Archiv für den Monat: Januar 2008

STVC Observer, was gibt es Neues auf dem Schiff?

Hallo liebe Mitpatienten äh Crewmitglieder,

sind Sie auf dem neusten Stand was Tratsch und Klatsch auf dem Schiff angeht? Was die Crewmitglieder so treiben wenn sie sich unbeobachtet fühlen? Nein? Na dann gewähre ich Ihnen einen kleinen Einblick…

Die Woche begann mit einem sensationellen Schlamm-Catchen zwischen Fähnrich Extreme und Fähnrich Keck, die Admineusen stacksten schilderschleppend, auf Highheels und mit knappen Röckchen gewandet durch den Ring um die folgenden Runden anzukündigen, ein Sieger konnte bisher nicht ermittelt werden.

Die Chefin eilte, eifrig wie immer, über sämtliche Decks um einigen Crewmitgliedern Plaketten auf die Stirn zu tackern. Danke auch noch mal an dieser Stelle dass Sie die Schiffsenergie aufrecht erhalten! Lieutenant Nemain zeichnet sich beim Spenden besonders durch ihre Vergesslichkeit aus, versicherte aber die versprochenen Spende-Postkarten bald abzuschicken!

In der Comm wurde Lieutenant wulli zum „User des Jahres 2007“ gewählt, verdient übrigens wenn ihr mich fragt. Nach der Verleihung legte sie eine oscarreife Rede hin die Sie Hier nochmals nachlesen können.

Fähnrich donar, der derzeit auch als „Mädchen“ für alles fungiert um die Chefin zu unterstützen, ist übrigens stolzer Schiffs-Lotto-Gewinner! Mit 2 Richtigen werden nun sicherlich scharenweise Schnorrer bei ihm anklopfen, aber ich versichere Ihnen, er hat den ganzen Gewinn schon in krisensichere alkoholische Getränke investiert und den größten Teil davon bereits vernichtet.

Beim großen „Star Trek – Quiz“ wurden durch Lieutenant Commander Korak die Gewinner der ersten Runde bekannt gegeben:

Erster Platz:
Lieutenant Wulli (unser Hansdampf in allen Gassen…) 750EPs

Zweiter Platz:
Lieutenant two_of_eleven 500EPs

Dritter Platz:
Fähnrich Benjamin_Sisko 250EPs

Herzlichen Glühstrumpf!

Die Rat-Umfrage „Sollen die „Spaß-Threads“ aus den Serien-Foren in die Spiele-Ecke verschoben werden?“ hat mit 12 Abstimmungen um 10 Stimmen die absolute Mehrheit verpasst. davon stimmten 23,77% mit „ja“ und 11,88% mit „Nein“. Also bitte, etwas mehr Beteiligung könnte hier nicht schaden! Einige Ratmitglieder versuchten diese Schlappe durch eine Umgehung der Regeln noch wett zu machen, heroisch traten die Admineusen, angeführt von Fähnrich „Schatzi“ Deus_Irae, für die Einhaltung der Regeln ein.

In der Schiffs-Administration ist nach dem äußerst lebendigen Start der neuen Mods wieder Ruhe eingekehrt und die Arbeit ist weitgehend auf ihr normales Pensum zurück gegangen.

Superuser „The Chefin herself“ Spicy kommentiert: „Da waren wohl ein paar Leute gaaaanz fleißig *Guttis verteil*“ Ein ungenannter Admin schreibt dazu: „das ist nach jeder Wahl so, die neuen Mods sind noch frisch und strotzen vor Arbeitseifer und Enthusiasmus, sobald alle schon vorhandenen Threads umbepunktet wurden und bloß noch neue dazu kommen, treten wir uns wieder gegenseitig auf die Füße anstatt ins Kreuz. Schade dass es noch keine Admins gab als ich Mod war“

Lieutenant Nemain weigert sich allerdings weiterhin beharrlich die Begründungstexte der Threadverschließung, die unter dem Namen des zustimmenden Admins als Beitrag am Threadende erscheinen, anzunehmen:

„…deswegen möchte ich auch noch mal darauf hinweisen dass die Mods bei den Begründungen bitte mehr auf ihre Rechtschreibung achten, ich musste in der letzten Zeit zig Begründungen editieren, die aus o. g. Gründen unter meinem Namen dort standen“

