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  • 2009-07-31 No articles on this date.

STVC-Observer – Blick nach Draußen: Mütter=Monster?

am 24. Mai 2008 unter STVC (Allgemein) abgelegt von Nemain

Der Observer hat seinen PC-Posten verlassen und einmal einen Blick in die echte große Welt riskiert. Leicht angeschlagen und desillusioniert bin ich zurück gekehrt um davon zu berichten.
Ein kleines Cafe in B., meine Freundin sitzt mir gegenüber an einem der Tische an denen wir schon während des schulischen Blaumachens gesessen haben. Das ist über 150 Jahre her. Jedenfalls kommt es mir so vor. Während ihr Blick unablässig über die Einkaufsmeile schweift um bekannte Lästerobjekte zu entdecken, meint sie beiläufig dass es Zeit würde mal meine Kartons aus ihrem Keller zu holen. Die stehen dort seit sie in meine alte Wohnung gezogen ist, damals 2001. Schuldbewusst nickend stelle ich ahnungslos fest dass sie sicherlich den Platz braucht und verspreche sie bald abzuholen, so in den nächsten 5 Jahren vielleicht.
“Nein, der Platz im Keller ist kein Problem, aber die Wohnung wird mir mit drei Kindern sicherlich zu eng” erwidert sie mit einem Mona Lisa-Lächeln im Gesicht. “Halt” denke ich alarmiert, “die wird doch nicht etwa…. “. Doch, sie wird. Auf meine Frage ob ich gratulieren oder Trost spenden soll, folgt ein durch Hormone gesteuertes “Beides”, begleitet von einem entrückten Grinsen, das mir verrät dass ich ein Opfer der Gestagene vor mir habe, hoffnungslos verloren.
Gerade als die Füße dieses Opfers wieder halbwegs fest auf dem Boden des Beruflebens stehen, nach dem Knick den Kinder halt so mit sich bringen. Ich überschlage heimlich die Zahl der kinderlosen Freundinnen die mir noch geblieben sind und überlege dass ich in Zukunft meine Zeit wohl weiterhin überwiegend mit Männern verbringen werde. Aber das ist ein anderes Thema. Die Anzahl der Frauen ohne Nachkommenschaft in meinem Umfeld fällt, nüchtern betrachtet, mau aus. Irgendwie scheine ich der einzige bevölkerungstechnische Blindgänger meines Jahrgangs zu sein, seit Caro letztes Jahr nach Süddeutschland gezogen ist.
In meinem Alter ist die Möglichkeit von einem Tiger gefressen zu werden größer als die, eine Freundin zu treffen die keine Kinder will.
Ja, ich bin Egoist. Eigentlich sollte ich wohl jetzt in einen Freudentaumel ausbrechen, sie umarmen und ihr die Dinge sagen, die Frauen in diesem Zustand hören wollen. Aber nicht mit mir. Sie sollte mich besser kennen und es mir nicht übel nehmen dass ich ein Gesicht ziehe als ob die Welt unter geht. Weiber.
Auf dem Rückweg zum Auto verfalle ich in Grübeln darüber wie sich die Menschen um mich herum in den letzten 10 Jahren verändert haben. Dabei fällt mir auf, dass es zwischen diesen gebärfreudigen Damen noch einmal himmelweite Unterschiede gibt. Während ich den Parkautomaten füttere, unterteile ich sie in Gruppen. Die eine Gruppe sind Frauen, die ich grob umfassend als “Freundinnen” bezeichne. Auf der anderen Seite stehen die Frauen von “Freunden”, die weitaus schlimmere Variante. Ich denke als erstes an Birgit, die am ehesten das Mutterbild verkörpert, das meine Generation hervor gebracht hat. Birgit ist Beamtin, intelligent, emanzipiert und was heute noch so alles verlangt wird. Vor eineinhalb Jahren schenkte sie einem Wunderkind das Leben. Der Tag an dem Mark seine Männlichkeit verlor. Mark ist ein guter Freund, jedenfalls das was von ihm übrig ist. Seitdem diese Frau zur Mutter mutierte, hat er nichts mehr zu Lachen. Neulich durfte Mark Besuch empfangen, Birgit war aushäusig und Mark hatte die Erlaubnis Menschen zu treffen, die nicht Birgit ausgesucht hat. Als Henrik das Bad besucht, kommt Birgit nach Hause. Die Jacke noch an, das quengelnde Wunderkind noch auf dem Arm, postiert sie sich vor der Badezimmertür. Mir schwant Fürchterliches. Die Tür geht auf und noch bevor Henrik auch nur einen Ton des Grußes über die Lippen bringt, setzt ein mittelgroßes Donnerwetter ein “Du kannst wohl nicht lesen” herrscht sie ihn an. Ich sitze stocksteif auf dem Sessel und versuche die Fassung zu bewahren, was wenn ich jetzt einen Lachanfall bekomme? Christophs süffisanten Grinsen ausweichend reiße ich mich zusammen.
“Ich hab von draußen genau sehen können dass du vor der Toilette gestanden hast!” Henrik zuckt bloß mit den Schultern und lässt Birgit in der Diele stehen, Diskussionen mit diesem Drachen führen einfach zu nichts. Birgits Augen schießen Blitze, unterstützt von ihrer Schwester Heike, die genauso penetrant glotzend in der Diele steht, wettert sie weiter “Der Spruch auf dem Klodeckel steht nicht aus Spaß darauf!” giftet sie. Jetzt kann ich nicht mehr. Um mich nicht auf dem Boden zu rollen und unter mich zu lassen, beschließe ich auf die Toilette zu gehen und den Text auf dem Deckel zu fotografieren. Ich muss ihn Henrik und allen die Mark kennen, heute Abend per E-Mail schicken. Immer noch blockiert Birgit die Tür. Meinem “Darf ich mal, ich setze mich auch hin” erwidert sie nichts und sieht mich an wie ein lästiges Insekt. In ihren Augen bin ich eine Nestbeschmutzerin, eine die Männer versteht, Kinder frisst und zu schnelle Autos fährt. Als ich vor dem Kübel stehe, kann ich nicht mehr. In bunten Buchstaben, mit einer putzigen Karikatur versehen, steht dort mahnend: “Ob Groß ob Klein – Sitzen muss sein”. Bei mir hakt was aus. Ganz kurz kommt mir der Gedanke daneben zu pinkeln. Fluchtartig verlassen wir, uns innerlich tot lachend den Ort des Grauens. Die traurige Gestalt von Mark, die von der Tür aus hinter uns her winkt, verblasst vor meinem inneren Auge als mich eine Hupe aus den Gedanken reißt. Schade um diesen Mann, aber er hat es für sich so gewollt.

