Archiv für den Monat: Januar 2010

Spanien, Marokko und die Inseln des Frühlings reloaded (3)

07.11.2009 – Santa Cruz de Teneriffe / Teneriffa

Gegen 8 Uhr legte die Costa Luminosa im Hafen von Santa Cruz de Teneriffe an. Für uns stand erst einmal lange ausschlafen auf dem Programm, da die letzte Nacht doch etwas länger geworden war. Wir hatten auf Teneriffa keinen Ausflug gebucht und so bestand auch keine Notwendigkeit, das Bett unnötig früh zu verlassen.

091107_02

Nach einem kleinen Frühstück gingen wir am Vormittag von Bord, um mit dem kostenlosen Shuttlebus – vorbei an der AIDAluna, die neben uns im Hafen lag – ins Stadtzentrum von Santa Cruz zu fahren. Gemütlich schlenderten wir durch die Stadt, machten Fotos und Blödsinn, bummelten durch Geschäfte (der freundliche Herr konnte uns allerdings nicht davon überzeugen, ein äußerst nerviges Spielzeugauto zu kaufen^^) und erstanden die obligatorischen Postkarten. Es war ziemlich warm, allerdings regnete es zwischendurch immer wieder mal leicht. Das war aber alles andere als störend, ganz im Gegenteil, ich empfand diese kurzen Erfrischungen als sehr angenehm (immerhin lagen die Temperaturen bei bis zu 25°C). An einem Kiosk organisierten wir uns etwas zu trinken und setzen uns an einen riesigen Brunnen, um dort das Treiben um uns herum zu beobachten (u.a. war da eine Gruppe Schülerinnen, die uns mit Tanz und Gesang erheiterte).

091107_10

Schließlich fuhren wir mit dem Shuttlebus wieder zurück zu unserem Schiff und begaben uns auf Deck 9, um unseren üblichen Beschäftigungen nachzugehen – essen und entspannen! (Himmel, wie faul und verfressen kann ein Mensch eigentlich sein?^^) Durch den immer wieder einsetzenden leichten Regen kamen wir auch in den Genuss eines wirklich tollen Regenborgens über dem Hafen. Leider verscheuchte mich später der Regen von meiner Liege am Lido Delphinus. Ich fand die leichte Abkühlung zwar immer noch recht angenehm, aber ich mag es dann doch nicht so besonders, wenn mein Buch nass wird. Also zog ich mich auf unsere Kabine zurück, wo eine Flasche Sekt bereits auf uns wartete (Danke CostaClub!). Während Gerald sein Nachmittagsschläfchen hielt machte ich es mir mit einem Glas Nuttenbrause und meinem mp3-Player auf dem Balkon gemütlich (und bekam einen Popgasm nach dem anderen^^). Wer mich kennt weiß, dass ich Sekt nicht vertrage und natürlich blieb es auch nicht bei einem Glas. Hähä! Und so kam es, dass ich nach dem Duschen gegen 17 Uhr nur mit einem Handtuch „bekleidet“, mit meinem Sektglas in der Hand und Kopfhörern im Ohr das Ablegen der Luminosa von unserem Balkon aus beobachtete und dabei freundlich den Leuten im Hafen bzw. auf dem Kriegsschiff, an dem wir vorbei fuhren, zu winkte! Muhahaha! („The wind is cam, the ocean sleeps, we must leave now. The sky is dark, others are gone, we must leave now…”)

Bester Laune zog ich dann mein Dirndl an und wir machten uns auf den Weg zum “Gala Kapitänsabendessen”. Das Menü an diesem Abend wurde übrigens von Ettore Bocchia kreiert, dem Küchenchef des Grand Hotels Villa Serbelloni in Bellagio am Comer See. Als Vorspeise gab es bei mir tropischen Fruchtsalat mit Hummer, grüner Apfelcreme, Honig und Balsamico. Danach folgten weiße und schwarze Fisch-Ravioli an Krustentiercremesauce und als Hauptgang Auberginenauflauf mit Tomaten und Parmesankäse. Etwas verwundert stellte ich beim Abendessen fest, dass wir uns wieder dem Land näherten, wobei ich zunächst nicht so ganz sicher war, ob ich meine Beobachtung nicht dem Sekt in meinem Kopf zu verdanken hatte. Es stellte sich aber heraus, dass wir tatsächlich wieder zurück nach Santa Cruz fuhren. Der Grund dafür war ein medizinischer Notfall an Bord wie uns der Maitre (ein sehr netter Mann übrigens) erklärte.