Es ist wohl vorher häufiger zu abenteuerlicher Rechtschreibung gekommen, mit der die von einer „Ich-gehe-an-Fehlern-in-meinen-Beiträgen-kaputt“ – Manie befallende Nemain nicht leben konnte. Der „Schiffs-Counselor“ hat bezüglich dieser Macke schon vor Jahren kapituliert…

Die Missions-Besprechung des Community-Rollenspiel-Bereichs wurde durch das in diesen Monat zurückgekehrte Crewmitglied Fähnrich Shauna_Nanami wieder mit belebt, schön dass Sie wieder da sind Fähnrich!

In „Community-Familien“ herrscht auch in dieser Woche wieder reger Betrieb, weiter so!

Auch in den „Star Trek“-Serien wird nach wie vor lebhaft diskutiert, nur „Das nächste Jahrhundert“ und die „Animierte Serie“ schwächeln ein wenig. Über „Star Trek“ allgemein gibt es eigentlich nichts negatives zu berichten, bloß „Trek Tech“ staubt vor sich hin. Unter den Non-„Star Trek“-Serien sticht lediglich „Battlestar Galactica“ hervor.

Weiterhin gut besucht ist natürlich das „Foyer“, wie könnte es auch anders sein? Es wird gezankt, sich vertragen, geknuddelt und heiß diskutiert.

Fähnrich wulli kann zurecht die Erklärung von DJ Tomekk zu seinem mentalen Aussetzer nicht akzeptieren, das können wir wohl alle nicht, aber sein Hinweis er käme aus Berlin erklärt zumindest einiges. *zwinker*

Lieutenant Fabula weiß zu berichten dass der Verlust des Rattenschwanzes ein unschönes Erlebnis ist, auch ich bin der Ansicht dass man sämtlichem Gelump, welches für die Behandlung der Tieropfer in „Ich bin kein Star – Holt mich hier raus“ verantwortlich ist, ebenfalls die Schwänze kupieren sollte und empfehle anschließend alle Beteiligten an diesem Ort verrotten zu lassen.

In der Aquarium Bar findet in diesem Moment ein Kaffee-Exzess statt, sämtliche Besucher kamen mir mit weit aufgerissenen Augen und irrem Blick entgegen, ich werde mich jetzt dort nieder lassen und beobachten was die Woche noch so bringt…

Bis bald, euer Beobachter

Auf hoher See 2007 (Teil 3)

23.09.2007 Cadiz / Spanien

Gegen 9 Uhr lief die Costa Magica in den Hafen von Cadiz ein.

Aufgrund unseres gebuchten Ausflugs „Jerez-Weinkeller und Arcos de la Frontera“ mussten wir heute etwas früher als gewohnt aufstehen. Nach einem schnellen Frühstück ging es auch schon los.

Unser spanischer Führer entpuppte sich als die ultimative Spaßkanone. Ständig riss er Witze und brachte den ganzen Bus zum Brüllen, v.a. wenn er wieder Wörter in seinem elektronischen Wörterbuch nachschlagen musste. Zuerst machten wir eine Stadtrundfahrt durch Cadiz, auf der wir Informationen zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Plätzen der Stadt bekamen. Palmen, Gärten, exotische Pflanzen, wunderschöne Gebäude – Cadiz ist wirklich einen Besuch wert! Schade, dass wir das alles nur vom Bus aus im Schnelldurchgang bewundern konnten.

Anschließend fuhren wir nach Arcos de la Frontera. Die Stadt liegt auf der Spitze eines steil aufragenden Felsens über einem weitläufigen Tal. Besonders beeindruckend waren hier die schneeweißen Häuser und sehr schmalen Gassen. Die Autofahrer dort kann man nur bewundern! An den Straßenrändern wachsen Orangenbäume (klar dass Gerald es nicht lassen konnte, eine zu „ernten“) und überall sieht man bunte Blumen und Kakteen. Die Temperaturen waren allerdings ganz schön heftig, über 30°C Ende September bin ich nicht wirklich gewohnt.

