch bald Zeit, uns für das Oster-Galaabendessen aufzustylen. Nach dem Essen gingen wir in die Mittelbar, um uns beim Spiel „Erraten Sie den Musiktitel“ zu bespaßen. (Schande über uns! Zur gleichen Zeit hätte auch die Heilige Ostermesse stattgefunden.) Im Anschluss zog es Gerald ins Theater zum Tenor „Antonio Colamorea“, auf den ich nach einer kurzen „Hörprobe“ gerne verzichtete. Ich stöberte lieber in den Shops, mampfte Trauben in der Kabine und begab mich schließlich an die Poolbar, wo ich ein nettes Ehepaar aus Manchester kennen lernte. Gerald stieß schließlich auch zu uns und wir genossen gemeinsam die warme Nacht. Um 23.30 Uhr begutachteten wir dann noch das Oster-Buffet auf Deck 3 und landeten letztendlich noch in der Disco bei meinem „Freund“ DJ Luca (Er war es tatsächlich!! Also wenn ich die alte Hackfresse noch ein einziges Mal auf einem Schiff sehe, dann geht er über Bord!^^) und köpften danach noch unsere Flasche Sekt auf der Kabine.

Das war mit Abstand der schönste Ostersonntag meines Lebens!!

05.04.2010 – Seetag

Da die vergangene Nacht etwas länger geworden war, beschlossen wir am Ostermontag einfach liegen zu bleiben und ausnahmsweise mal lange zu schlafen. Um 11 Uhr wurden die Borduhren wieder auf 12 Uhr vorgestellt und so kam es, dass wir erst zum Mittagessen unsere Kabine Richtung Buffetrestaurant verließen. Es gab griechische Spezialitäten, was mich sehr erfreute, da ich mir den Magen mit Tintenfisch bis zum Abwinken voll schlagen konnte.

An dieser Stelle möchte ich ein paar Worte zur Costa Fortuna schreiben: Das Schiff ist 272m lang und 36m breit und es gibt insgesamt 1358 Kabinen. Ehrlich gesagt waren meine Erwartungen nicht besonders hoch, immerhin war das Schiff schon etwas älter (Baujahr 2003) und aufgrund diverser Fotos und Berichte im Internet war ich auf extremes Costa-bunt vorbereitet. Zudem waren wir ja erst im November auf der relativ neuen Costa Luminosa sehr verwöhnt worden. Letztendlich war ich dann aber doch sehr positiv überrascht. Die Farben der Inneneinrichtung waren zu ertragen (bis auf das Atrium, das war schon hart an der Grenze zum Oberkitsch) und teilweise sogar sehr schön. Besonders das Buffetrestaurant mit den alten Karten an den Wänden und auf den Tischen und die Bar Conte Verde gefielen mir sehr gut. Klar fand man überall Abnutzungsspuren, aber auch das war in meinen Augen nicht all zu schlimm. Die Sauberkeit war wie bei Costa gewohnt nicht zu beanstanden. Und überhaupt, wenn man meckern will findet man immer einen Grund, ich aber war hier, um mich zu erholen und Spaß zu haben und das klappte ziemlich gut.

Nach dem Essen suchten wir uns eine Liege und machten es uns bequem. Unglaublich, aber so faul in der Sonne liegend wurde ich schlagartig wieder müde. Da es an diesem Tag wieder bis zu 27°C hatte sprangen wir natürlich auch des öfteren ins kühle Nass. An diesem Tag war der Pool am Heck der Costa Fortuna an der Reihe, da wir keine Lust auf Bespaßung durch das Animationsteam hatten.

Später hieß es dann duschen und umziehen, Cocktail des Abend testen und natürlich mit unseren Tischnachbarn beim Abendessen rumblödeln.

Danach machten wir einen kurzen Abstecher zu Silvio in die grüne Bar, bevor wir uns auf Deck 9 begaben, wo an diesem Abend das Lateinamerikanische Fest „Auf Wiedersehen Karibik“ stattfand. Ein Früchte-Buffet mit schönen Gemüse-Schnitzereien gab es auch und wir hatten bei toller Musik viel Spaß an der Poolbar mit unseren neuen Freunden aus Manchester und trafen auch den guten Luigi wieder (Ganz schick in weißer Uniform. Wer zur Hölle war dieser Kerl eigentlich??).

Fortsetzung folgt…