Nach dem Essen zog sich Gerald bald auf unsere Kabine zurück, während ich noch durch die Bars zog. Nicht einmal der immer heftiger werdende Seegang konnte mich davon abhalten (Es mussten sogar die Stabilisatoren ausgefahren werden und in den öffentlichen Bereichen wurden Kotztüten verteilt^^). Mir war das natürlich egal, eher im Gegenteil, es war sogar ziemlich amüsant, die anderen Passagiere zu beobachten. Mein Weg führte mich zunächst in die Pianobar Antares, wo das Duo Metropole Songs von ABBA spielte (schöööön) und ich die Bekanntschaft von einer Runde netter Münchnerinnen machte. (Danke auch an den Barkeeper für den Cocktail!!). Nach einem anschließenden Stop in der Mittelbar zog es mich zum Schluss noch in die Bar Libra, wo Francesco für mich „My Way“ sang (eines meiner absoluten Lieblingslieder!!). Der große Gala-Offiziersball um 23 Uhr im Theater ging natürlich an mir vorbei – aber egal, ist ja nicht so wichtig!

08.11.2009 – Funchal / Madeira

Gegen 8.30 Uhr erreichten wir am Morgen den Hafen von Funchal. Was Wetter war einfach traumhaft und wir gingen bald nach dem Frühstück von Bord. Im vergangenen Jahr waren wir hier aufgrund Geralds schlechter Verfassung nicht weit gekommen, aber an diesem Tag lief alles wunderbar und am Ende war ich richtig stolz auf meinen Gatten. Zunächst verließen wir das Hafengelände (mit uns im Hafen lagen noch die MSC Musica und ein Nachbau der Santa Maria, später kam noch die AIDAluna hinzu) und gingen Richtung Stadtzentrum. Nach einem kleinen Anstieg erreichten wir einen den Santa Catarina Park, wo wir eine kleine Pause einlegten. Während ich mit meiner Mutter telefonierte, die mir vom dichten Nebel in der Heimat erzählte, genoss ich die Wärme und die vielen Farben um mich herum. Alleine schon das Grün des Rasens war unbeschreiblich, dazu dann noch die bunten Pflanzen – Wahnsinn! Gemütlich spazierten wir dann weiter durch den Park, genossen den grandiosen Ausblick auf den Hafen und entdeckten u.a. die Capela da Santa Catarin und eine Statue von Christoph Columbus.

091108_03

Mich zog es dann natürlich an den Strand, den ich bereits im Vorjahr sehnsüchtig aus der Ferne beäugt hatte. Herrlich! Der dunkle Sand, das Wasser, die Wellen… Da gab es für mich kein Halten mehr – raus aus den Schuhen, Kopfhörer in die Ohren und ein paar Schritte rein ins warme Meer! (Welcome to my life…) Da ich die Wellen teilweise etwas unterschätzte war meine Hose nach kürzester Zeit klatschnass. Aber wen interessierte das in diesem Moment schon?! Die Schmerzen des vergangenen halben Jahres, die Angst, das ganze Elend, all das war aus meinem Kopf verschwunden und ich war einfach nur glücklich! (*happiness*)

091108_13

Barfuß und nass wie wir waren machten wir uns nach einiger Zeit wieder auf den Weg zurück zum Schiff und begaben uns ins Buffetrestaurant (wohin auch sonst?^^), wo es zu meiner großen Freude Oktopus gab. Sieht aus wie Unfall, schmeckt aber superlecker! Da ich das traumhafte Wetter (strahlend blauer Himmel und bis zu 23°C, die sich wie mindestens 28°C anfühlten) ausnutzen wollte führte mich mein nächster Weg natürlich zu meinem Lieblingsplatz am Lido Delphinus, wo ich es mir in der Sonne gemütlich machte.