Danach führte uns unser Ausflug nach Jerez de la Frontera, der Heimatstadt des berühmten Sherrys. Sherry wird aus trockenem Weißwein hergestellt, der nach der Gärung mit Brandwein versetzt wird und während seiner Reife in Fässern aus Weinen verschiedener Jahrgänge verschnitten wird. In Jerez de la Frontera besuchten wir die Weinkeller „González Byass“, dem weltweit größten Produzenten von Sherry, der vielen durch das von Picasso entworfene Firmen-Logo, das „Tío-Pepe-Männchen“, bekannt ist. Hier wurde uns genau erklärt, wie der original Sherry hergestellt wird (vom Anbau bis zur Abfüllung in die Flaschen) und wir hatten Zeit, die Fässer zu bewundern und den Geruch zu genießen bevor es zur Verkostung ging. Leckeres Zeug sag ich da nur! Logischerweise deckten wir uns im Laden der Kellerei mit Sherry und Brandy ein. Erwähnenswert im Zusammenhang mit den Weinkellern sind auch noch die mit Wein überwucherten Laubgänge zwischen den Gebäuden, die von zahlreichen Berühmtheiten (z.B. Franco, Churchill, Hemingway, Martin Luther King und zahlreichen Mitgliedern des spanischen Könighauses) handsignierten Fässer sowie das Sherry-Glas mit der Leiter für die Mäuse in einem der Keller (hier müsste man Maus sein^^).

Viel zu früh waren wir wieder zurück an Bord, wo ich zunächst einen Rundgang über die oberen Decks machte bevor ich mich zum Braten auf unseren Balkon begab.

Während des Abendessens verließen wir gegen 20 Uhr den Hafen von Cadiz Richtung Malaga. Danach war Party angesagt, einerseits weil ich vom Cocktail des Tages („Margarita“ bzw. „Blue Margarita“ mit Tequila, Triple Sekt/Curacao blue und Zironenmix) nicht genug bekommen konnte, andererseits weil ich mir die Zeit bis zu meinem persönlichen Highlight der Reise vertreiben musste. Zunächst besuchten wir unsere Lieblingsbars bis wir zum Schuss auf Deck 9 landeten, wo unter freiem Himmel am Pool eine große Fete stieg. Hier beobachteten wir an der „Bar Maratea“ das Treiben und ich konnte Arschfotos von Führungsoffizieren machen (sogar vom Küchenchef hehe). Anschließend zogen wir uns auf unsere Kabine zurück. Mit einem Glas Portwein wollte ich auf dem Balkon unsere Passage durch die Straße von Gibraltar, die die europäische von der nordafrikanischen Küste trennt und an ihrer engsten Stelle nur 14 km breit ist, genießen. Darauf hatte ich mich seit Monaten gefreut und gegen 1.30 Uhr sollte es soweit sein. In der Bordzeitung stand: „Vor uns werden die imponierenden Felsen von Gibraltar zu sehen sein, eindrucksvoll angestrahlt von mehreren Lichtern.“ Doch alles, was ich sehen konnte war plötzlich auftauchender dichter Nebel! ********************!!!

24.09.2007 Malaga / Spanien

Am Morgen gegen 8.00 Uhr legten wir im Hafen von Malaga, dem kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum der Costa del Sol, an. Bereits um 7.45 Uhr mussten wir am Treffpunkt für unseren Ausflug „Marbella und Puerto Banus“ sein. Eindeutig zu früh für mich v.a. nach der langen Nacht auf dem Balkon.

Nach einer Fahrt durch Malaga brachte uns unser Bus nach Puerto Banus, einem bekannten Yachthafen bei Marbella. Die Fahrt nutze ich für ein kleines Nickerchen, was mir den Spott meiner Familie einbrachte. In Puerto Banus fielen mir beinahe die Augen aus dem Kopf beim Anblick der zahlreichen Yachten. Aber hallo! Da ankerten echt die Millionen. Kurz spielte ich mit dem Gedanken, eins der Schmuckstücke zu entern und mich einfach abzusetzen.

Nach einem kleinen Hafenrundgang mussten wir auch schon wieder weiter nach Marbella selbst, wo uns unsere Führerin (eine spanische Finnin oder so) durch die Altstadt des berühmten Badeorts der „Reichen und Schönen“ führte. Schön! Verwinkelte kleine Gassen, schneeweiße Häuser und bunte Blumen. Auch hier wachsen Orangenbäume mitten in der Stadt! Wir mussten natürlich mal wieder eine „ernten“. Nach der offiziellen Führung hatten wir noch etwas Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Nach einem kurzen Blick in ein paar Schaufenster zog es mich Richtung Strand. Auf dem Weg dort hin kamen wir an einem gefliesten (!!!!) Park vorbei, der an einen exotischen Urwald erinnerte. Faszinierend!