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STVC-Observer – Sonderausgabe zum Welt-Waffel-Tag

am 21. Mai 2008 unter STVC (Allgemein) abgelegt von Nemain

Liebe (und böse, irre oder waffelige) Leser,

haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht wie es ist inmitten einer riesigen Menschenmenge zu leben und trotzdem isoliert, nur für sich? Isoliert, mit einer riesigen Menschenmenge inmitten von sich? Oder beides? Richten Sie eventuell jedes Mal vor dem Schlafengehen ihr “Gute Nacht” an die Stimmen um sich herum, obwohl das Bett neben ihnen leer ist? Gibt es Momente in denen Sie morgens jemandem im Bad begegnen, sich fragen warum sie ihn waschen, seine Zähne putzen und wie er überhaupt dorthin gekommen ist? Hören Sie Worte, von denen andere behaupten dass es sie gar nicht gibt? Oder sehen Sie die Dinge im Gegensatz zu anderen wie sie wirklich sind?
Nun, wenn sie bis jetzt noch keine dieser Fragen mit einem eindeutigen “Ja” beantwortet haben, seien Sie nicht allzu enttäuscht, niemand ist bekanntlich perfekt und was nicht ist, kann schließlich noch werden.

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STVC-Observer – Wo hat das Eis den Sprung?

am 02. Mai 2008 unter STVC (Allgemein) abgelegt von Nemain

Ein Hallo an die liebe Leserschaft,

mit Erstaunen konnte ich feststellen dass dies nun bereits der 5. Bericht über meine Streifzüge durch die Comm ist. Wenn die Zeit weiter so eilt, katapultiert es uns, ehe wir uns versehen, selbst ins 24. Jahrhundert.

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STVC-Observer – “Birte, nennen sie die Art des medizinischen Notfalls”

am 03. April 2008 unter STVC (Allgemein) abgelegt von Nemain

Ju’lan’tru!

Schon wieder ist ein Monat um, die Zeit reist mit Warp 9 und ehe wir uns versehen ist sogar Ostern auch schon wieder vorbei. In alter Tradition wurden in der Comm Webby’s Eier versteckt, die größtenteils von azi und Extreme wieder zu Tage gefördert wurden. Bei der versteckten und gefundenen Menge ereilt einen große Dankbarkeit dass man die Dinger nicht auch noch alle essen musste und die Beteiligung hätte wesentlich größer ausfallen können! Allein schon das Durchwühlen von alten Threads ist die Suche wert, oft hab ich mich dabei hoffnungslos festgelesen und das eine oder andere Mal ganz schön geschmunzelt bis vor Lachen unter dem Tisch gelegen.

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STVC Observer, Emma ist bei Ali im Knast!

am 04. März 2008 unter STVC (Allgemein) abgelegt von Nemain

Griaßde, Däach, Dooch und Moinmoin, leeve Lü!

wieder mal habe ich mich mehr oder weniger unauffällig unter die Leute gemischt, indiskret Gespräche belauscht, überall herum geschnüffelt aber auch Offensichtliches zusammen getragen. Dabei sind mir ein paar Dinge untergekommen, die durchaus erwähnenswert sind.

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STVC Observer, von Harmonie und Haarerausreißen

am 12. Februar 2008 unter STVC (Allgemein) abgelegt von Nemain

Guten Tag liebste Mitreisende!

Ich habe die Gelegenheiten genutzt der Crew bei sämtlichen (Un-)Tätigkeiten über die Schultern zusehen um allen anderen brühwarm davon berichten zu können und weil ich euch nichts vorenthalten möchte kommt hier eine kleine Zusammenfassung…

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STVC Observer, was gibt es Neues auf dem Schiff?

am 24. Januar 2008 unter STVC (Allgemein) abgelegt von Nemain

Hallo liebe Mitpatienten äh Crewmitglieder,

sind Sie auf dem neusten Stand was Tratsch und Klatsch auf dem Schiff angeht? Was die Crewmitglieder so treiben wenn sie sich unbeobachtet fühlen? Nein? Na dann gewähre ich Ihnen einen kleinen Einblick…

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