091108_15

Den Abend begannen wir mit einem Cocktail des Tages (Eugenio „C“ mit Myers Rum, Triple Sec, Zitronen- und Ananassaft und Blue Curacao) in der Mittelbar. Pünktlich zum Abendessen um 18 Uhr verlies die Luminosa den Hafen von Funchal wieder und nahm Kurs auf Malaga. (Nur am Rande erwähnt: auch zum Abendessen wählte ich Oktopus, ich steh einfach auf das Zeug^^)

Auch an diesem Abend hatten wir etwas Seegang, der uns natürlich nicht von unserer obligatorischen Runde durch die Bars abhielt. Diesmal ging es zunächst in die Pianobar Antares, dann in die Bar Virgo (wo Babytiger sich schwer verliebte und von seiner Angebeteten eine kleine Serviettenblume bekam) und schließlich noch auf einen Abstecher in die Bar Lido Dorado am Hauptpool.

09.10.2009 – Seetag

An diesem Tag würden wir im Atlantischen Ozean navigieren und das Tagesprogramm sagte eine bewegte See voraus. Und tatsächlich – das Schiff wackelte ganz schön. Die Temperaturen sollten auf maximal 24°C steigen.

091109_01

Leider entdeckte ich den Vortrag von Richard Wünsch zu spät im „Today“ und so gingen wir eben auf Deck 9, um zu essen, zu lesen und uns zu bespaßen.

So faul war ich noch auf keiner Kreuzfahrt, ich musste mich sogar dazu zwingen wenigstens ein paar Notizen für diesen Bericht zu machen und meine versprochenen Postkarten zu schreiben.

Als ich mich nach dem Frühstück eigentlich in die Sonne legen wollte musste ich mit Entsetzen feststellen, dass wir auf eine schwarze Wolkenwand zu fuhren. Es war durchaus witzig zu beobachten, wie die Passagiere breitbeinig durch das Schiff schwankten. Das Wetter wurde zwar nach dem Mittagessen (Paella bis zum Abwinken^^) wieder besser, allerdings war das Schaukeln so einschläfernd, dass ich mich am Nachmittag auf unsere Kabine zurückzog, um etwas zu schlafen (außerdem fehlte mir wohl die eine Stunde, die uns in der vergangenen Nacht geklaut worden war).

Vor dem Abendessen wurden dann auch endlich die versprochenen Postkarten bei einem Weizen in der Mittelbar geschrieben. (Wer sich über meine wackelige Schrift gewundert hat, das lag nicht am Weizen sondern am Seegang^^)

Nach dem Essen spazierten wir mal wieder über die oberen Decks und gönnten uns bei einem Weißbier in der Scuderia Costa Bar das U17-Spiel Spanien gegen Uruguay. Später gingen wir noch in die Pianobar Antares und anschließend in die Cigar Lounge Bar. Leider wurde die hier sonst so ruhige und entspannende Atmosphäre durch Olga und ihren Klan gestört, die sich lautstark beim Kartenspiel amüsierten, und wir verschwanden bald wieder. Bei einem 8-Euro-Whiskey brauche ich echt keine lärmenden Russen mit Plastiktassen aus dem Buffetrestaurant, da benehmen sich ja sogar die Italiener besser. Hier sollte Costa ein bisschen besser aufpassen.

Nach einem letzten Cocktail des Tages (Carla „C“ mit Light Rum, Orangen-, Ananas- und Zitronensaft sowie Grenadine) in der Mittelbar gingen wir relativ früh ins Bett, auch um für den nächsten Tag fit zu sein (Würden wir es wohl schaffen von Bord zu kommen?? Im Vorjahr hatte ja bekanntlich die Faulheit gesiegt^^)

Fortsetzung folgt…

Spanien, Marokko und die Inseln des Frühlings reloaded (2)

04.11.2009 – Casablanca / Marokko

In der Nacht waren die Uhren umgestellt worden und wir hatten eine Stunde zusätzlich bekommen – daher fand ich das frühe Aufstehen auch gar nicht so schlimm. Gegen 7.30 Uhr kamen wir im Hafen von Casablanca an und bereits um 7.45 Uhr mussten wir uns wegen unseres Ausflugs „Casablanca und Moschee Hassan II.“ in der Grand Bar Elettra einfinden. Zuvor aber eilte ich noch schnell ins Buffetrestaurant, um uns etwas Marschverpflegung zu organisieren (Notiz an mich: das nächste Mal die Semmeln in eine Kotztüte packen. Kommt sicher gut an^^).