An der Strandpromenade angekommen parkte ich Gerald einfach und rannte barfuss ans Meer. Einfach traumhaft! Warm, Sonnenschein, Strand, Meer und ich mitten drin. Ein unglaublich schöner Moment, den ich wohl so schnell nicht vergessen werde. Ich sammelte noch ein paar Steine und Muscheln (eine davon ist nun ein Anhänger) bevor ich wieder zu Gerald und meinen Schuhen zurückging. Leider war es dann auch schon wieder Zeit zum Bus zurückzugehen. Schade, ich hätte es am Strand von Marbella schon noch länger ausgehalten (so drei Wochen^^).

Der Bus brachte uns dann wieder zur Costa Magica zurück und bereits gegen 13 Uhr verließen wir den Hafen von Malaga.

Nachdem wir uns die Mägen am Buffet vollgeschlagen hatten zogen wir uns auf eines der oberen Decks zurück, um in der Sonne zu lesen und zu relaxen. Da ich die Sonnencreme vergessen hatte wurde ich so richtig schön rot^^.

Am Abend war dann das Gala-Abschiedsessen angesagt, was bedeutete, dass wir uns wieder in Schafe werfen mussten (im Gegensatz zu unserem Tarnhemdfreund^^). Nach dem Essen (mit der obligatorischen Eisbombe am Ende, die eigentlich nur aus Zucker besteht *schauder*) waren wir noch zum CostaClub Cocktail im Theater eingeladen, wo Kapitän Massimo eine Ansprache hielt und sich mit den Passagieren fotografieren lies. Ja, ich habe auch ein tolles Bild mit dem Kapitän! (auf dem ich hochschwanger aussehe *Augen verdreh*) Im Anschluss gingen wir zum letzten Auftritt der Ursprung Buam und später noch auf einen kleinen Rundgang durch die Bars. Cocktail des Tages war der „Amber Sunset“ (Rum, Aprikotbrandy, Kokoscreme, Fruchtpunsch).

25.09.2007 3. Seetag

Heute war der letzte Seetag und zugleich auch unser letzter Tag auf See.

Der Tag begann mit strahlendem Sonnenschein, doch leider sollte das Wetter nicht halten, was meine Pläne (braten in der Sonne) durchkreuzte.

Nach dem Frühstück musste ich mit Entsetzen feststellen, dass wir auf eine riesige schwarze Wolkenwand zusteuerten. Als es zu tröpfeln begann ergriffen die „Erfinder des Rückzugstiefels“ schnellstens die Flucht. Noch nie habe ich Italiener so schnell laufen sehen. Dabei war das doch nur ein bisschen Regen. Meine gute Laune lies ich mir durch das immer schlechter werdende Wetter nicht verderben. Anstatt faul rumzuliegen spazierten wir durch das Schiff und plünderten die Geschäfte. Außerdem wurde es auch Zeit, die Koffer zu packen. Das Wetter wurde immer unangenehmer und die Costa Magica schaukelte teilweise ganz schön, was man auch an den bleichen Gesichtern einiger Passagiere merkte. Ich persönlich fand das toll und wegen mir hätte der Seegang noch heftiger sein können.

Beim Abendessen schlugen wir uns ein letztes Mal den Magen voll und dann hieß es Abschied nehmen von unseren Kellnern und Musikern und den letzten Cocktail des Tages („Singapore Sling“ mit Gin, Peter Heering, Zitronensaft und Soda) zu genießen.

Eine gigantische Reise ging langsam aber sicher zu Ende. Nach einer letzten Kippe auf dem Balkon ging ich traurig ins Bett.

26.09.2007 Savona / Italien

Gegen 8 Uhr erreichten wir den Hafen von Savona und mussten auch schon unsere Kabinen verlassen.