Im Hafen wartete schon unser Bus mitsamt unserem Führer Nasser auf uns. Der Bus, nun ja, was soll man sagen… es war eben kein Reisebus der neusten Generation, sondern ein älteres Gefährt, das innen arg nach Kamelkacke duftete. Uns störte das nicht, aber andere Passagiere hatten damit ein Problem und so wurde der Bus später während unserer Rundfahrt auch ausgetauscht. Zunächst aber fuhren wir entlang der Küstenstraße (wir sahen u.a. auch Rick’s Cafe aus dem Film „Casablanca“!!) und bewunderten die Hotels, Villen, Restaurants sowie die zahlreichen in den Fels gehauenen Swimmingpools. Bei einem kleinen Stop hatten wir auch Gelegenheit Fotos zu machen.

091104_04

Im Hintergrund war auch immer die berühmte Moschee Hassan II. zu sehen, die wir als nächstes ansteuerten. Sie ist nach der Moschee in Mekka die zweitgrößte der islamischen Welt, ihr Minarett ist mit seinen 210m sogar das höchste. Einfach nur noch beeindruckend! Die Größe, die Höhe, die Inneneinrichtung! Gigantisch – mehr kann man dazu einfach nicht sagen. Alleine in der Moschee ist Platz für bis zu 25.000 Gläubige!! Wie viele zusätzlich noch auf dem riesigen Vorplatz passen habe ich vergessen. (Infos zur Moschee kann man ja massig im Internet finden, da muss ich nicht auch noch meinen Senf dazu geben.) Wir besichtigten die Moschee mitsamt darunter liegendem Waschraum und unser Führer erzählte uns allerhand Wichtiges zur Moschee selbst und zum Islam im allgemeinen.

091104_08

Im Anschluss fuhren wir (mit einem neuen Bus, der nicht mehr so intensiv nach Kamelkacke duftete^^) zu einer Art „Apotheke“. Man könnte das ganze vielleicht auch Verkaufsveranstaltung nennen, ich fand die Erklärungen zu typischen Gewürzen, Kräutern und Heilmitteln aller Art allerdings recht interessant. Und kaufen musste man ja schließlich nichts – ich konnte es aber natürlich nicht lassen und erstand eine Gewürzmischung für Fleisch sowie eine Antischnarch-Kräutermischung. Beinahe wäre ich auch den Bayern-Anhänger an meinem Rucksack los geworden, auf den war nämlich einer der Angestellten ganz scharf. Weiter ging es dann zu diversen Palästen, von denen wir einen besichtigten. Ein kleiner Spaziergang durch die Altstadt durfte auf unserer Besichtigungstour natürlich auch nicht fehlen, genauso wenig wie ein Stopp an einem Souvenirladen. Was ist mir nun neben der Moschee Hassan II. besonders im Gedächtnis geblieben? Auf alle Fälle der Verkehr – ein einziges Chaos und die Zebrastreifen in Casablanca sind anscheinend nur Dekoration. Außerdem noch die kleine Straße in der Altstadt, wo sich ein muslimisches Haus direkt gegenüber eines jüdischen Hauses befand. Laut unserem Führer leben in Casablanca Moslems und Juden friedlich neben einander. Kann es nicht auf der ganzen Welt so sein?

Da es am Ende doch recht schwül im Bus geworden war, war ich recht froh als wir gegen Mittag wieder an Bord gingen. Nach dem Mittagessen (Indische Spezialitäten^^) war zunächst Entspannung auf Deck 9 angesagt. Die Temperaturen lagen an diesem Tag bei bis zu 23°C.

Um 16.30 Uhr begaben wir uns in die Grand Bar Elettra zum Quiz „Danke liebe Welt“. Unser Ziel war es, eine Bauchtasche für Gerald zu ergattern und dafür wollten wir auf dieser Fahrt möglichst viele Spiele mit Gewinnmöglichkeiten mitmachen. Bei diesem Quiz nannte der Quizmaster das Wort „danke“ in verschiedenen Sprachen und die Teilnehmer mussten die jeweilige Sprache wissen bzw. erraten und auf ein Blatt notieren. Wir waren relativ gut, für den Sieg reichte es leider trotzdem nicht. Unseren Spaß hatten wir trotzdem v.a. bei „kiitos“ – lauter unwissende Gesichter, nur bei mir machte sich ein Grinsen von einem Ohr bis zum anderen breit. Wir entschieden uns dann auch noch am Quiz „Geschichte“ teilzunehmen, wo wir wiederum ganz gut, aber nicht erfolgreich waren.