Ab 9 Uhr begann das Ausschiffen und bevor wir es richtig merkten saßen wir schon im Bus und fuhren Richtung Heimat. Das Wetter war auch nicht sonderlich aufbauend und daher zog ich es vor, mir die Zeit mit Musikhören und Schlafen zu vertreiben. In München fuhr uns der Zug nach Regensburg vor der Nase weg und so mussten wir dort auch noch eine Stunde lang unnötigerweise abhängen. Aber auch das ging vorbei und gegen Mitternacht waren wir schließlich zu Hause.

Total geschafft und voller Eindrücke von wunderbaren Orten gingen wir bald ins Bett. Ich hatte vor der Reise doch einige Erwartungen an diese Kreuzfahrt und die wurde alle noch übertroffen.

Leider konnte keiner zu diesem Zeitpunkt ahnen, dass nur wenige Tage später das Schicksal erbarmungslos zuschlagen würde…

Am Ende meines kleinen Urlaubsberichts möchte ich noch ein paar Worte an einige Leute richten.

Vielen Dank an die gesamte Crew der Costa Magica für den tollen Service und die unvergesslichen Stunden, die wir an Bord verbringen durften, sowie an das Team von Alex Travel (Strass im Zillertal) für die tolle Organisation.

Besonders möchte ich mich an dieser Stelle bei Franz und Barbara aus Wien sowie Stephan und Sabine vom Ursprung Buam Fanclub Franken für die Fotos und Videos bedanken (besonders das Video von unserer nächtlichen „Flugstunde“ bringt mich noch immer zum Lachen).

Und zu guter letzt ein Dankeschön an Andreas, Martin und Manfred von den Ursprung Buam für die tolle musikalische Unterhaltung und den Spaß, den wir miteinander hatten.

Weitere Bilder unter: http://bilder.stvc.de/thumbnails-215.stvc

Schlaflos im Ruhrgebiet…

Seid gegrüßt liebste Crewmitglieder!

Wie steht’s um den Schlaf? Glänzt er mal wieder mit Abwesenheit? Hier wartet man darauf vergeblich, die Nacht ist noch jung und ruft…

Also lasst uns einen letzten Blick auf den beleuchteten Nordpark werfen, wir treffen uns in Transporter Raum 2. Die heutige Reise führt uns nach Essen und wird nicht im Shuttle zurückgelegt denn ich bin noch immer dabei eure Hinterlassenschaften in Form von Chipskrümmeln aus den rückwärtigen Polstern zu puhlen!

Alle da? Energie!

Und schon sind wir vor Ort!

Der Förderturm prägt das Bild des Essener Nordens und ragt fürstlich in den klaren Nachthimmel. Könnt ihr ihn alle sehen?

Ähem, Außenteam an Voyager, wärt ihr so freundlich Fähnrich Kims Matrix aus den Musterpuffern zu kratzen? Das waren wohl die Emitterphalanxen. Sorry, Harry!

Das Steinkohlebergwerk wurde 1986 stillgelegt und wurde 2002 mit der angrenzenden Kokerei Zollverein zum Weltkulturerbe erhoben.

Die Abteufarbeiten für Schacht 1 begannen 1848. Die Zentralschachtanlage Zollverein XII galt bis zu ihrer Stilllegung 1986 nicht nur als modernste, sondern auch als „schönste Zeche der Welt“.

Wo sich heute ein moderner, lebendiger Standort für Kultur und Design befindet wurden früher täglich 12.000 Tonnen Kohle gefördert, aufbereitet und weiter zu Koks veredelt.

Auf dem Museumspfad Zollverein und der Kokerei Zollverein können Besucher in die industrielle Vergangenheit eintauchen. Erlebnisführungen präsentieren Zollverein in all seinen Facetten. Das red dot design museum im ehemaligen Kesselhaus beherbergt die weltweit größte Ausstellung zeitgenössischen Designs. Für Fähnrich donar bietet sich hier die Gelegenheit die Kufen zu schwingen, denn im Winter gibt es die Eisbahn Kokerei Zollverein. Auf einer Strecke von über 150 Metern geht es hindurch und vorbei an alten Koksöfen und Zechen.

Nemain’s Empfehlung: „Imperfect Tenses“ von After Forever…

Nachdem wir ausgiebig jeden Winkel des Geländes erkundet haben (Achtung Spicy, für uns Schusselschwestern wimmelt es hier von Gelegenheiten unser Talent zu beweisen!), Möglichkeiten zur Synthehol-Aufnahme gibt es zur Genüge, treffen wir uns am „Casino Zollverein“ (damit donar nicht an der Theke hängen bleibt) um uns auf dem Rückweg noch schnell einen ganz wundervollen Ort anzusehen.

Unsere Zielkoordinaten:

6° 58′ 46“ Ost – 51° 23′ 41“ Nord, 120 m über NN

Im Essener Stadtteil Schuir finden wir nach genauem Hinsehen, geduckt in Felder und Waldstücke, die Walter-Hohmann-Sternwarte. Die Volkssternwarte, in der Nähe des Deutschen Wetterdienstes ist trotz Nähe zur Großstadt lichtgeschützt und bietet unter Fachkundiger Anleitung die Möglichkeit den Sternenhimmel zu beobachten.

Polarlichter

Auch wenn dieses schnuckelige Plätzchen 5 x in unsere Astrometrie passen würde, in lauen Sommernächten ist es hier großartig (blöd nur dass die Entfernung nach HH so weit ist).

Nemain empfiehlt:

Am Freitag, den 25.01.08, 20:00 Uhr

Finsternisse und Transits – „Mond essen Sonne auf“

Dieser Vortrag berichtet über verschiedene Reisen des Autors zu totalen Sonnenfinsternissen und zeigt Aufnahmen der vergangenen Transits von Venus und Merkur vor der Sonne. Die Zusammenhänge dieser „kosmischen Schattenspiele“ werden erläutert.

Zum Ausklang des Kurztripps schauen wir noch schnell in der Aquarium Bar II vorbei und lassen uns von Seven einen Absacker bereitstellen.

Also dann, bis demnächst, eure schlaflose Admineuse…

Ruhrpott by Night…

Guten Morgen liebe Crewmitglieder!

Lässt auch bei euch der Schlaf mal wieder auf sich warten? Dann kommt doch mit, ich entführe euch auf eine atemberaubende Reise ins nächtliche Ruhrgebiet. Na los, guckt nicht so skeptisch!

Der Ruhrpott – Unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2008. Dies sind die Abenteuer der Ruhrgebietsregion, die mit ihrer 5,3 Millionen Mann starken Besatzung einige Jahre lang unterwegs ist, um neue Technologien zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen.

Viele Lichtjahre vom vollendeten Strukturwandel entfernt, dringt der Pott auf Entwicklungspotenzial vor, das nie ein Mensch zuvor gesehen hat. 😉

Steigt ein, mein Turboshuttle ist ein wenig beengt, aber ihr kuschelt ja sowieso andauernd. Anschnallen – Kippe aus – Schnauze halten. Wie wäre es mit etwas Musik? Ich empfehle für den Anfang seichte Töne und untermale das sanfte Knallen der Fehlzündungen von 120 dB mit Misantrope – „Relatives Menschsein“. Wir lassen elegant die Seitenfenster nach unten gleiten, recken die Nase in den Wind (aber Mund zu dabei!) und genießen das würzige Aroma der Boye und der Emscher, die seit jeher mehr oder weniger träge durch ihre längst nicht mehr urtümlichen Betten fließen. Schon biegen wir ab, aus Bottrop kommend, auf die B224 und das was ihr da rechts seht, ist nicht etwa das Gelege einer fremden Spezies das darauf wartet bebrütet zu werden, es sind die 50 m hohen Faultürme des Emscher-Klärwerks. Sind sie nicht wunderschön?

Das was da hinten links an unserer Stoßstange klebt ist lediglich ein aufgemotzter Dreier BMW, der gleich penetrant darauf beharren wird unseren Staub zu schlucken. Es gibt sie hier zuhauf. Nachdem wir ihm ordentlich den Hintern versohlt haben machen wir uns auf die A 42 zu erobern, die majestätisch im Dunkeln liegt und darauf wartet von unserem unverbrannten Sprit, den wir aus dem blubbernden Endrohr hauen, getauft zu werden. Gleich da rechts könnt ihr „den Tetraeder“ bestaunen, das „Haldenereignis Emscherblick“ wurde vom Architekten Wolfgang Christ in Form einer dreiseitigen Pyramide entworfenen, 1995 als frei begehbarer Aussichtsturm errichtet und gnadenlos in die Botanik gerammt, die sich auf der staubigen Kohlenhalde breit gemacht hatte. Der gemeine Bottroper war wie immer skeptisch, „wer braucht so’n Dreck?“ haben sich alle gefragt um ein Jahr später geschlossen auf dem Ding Sylvester zu feiern und dabei den Blick übers halbe Ruhrgebiet schweifen zu lassen.