Zur Geralds großer Freude gab es beim Abendessen Austern als Vorspeise. Ich verzichtete auf diesen „Genuss“ gerne, die Viecher sind einfach gruselig (wobei, das sagt Mama auch von meinen geliebten Tintenfischen^^).

Um 20.30 Uhr zog es uns wieder in die Grand Bar Elettra, wo das „Kamelrennen“ statt fand – zwar keine wirklich anspruchsvolle Unterhaltung, aber trotzdem lustig. Ich konnte sogar Gerald zur Teilnahme überreden und nachdem er zu Beginn weit zurück lag gewann er das Rennen am Ende doch. Der Preis: eine Bauchtasche!!! Ziel erreicht! (Eine Beschreibung wie das Kamelrennen genau ablief schenke ich mir mal^^)

Gerald besuchte später noch das „Klassische Konzert“ mit dem „Duo Armonia Strauss“ unter Mitwirkung des Tenors Antonio Colamorea im Theater und war begeistert. Ich hatte darauf wenig Lust und vergnügte mich lieber im Atrium und in der Bar Libra.

Gegen 22 Uhr verließen wir den Hafen von Casablanca und nahmen Kurs auf Lanzarote.

Später gönnten wir uns noch das ganz teure Zeug (einen Cognac für Gerald und einen Whiskey für mich) in der Cigar Lounge Bar, stilecht mit einer Zigarre natürlich. Also das hat echt was! Es ist relativ ruhig dort, nur leise Hintergrundmusik – also perfekt zum Entspannen. Zum Abschluss gingen wir dann noch auf einen Sprung in die Disco, wo ich eine nette Unterhaltung mit DJ Jack hatte. Ein echt sympathischer Kerl, der eindeutig bessere Musik auflegt als unser „Freund“ DJ Luca.

05.11.2009 – Seetag

Diesen Tag würden wir wieder komplett auf See verbringen. Trotzdem standen wir zeitig auf, um den Lichtbildvortrag „Atlantische Inseln – Lanzarote, Teneriffa und Madeira“ von Richard Wünsch im Theater Phoenix zu besuchen. Wirklich sehr interessant mit vielen landeskundlichen Informationen und schönen Bildern. Bei mir wurden da Erinnerungen an einige Landeskundevorlesungen während meines Studiums wach. Im Anschluss war es dann auch dringend an der Zeit, das Loch in unseren Mägen mit einem kleinen Frühstück zu füllen. Bis zum Mittagessen war dann mal wieder Entspannung angesagt, also lesen, schreiben, über die anderen Passagiere lästern etc.

Mittags traf uns dann fast der Schlag – am Poolbuffet gab es nämlich Austern bis zum Abwinken! Nichts für mich, aber Gerald futterte 13 Stück davon!!

091105_05

Danach war dann auch schon wieder Erholung angesagt, diesmal am Lido Delphinus in der Sonne. Dort konnte man es bei bis zu 22°C auch gut aushalten. Um 15 Uhr gingen wir ins Theater zum Vortrag „Hinter den Kulissen der Costa Luminosa“ von der deutschen Hostess Nadine. Wir erfuhren allerhand Wissenswertes über die Geschichte von Costa Kreuzfahrten und über unser Schiff (u.a. dass die Crewmitglieder aus 44 verschiedenen Ländern kamen und dass alleine 150 Personen in der Küche arbeiten). Zum Abschluss wurde auch noch ein interessantes Video gezeigt.

091105_09

Der Abend lief wie üblich ab. Nach dem wie immer leckeren Abendessen zogen wir durch die Bars. Leider gibt es auf der Luminosa keine Sportbar, aber wir entdeckten, dass in der Bar Scuderia Costa auf Deck 10 Fußball gezeigt wurde und so machten wir es uns an diesem Abend zunächst dort an der Bar bequem. Es war nur wenig los, was uns aber nicht im geringsten störte. Es stellte sich auch heraus, dass der Kellner im vergangenen Jahr auf der Costa Serena war – leider in der Bar, in der wir uns kaum aufhielten. Später gingen wir noch in die Piano Bar Antares, wo wir Annika kennen lernten, die an der Hochschule Bremerhaven „Cruise Industry Management“ studiert hatte. Um 23 Uhr zog es mich dann in die Bar Libra, wo Bani Lieder von Elvis (the one and only KING!) zum besten gab – leider viel zu wenige! Bei einem letzten Drink (es gab ja auch einen Grund zum anstoßen^^) an der Mittelbar ließen wir den Abend ausklingen.