Jeder wusste natürlich dass dieses Wunderteil einmal total beliebt sein würde!

Auf dem Berg daneben könnt ihr übrigens das ganze Jahr die Skier auspacken. Das Alpincenter ist die längste Skihalle der Welt mit 640 m Länge und 30 m Breite. In ihr wird eine Schneeauflage von ca. 40 cm behalten. Der Standort des „alpincenters“ ist die Halde Prosperstraße, die im Osten der Stadt Bottrop liegt. Das Haldengelände hat eine Größe von ca. 31,5 ha. Natürlich gibt’s auch genug Möglichkeiten für Après Ski.

Zieht mal die Nasen ein, ich schalte noch mal runter um die Kurve vor Osterfeld so richtig mitzunehmen, und schon ist der Gasometer in Sichtweite, das Wahrzeichen der Stadt Oberhausen. Das Ding wurde 1929 fertig gestellt und ist mit 117,5 m Höhe der größte Gasometer Europas. Er hat einen Durchmesser von 67,6 m und ein Nutzvolumen von 347 000 Kubikmetern.

Untermalen wir das Ganze mit „Do you love me“ von Nick Cave. Genießen und Augen schließen, aber nur kurz! Bitte richtet den Blick nach links, es folgt der Wasserturm und meine gern besuchte Brücke an der Mülheimer Straße, auf der man nachts wunderbar die Seele Baumeln lassen kann!


Auf der anderen Seite schmiegt sich das CentrO in die heimelige Landschaft, mit 70.000 m² Nettoverkaufsfläche eines der größten Einkaufs- und Freizeitzentren in Deutschland. Es bildet das Kernstück der so genannten Neue Mitte Oberhausen. Hier haben einige Crewmitglieder sich schon die Bäuche voll geschlagen und bei einer Außentemperatur von gefühlten 250° C die Klimaanlage genossen. Seven kann übrigens bestätigen dass man hier am Bahnhof Leute trifft, die Lieutenant Nemain die Sprache verschlagen. Wenn kümmern da schon die 50.000 Engländer die sich wohlig saufend in sämtliche Züge nach Gelsenkirchen quetschen. So eine WM ist doch was Feines…

Mit den Klängen von Lordi’s „It Snows In Hell“ stimmen wir uns auf das heutige Ziel der kleinen Reise ein, den Landschaftspark Duisburg-Nord. Kurz vor dem Autobahnkreuz Duisburg – Nord nehmen wir im 4. Gang bei 5000 Umdrehungen die Ausfahrt DU-Neumühl – Achtung, festhalten! – um schon von der B8 aus gefangen zu sein von der Mystik dieses prähistorischen Ortes.

Hier verbinden sich Industriekultur, Natur und ein faszinierendes Lichtspektakel. Im Mittelpunkt steht das stillgelegte Hüttenwerk, dessen alte Industrieanlagen den Strukturwandel bereits im wahrsten Sinne des Wortes vollzogen haben: In einem alten Gasometer entstand Europas größtes künstliches Tauchsportzentrum, in Erzlagerbunkern wurden alpine Klettergärten geschaffen, in einer ehemaligen Gießhalle wurde ein Hochseilparcours eingerichtet und ein erloschener Hochofen ist zum Aussichtsturm ausgebaut. Hier lassen wir uns in luftiger Höhe auf einem der unzähligen Laufstege nieder, genießen andächtig die bunten Lichter die alles in gespenstiges Licht tauchen, lassen uns von der Autobahn berieseln und die Nacht langsam ausklingen.

Mal schauen, wenn ihr euch nicht zu sehr daneben benommen habt (Bierflaschen unter den Sitzen und Kaugummi an den Scheiben), dann werde ich euch gerne auch noch das Weltkulturerbe Zollverein näher bringen, aber dafür nehmen wir eine andere schlaflose Nacht….