06.11.2009 – Arrecife / Lanzarote

Gegen 8 Uhr erreichten wir den Hafen von Arrecife auf der spanischen Insel Lanzarote. Hier hatten wir den Ausflug „Abenteuer Unterseeboot“ gebucht – zwar nicht ganz billig, aber an diesem besonderen Tag war mir nichts zu teuer. Treffpunkt für den Ausflug (ohne Führer) war um 8.45 Uhr, daher blieb in der Früh nicht viel Zeit, ich eilte nur schnell ins Buffetrestaurant, um uns Proviant einzupacken (immer wieder erstaunlich wie dumm manche Leute schauen können^^).

Auf Lanzarote waren wir bisher noch nicht gewesen und ich muss gestehen, dass mich v.a. die Landschaft sehr beeindruckte. Es war nicht zu übersehen, dass die Insel vulkanischen Ursprungs ist.

091106_02

Mit dem Bus wurden wir nach Puerto Calero gebracht, wo wir uns zunächst ein Video mit Sicherheitsbelehrungen ansahen bevor wir uns dann an Bord des Unterseeboots begaben. Bereits bei der Beschreibung des Ausflugs hatten wir gelesen, dass dieser nicht für Personen mit motorischen Schwierigkeiten geeignet sei (hatten wir natürlich ignoriert^^) und nun wussten wir auch warum. Es war eine ganz schön wackelige Angelegenheit bis wir endlich auf unseren Plätzen im Inneren des Bootes saßen. Jeder hatte ein großes Panorama-Fenster vor sich und es gab Displays, auf denen man u.a. die aktuelle Tiefe und die Wassertemperatur ablesen konnte. Wir tauchten dann bis auf fast 30m Tiefe ab. Wahnsinn! So viele kleine und große Fische waren in kristallklaren Wasser zu sehen, zudem auch ein paar alte Schiffswracks. Als Höhepunkt „führte“ ein Taucher einen Rochen um das U-Boot herum.

091106_06

Nach der Fahrt hatten wir noch ein bisschen Freizeit in Puerto Calero, den man für einen kleinen Spaziergang durch den Hafen oder für einen Einkaufsbummel nutzen konnte. Wir deckten uns in einem Souvenirladen mit Postkarten ein und bewunderten die vielen Yachten, die im Hafen lagen (u.a. lag dort der ultimative Plan B^^).

091106_08

Mit dem Bus fuhren wir dann wieder zurück zur Costa Luminosa und ich konnte mich gar nicht an der faszinierenden Landschaft Lanzarotes satt sehen.

Wieder an Bord war es Zeit für die Mittagsfütterung und Gerald legte sich im Anschluss ins Bett während ich es mir auf dem Balkon gemütlich machte. Es war zwar etwas windig an diesem Tag, aber die Temperaturen kletterten auf bis zu 26°C – was will man mehr?!

Vor dem Abendessen gönnten wir uns einen CostaClub Spezial mit Wodka, Pfirsichlikör, Orangen- und Preiselbeersaft an der Mittelbar (feines Zeug!) und verfolgten das Ablegen gegen 17.30 Uhr. Während die Luminosa an Fuerteventura vorbei fuhr stopften wir uns beim Abendessen mal wieder die Mägen mit allerhand Köstlichkeiten voll. Das Leben kann manchmal so schön sein!

Nach dem Essen folgte das nächste Highlight des Tages – um 21 Uhr spielten „Boney M.“ im Theater. Bei den alten Hits wie „Daddy Cool“, „Rivers of Babylon“ oder „Rasputin“ amüsierten wir uns prächtig. Als wir zu Beginn unserer Reise gehört hatten, dass „Boney M.“ an Bord kommen sollten konnte ich das gar nicht so richtig glauben, aber es stimmte tatsächlich. Costa hatte sich für diese spezielle Fahrt wirklich so einiges einfallen lassen.

Nach dem Konzert gingen wir wieder in die Mittelbar, wo Alex so nett war und „Still got the blues“ für mich spielte (nun weiß ich ja wie das Lied heißt^^), und später zog es uns noch in die Disco, wo wir den Abend ausklingen ließen.

Fortsetzung folgt…